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Dacia Spring 2024: Neuer Look und günstiger Preis

Dacia Spring (2024) Facelift
Wankende 65 PS ohne Halt

Dacia überarbeitet den Spring: Neuer Look, günstiger Preis und verbesserte Ausstattung. Was bietet der Elektro-Kleinwagen ab Sommer 2024?

Ungewöhnlich früh gestaltet Dacia den Spring völlig neu: Der Elektro-Kleinwagen kam im Herbst 2021 auf den Markt, fand seither 140.000 Käufer und wurde so nach Angaben des Herstellers das am dritthäufigsten an Privatpersonen in Europa verkaufte Elektroauto. In Deutschland wurden in zweieinhalb Jahren rund 31.000 Spring neu zugelassen.

Der große E-Ratgeber

Spring wird noch günstiger

Im Sommer 2024 kommt der Elektro-Kleinwagen mit einer fast vollständig neuen Karosserie zu den Händlern. Auch das Interieur ist neu. Nur das Dach bleibt unverändert – und die Antriebstechnik. Bestellt werden kann der neue Dacia Spring ab dem 16. April 2024. Kunden dürfen sich über ein deutlich gesunkenes Preisniveau freuen. In der Ausstattungsvariante Essential ist der Spring bereits ab 16.900 Euro zu haben. Beim Vorgänger lag der Grundpreis noch bei 22.750 Euro. Die höherwertige Version Expression startet ab 17.900 Euro. Expression ist auch das Basis-Level für die 65-PS-Variante, die ab 18.900 Euro zu haben ist. Bislang musste die stärkere Version mit mindestens 24.550 Euro bezahlt werden. Da bleibt sogar die jetzt teuerste Variante des Spring, die 65-PS-Version als Extreme darunter. Hier müssen nur 19.900 Euro investiert werden. Zuletzt gab es allerdings für den alten Spring einen üppigen Rabatt, der den Preis fast halbierte. Dacia bleibt damit aktuell der günstigste Elektroauto-Anbieter am Markt. Schärfster Wettbewerber ist Citroën mit dem e-C3, der späterauch in einer Version für weniger als 20.000 Euro kommen soll.

Abmessungen und Gewicht bleiben fast gleich

Wir haben uns den neuen Spring vorab im Studio angesehen. Die Maße des Kleinwagens bleiben bis auf eine Ausnahme praktisch gleich, der optische Eindruck ist dennoch ein anderer. Das Design wirkt klarer und sachlicher, die neue Front im Stil anderer Dacia-Modelle betont die Breite, so gut es geht. Doch mit 1,58 Meter ist der Spring eins der schmalsten Autos auf dem Markt und mit 1,52 Meter nicht eben niedrig. Das wird vor allem am Heck deutlich. Der Radstand bleibt bei 2,42 Meter, die Karosserie ist drei Zentimeter kürzer und kommt auf 3,70 Meter zwischen den durchgefärbten Stoßfängern.

Das Gewicht bleibt unter einer Tonne, 984 Kilogramm wiegt die Topversion Extreme. Das sind sechs Kilogramm mehr als bisher für neue, vorgeschriebene Assistenzsysteme und etwas mehr Ausstattung. Das Kofferraum-Volumen gibt Dacia mit 308 bis 1.004 Liter an – hinter der Rückbank 18 Liter mehr und bei umgelegten Lehnen 96 Liter weniger als bisher. Unter der Fronthaube nimmt ein 35 Liter großer Frunk Ladekabel oder eine Tasche auf.

Bidirektionales Laden, 220 km Reichweite

Brick Red und Sahara Beige sind zwei neue Farben, sechs gibt es insgesamt. Zwei Motor- und drei Ausstattungsvarianten bietet Dacia an. Die Basis "Essential" hat immer den 33-kW-Elektromotor. In der mittleren Linie "Expression" (Klimaanlage, Lichtautomatik, Regensensor) besteht die Wahl zwischen 33 und 48 kW. Mit dem Basismotor erreicht der Spring aus dem Stand in unter 20 Sekunden 100 km/h. Der stärkere Motor nimmt sich dafür weniger als 14 Sekunden.

Die Topversion "Extreme" hat den 48-kW-Antrieb und außerdem einen 10-Zoll-Bildschirm mit kabellosem Apple Carplay und Android Auto und ein bidirektionales Ladegerät. Ein 30-kW-Gleichstromlader kostet extra, das war bisher schon so beim Dacia Spring. Serienmäßig lädt der 26,8-kWh-Akku mit 7 kW Wechselstrom. Die Reichweite soll bei "über 220 Kilometer für alle Versionen" liegen.

Neues Cockpit, neue Assistenz

Das Cockpit hat Dacia neu gestaltet. Den Fahrer informiert ein grafisch schlicht gestaltetes 7-Zoll-Display vor dem Lenkrad über die nötigsten Daten. Die Topversion "Extreme" hat außerdem ein 10-Zoll-Display für das Multimediasystem, das oberhalb der Lüftungsdüsen in der Mittelkonsole platziert ist. Deren Gestaltung nimmt die Y-förmige Grafik der Tagfahrleuchten auf. Weiße Elemente sollen für eine frische Atmosphäre sorgen, zahlreiche Ablagen für Praxisnutzen. Dacia hat für die zahlreichen Ablagen im Innenraum ein Gesamtvolumen von 33 Liter errechnet. Diese lassen sich mit Zubehör wie etwa einem You-Clip-Smartphonehalter, Taschenhaken oder einem Becherhalter aus einem 3D-Drucker flexibel nutzen.

Europäische Vorschriften erfüllt der Spring mit Advanced Driver Assistance Systemes (ADAS): Es enthält ein Notbremssystem mit Fahrzeug-, Fußgänger-, Radfahrer- und Motorraderkennung, Verkehrszeichenerkennung mit Geschwindigkeitswarnung, Einparkhilfe hinten, Spurwechselwarnung, Spurhalteassistent, Aufmerksamkeitswarner und den automatischen Notruf eCall.

Fahreindrücke

Wer etwa auf das Tempolimitgebimmel oder den Spurhalter verzichten möchte, kann sein personalisiertes Assistenzprofil via Doppelklick auf die Taste stressfrei laden. Genauso einfach läuft die Klimasteuerung über Drehregler und Tasten. Bevor das alles aber überhaupt geht: Schlüssel ins Zündschloss stecken, drehen – und dann ganz alte Schule: Den Antrieb aktiviert man, indem man einen Schlüssel in ein Zündschloss steckt.

Die Fahreigenschaften sind innerorts gar nicht schlecht: Die 65 PS sind in Ordnung, die Bremsleistungsdosierung klappt intuitiv, und im neuen B-Modus zieht die Rekuperation beim Lupfen des Fahrpedals etwas an. Auch die Lenkungszentrierung läuft nach dem Abbiegen nun so, wie man das von den meisten Autos kennt.

Über Land kommt der Kurze ebenfalls zurecht, jedoch wankt er in Kurven ziemlich stark – subjektiv sogar sehr stark, weil die konturarmen Sitze keinen Halt geben. Auch sind sie so hoch positioniert, dass der breite Teil der A-Säulen für viele Fahrer auf Augenhöhe liegt, zudem blockieren auch die dicken C-Säulen-Verkleidungen die Rundumsicht. Dafür federt der Spring für einen Mini ziemlich anständig.

Wünschenswert wäre eine zumindest etwas bessere Audioanlage, denn mit der vorhandenen klingt Musik so wie in Kleinwagen aus den Achtzigern. Dafür reagiert das Infotainment meist zügig, unterstützt Apple CarPlay sowie Android Auto kabellos und bietet auch eine Dacia-eigene Navi-Software. Der Fahrzeugpfeil läuft auf der Karte allerdings teilweise neben der Straße und auch nach dem Abbiegen dauert es mitunter, bis der Pfeil wieder an der richtigen Stelle ankommt.

Schlechte Crashsicherheit

Obwohl die Außenhaut der Karosserie stark modifiziert wurde, bleibt sie strukturell unverändert. Die Crashsicherheit bleibt ergo gleich: Euro-NCAP bewertet den Schutz auf den vorderen Plätzen mit lediglich 49 Prozent. Ein ebenfalls 3,70 Meter kurzer Toyota Aygo X erreichte in der Prüfung immerhin 79 Prozent.

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Fazit

Dacia bringt im Sommer 2024 den überarbeiteten Spring auf den Markt. Der Elektro-Kleinwagen erhält eine neue Karosserie und ein frisches Interieur. Die Preise sinken deutlich, die Basisversion startet bei 16.900 Euro. Die Reichweite liegt bei über 220 Kilometern. Trotz neuer Assistenzsysteme bleibt die Crashsicherheit unverändert. Dacia bleibt der günstigste Anbieter von Elektroautos in Europa. Informiere dich hier.