Ford Mustang Mach-E Modellpflege
Mehr GT-Power, höhere Reichweite, schneller laden

Ford spendiert dem Mustang Mach-E erneut eine tiefgreifende Modellpflege. Die GT-Topversion profitiert in Form eines Performance-Upgrades. Der Standard-Mach-E wird zumindest an der Ladesäule schneller.

Der Ford Mustang Mach-E ist inzwischen seit gut drei Jahren auf dem Markt. Ein paar kleinere Auffrischungsmaßnahmen gab es in diesem Zeitraum bereits. Nun folgt schon die zweite größere Modellpflege-Maßnahme, die Ford vorerst für Exemplare mit US-Spezifikation vorsieht. Davon profitiert insbesondere der Mustang Mach-E GT. Und zwar in Form eines Performance-Upgrades (siehe Video über dem Artikel), welches das Topmodell stärker und schneller macht.

Der große E-Ratgeber

Ford Mustang Mach-E GT mit Performance-Upgrade

Im Zuge der Modellpflege zieht bei allen Mustang-Mach-E-Varianten an der Hinterachse ein neuer, leichtgewichtigerer E-Motor ein. Der GT erhält darüber hinaus einen thermisch optimierten und elektronisch neu kalibrierten Antriebsstrang. Die Maßnahmen heben beim GT zwar nicht die Leistung an (sie verharrt bei 487 PS), aber bei Buchung des Performance-Upgrades das Drehmoment. War bei der US-Version des Mach-E GT bisher bei höchstens 813 Newtonmeter Schluss, liegt das Maximum künftig sogar bei 949 Newtonmetern. Davon profitiert das Beschleunigungsvermögen des Elektro-Crossovers. Von null auf 60 mph (96,6 km/h) geht es nun in 3,3 statt 3,8 Sekunden. Die Viertelmeile wird in 11,8 statt 12,4 Sekunden absolviert, wobei am Zielstrich über 183 km/h anliegen.

Zum Serienumfang des Performance-Upgrades gehören ferner spezielle Sportsitze in der ersten Reihe, das adaptive und elektronisch gesteuerte Magne-Ride-Dämpfungssystem sowie leistungsstarke Brembo-Bremsen. Es ist beim neuen Offroad-Sportler Ford Mustang Mach-E GT Rally serienmäßig an Bord und für alle anderen GT-Modelle optional erhältlich. Übrigens auch nachträglich in Form eines "Over-the-Air-Updates". Darüber hinaus ist eine optische Individualisierung des Mustang Mach-E GT in Form des "Bronze Appearance Packages" möglich. Hier tragen die 20-Zoll-Aluminiumfelgen, die Türschriftzüge und GT-Plaketten sowie der stilisierte Kühlergrill die namensgebende Farbe.

Mehr Reichweite und Ladetempo für alle Mach-E

Doch auch Käuferinnen und Käufer eines Standard-Mach-E profitieren im Zuge der Modellpflege von Verbesserungen. Vor allem wegen des neuen Hinterachs-Motors und weiterer Detailoptimierungen steigt die Reichweite im Vergleich zum Ur-Mach-E von 2021 spürbar. Nach US-EPA-Norm kommt der 2024er Mustang Mach-E in seiner reichweitenstärksten Version (Premium-Ausstattung mit 91-Kilowattstunden-Batterie und Heckantrieb) auf 515 Kilometer. Das Plus beträgt hier ebenso 32 Kilometer wie beim Basismodell Select mit Standard-Akku und nur einer angetriebenen Achse (402 Kilometer). Der Aktionsradius des stets allradgetriebenen und mit großem Energiespeicher bestückten Mustang Mach-E GT wächst immerhin um 16 auf 451 Kilometer.

Gleichzeitig sollen sich die Batterien am Gleichstrom-Schnelllader nun flotter mit neuem Strom füllen lassen. Ford spricht von einer Verbesserung von fast 20 Prozent, wobei eine Ladung von zehn auf 80 Prozent der Kapazität bei der Extended-Range-Batterie nur noch 36 Minuten dauern soll. Beim Standard-Akku sind es lediglich 32 statt 33 Minuten, wobei hier bereits bei der letzten Modellpflege vor rund einem Jahr eine Verbesserung erreicht wurde. Grund dafür war die damals bei den Einstiegsversionen neu eingeführte Batterie mit neuer Lithium-Eisenphosphat-Zellchemie (LFP), wodurch sich zudem die nutzbare Kapazität von 70 auf 72 Kilowattstunden erhöhte. Außerdem kann der Mustang Mach-E per Wechselstrom-Ladegerät nun häufiger auf 100 Prozent seiner Kapazität geladen werden.

Weitere Verbesserungen der 2023er-Modellpflege

Die Allradversion profitierte zusätzlich von einer gestiegenen Leistung. Von 198 kW (269 PS) ging es hinauf auf 232 kW (315 PS). Das maximale Drehmoment blieb mit 580 Newtonmetern gleich. Das Fahrassistenz-Paket Blue-Cruise hatte Ford bei der 2023er-Modellpflege ebenfalls verbessert. In der aktuell genutzten Version 1.2 ist es zu selbstständigen Fahrspurwechseln fähig und kann den Mustang Mach-E in der eigenen Fahrspur auch dann sicher positionieren, falls nebenher fahrende Fahrzeuge zu nahe kommen. Das System ist hardwareseitig bereits installiert und lässt sich per Over-the-Air-Software-Update zu- und abschalten. Wer sich dafür interessiert, kann Blue-Cruise nun in einem Zeitraum von 90 Tagen kostenfrei testen und erst danach ein kostenpflichtiges Abo abschließen.

Die US-Preise des Ford Mustang Mach-E

In den USA bleibt der Ford Mustang Mach-E weiterhin deutlich günstiger als hierzulande. Das Basismodell Select mit Standard-Akku und Heckantrieb kostet dort 39.995 Dollar (aktuell umgerechnet etwa 36.800 Euro); in Deutschland liegt der Grundpreis ohne Rabattierung bei mindestens 55.800 Euro. Für den GT werden in den USA Preise ab 53.995 Dollar (49.700 Euro) fällig, während er bei uns ab 77.300 Euro angeboten wird. Das Performance-Upgrade kostet in den Vereinigten Staaten 995 Dollar (916 Euro) extra, während das "Bronze Appearance Package" für zusätzliche 1.995 Dollar (1.837 Euro) erhältlich ist. Wann und zu welchen Preisen die Pakete auch in Deutschland angeboten werden, ist noch nicht klar.

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Fazit

Ford führt beim Mustang Mach-E eine weitere Modellpflege durch. Sie beschert dem GT-Topmodell auf Wunsch mehr Power und ein neues Erscheinungsbild mit bronzefarbenen Akzenten. Die Standardversionen kommen nun weiter und laden schneller.