Zukunfts-Strategie Rolls-Royce
Kein Hybrid, kein V12 , viel Strom

Rolls-Royce verabschiedet sich vom ikonischen V12. Einen Hybrid-Antriebsstrang soll es laut CEO nicht geben – die Zukunft ist rein elektrisch.

Rolls-Royce Spectre Elektro Strategie V12 Ende Collage
Foto: Rolls-Royce / Patrick Lang

Es gibt noch eine Schonfrist für übersolvente Verbrenner-Fans. Alle kommenden Facelift-Modelle der Nobelmarke Rolls-Royce (Phantom, Ghost und Cullinan) werden standesgemäß mit V12-Motor ausgeliefert. Doch dann schwebt da eine Zahl im Raum, die aktuell noch abstrakt und in weiter Ferne scheint: 2030. Ab diesem Jahr wollen die Briten rein elektrisch unterwegs sein. Kein V12 mehr, keine Kompromisse. Selbst ein Umweg über hybridisierte Antriebsstränge scheidet laut CEO Thomas Müller-Ötvös aus.

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Das Datum ist zwar nicht neu, doch gegenüber der britischen Autocar hat der Marken-Boss einmal mehr bekräftigt, dass es keine neuen Rolls-Royce-Modelle mehr mit Verbrennungsmotor geben werde und ab 2030 gar keinen Rolls mehr mit V12. Den Anfang der neuen elektrischen Ära macht der Spectre, dessen Prototyp wir bereits fahren durften. Weitere neue Elektromodelle sind bislang nicht bekannt.

Kunden lieben die Preispolitik

Ob V12 oder EV – an der grundsätzlichen Ausrichtung von Rolls-Royce wird sich nichts ändern. Volumenmodelle stehen nicht auf dem Programm, Exklusivität soll das oberste Gebot des Herstellers bleiben. "Unsere Kunden lieben es, dank Fahrzeugpreisen von mehr als 500.000 Euro einem exklusiven Club beizutreten", zitiert die Autocar Müller-Ötvös weiter. Auch seitens BMW erhalte man keine Volumen-Ziele; es gehe nur um natürliches Wachstum und Profitabilität.

Dabei helfen sicherlich die Sondermodelle kräftig mit, die bis zum Ende der Verbrenner-Epoche geplant sind. Einige exklusive Sammler-Stücke à la Boat Tail sollen auf den letzten Metern entstehen, deren Stückzahl sich maximal im mittleren einstelligen Bereich bewegt. Welche Auswirkungen derlei Limitierungen auf den Stückpreis haben, können Sie sich denken. Der Preis des eben genannten Boat Tail soll sich mehreren Quellen zufolge nördlich der 20 Millionen Euro bewegen.

Dagegen scheint der erste E-Rolls ein regelrechtes Schnäppchen zu sein. Mit rund 380.000 Euro ist der Luxus-Stromer für Rolls-Royce-Verhältnisse moderat eingepreist. Aber wer kauft bei dieser Marke schon ein Serienmodell ohne Extra-Wünsche? Wie diese Wünsche aussehen können, sehen Sie übrigens in unserer Fotoshow oben im Artikel. Da haben wir all die spektakulären und teilweise skurrilen Rolls-Royce-Sonderanfertigungen der letzten Jahre zusammengetragen.

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Fazit

Rolls-Royce wird elektrisch. Ab 2030 ist der legendäre V12 Geschichte, dann soll es nur noch reine E-Fahrzeuge geben. Ein Umweg über hybridisierte Antriebsstränge scheidet laut CEO Müller-Ötvös aus. Immerhin: Bis zum Ablauf der selbst gesetzten Frist wird es noch Facelift-Modelle von Phantom, Ghost und Cullinan mit V12 geben, sowie einige limitierte Sondermodelle für "Besonders-Gut-Verdiener".