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Toyota BZ3C und BZ3X: Neues Elektro-Doppel für China

Toyota BZ3C und BZ3X
Neues Elektro-Doppel für China

Toyota stellt in Peking zwei neue E-Modelle für den dortigen Markt vor: den BZ3C als Crossover und den BZ3X als klassischen SUV. Wie sieht die internationale Perspektive aus?

Toyota BZ3X und BZ3C Elektro-SUV und Crossover China
Foto: Toyota Motor Corporation

Toyota unterhält in China zwei Joint-Ventures mit einheimischen Autoherstellern: eines mit FAW und ein weiteres mit GAC. Damit beide Firmen zu ihrem Recht in Form neuer Elektro-Modelle kommen, präsentiert jedes der Gemeinschaftsunternehmen eine eigene Neuheit auf der noch bis zum 4. Mai 2024 stattfindenden Peking Auto Show. Einerseits zeigt Toyota gemeinsam mit FAW den BZ3C in SUV-Coupé beziehungsweise Crossover-Gestalt und in Zusammenarbeit mit GAC den als klassischen SUV konzipierten BZ3X.

Der große E-Ratgeber

Toyota BZ3C

Der BZ3C orientiert sich optisch stark an der Studie BZ Compact SUV Concept, die im Dezember 2022 auf der L.A. Auto Show vorgestellt wurde. Die Karosserie weist harmonisch fließende Formen auf, wobei das Heck die Schokoladenseite darstellt. Hier gehen die Seitenfenster fast nahtlos in die flach abfallende Heckscheibe über, eine scharfe Abrisskante definiert das hintere Ende des Autos. Die Dachpartie zeigt sich an den Flanken durch eine Chromleiste von den Fenstern abgetrennt und endet in zwei seitlichen Spoilerelementen, während die schmale Lichtleiste über die gesamte Breite ver- und seitlich bumerangförmig ausläuft.

Die vorderen Scheinwerfer greifen diese Optik auf. Ansonsten zeigt sich die Front sehr flächig gestaltet. An den Seiten des BZ3C fallen schwarze Styling-Elemente an den runden Radläufen sowie über dem Schweller auf. Hinzu kommen bündig in die Karosserie eingelassene Türöffner. Die Ladeklappe sitzt über dem linken Hinterrad.

Innen geht es farbenfroh zu – zumindest auf den ersten Pressebildern. Hier zeigt sich das BZ3C-Interieur in frischem Rot, wobei auf den Sitzflächen und -lehnen, an die ausgeprägte Seitenwangen grenzen, ein dezenter Farbverlauf zu erkennen ist. Zudem lockern zahlreiche Ambiente-Lichtleisten die Atmosphäre auf. Unter der Mittelkonsole gibt es ein großes Ablagefach, während auf ihr diverse Regler und Tasten beheimatet sind. Darüber thront ein großer, horizontal ausgerichteter Touchscreen. Das Fahrer-Informations-Display sitzt nicht direkt hinter dem Lenkrad, sondern weit in Richtung Windschutzscheibe gerückt.

Toyota BZ3X

Als praxisbetonter SUV kommt dagegen der neue, zusammen mit GAC entwickelte und produzierte BZ3X daher. Hier gibt es ein klassisches, von einem durchgehenden Spoiler beschirmtes Steilheck und eine strikte Trennung von Seiten- und Heckfenster per D-Säule. Vorn ist die Lichtleiste genauso schmal wie beim BZ3C, jedoch scheinen die Hauptscheinwerfer in die Frontschürze ausgelagert worden zu sein. Das hintere Pendant läuft an den Seiten jeweils dreiecksförmig nach unten aus. Die Kunststoffplanken an den Radläufen sind etwas eckiger, die Front ragt etwas höher auf als beim FAW-Pendant. Bei beiden Modellen befindet sich an der vorderen Dachkante ein abgesetztes Gehäuse, das Technik für autonome Fahrfunktionen aufnimmt.

Innen wird der komfortbetonte Charakter des Toyota BZ3X auf den ersten Blick deutlich: durch gesetztere Farben, sesselartige Sitze und noch mehr Ablageflächen als beim BZ3C. Hier befindet sich das kleine Fahrer-Informations-Display direkt hinter dem Lenkrad. Ein Panorama-Glasdach gibt den Blick zum Himmel frei.

Elektroantrieb

Zur möglichen Antriebstechnik des BZ3C und BZ3X hüllt sich Toyota weiterhin in Schweigen. Klar ist bislang lediglich, dass es sich um batterieelektrische Modelle handelt. Das China-Duo dürfte aber auf der e-TNGA-Plattform aufbauen, mit der Vorderrad-, Hinterrad- und Allradantrieb möglich sind. Die Batterien lassen sich von 50 bis 100 kWh skalieren, die Reichweiten variieren damit zwischen 300 und 600 Kilometern. Kombiniert werden kann die Plattform mit zwei E-Motor-Typen mit Leistungen von 80 bis 150 kW (109 bis 204 PS).

Marktstart und Preise

Sowohl der BZ3C als auch der BZ3X sollen innerhalb eines Jahres auf den chinesischen Markt kommen. Preise nennt Toyota bisher nicht. Keinerlei Informationen gibt es zudem zur internationalen Perspektive beider Modelle. Dass ein elektrisches Pendant zum Hybrid-Crossover C-HR geplant ist, ist ein offenes Geheimnis. Ob dieses Modell dann ebenfalls BZ3C heißen und um einen kompakten SUV-Bruder namens BZ3X ergänzt wird, darf trefflich spekuliert und angeregt debattiert werden.

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Fazit

Toyota enthüllt auf der Peking Auto Show mit dem BZ3C und BZ3X zwei Elektro-SUV für den chinesischen Markt. Zur Technik des Duos ist noch nicht viel bekannt. Wahrscheinlich ist, dass beide Modelle auf der vielseitigen e-TNGA-Plattform des japanischen Herstellers basieren.