E-Crossover aus Japan
Elektro-Flaggschiff von Toyota wird kein SUV

Toyota investiert stark in die Elektromobilität. Eine neue E-Plattform und eine eigene Batteriefertigung stehen bis 2026 auf dem Plan. Noch vorher sollen sechs neue E-Autos nach Europa kommen. Darunter auch der große Sport Crossover – mit China-Genen.

Toyota Sport Crossover Concept
Foto: Toyota

Toyota wirkt bei der batterie-elektrischen Mobilität trotz jahrzehntelanger Hybrid-Dominanz wie ein Nachzügler. Doch mit dem neuen Chef Koji Sato will der größte Autobauer der Welt jetzt aufholen. Das ambitionierte Ziel bis 2026: 1,5 Millionen verkaufte Elektrofahrzeuge jährlich. Zusätzlich zum geplanten Entwicklungsbudget will Toyota bis 2030 dafür nochmals rund sieben Milliarden Euro investieren.

Mittlerweile haben die Japaner zahlreiche Elektro-Konzeptfahrzeuge vorgestellt, die sich neben, oberhalb und unterhalb des 4,69 Meter langen E-SUV bZ4X positionieren sollen. Das nochmals längere, coupéhafte Sport Crossover Concept soll ab 2025 als bZ5X auf den Markt kommen und das vorläufige Flaggschiff der Elektro-Familie werden. Wobei Toyota überlegt, von der kryptischen bZ-Nomenklatur Abstand zu nehmen, um den Autos wieder richtige Namen zu spendieren. Wie das Elektro-Dickschiff heißen soll, verraten die Japaner noch nicht.

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Technik-Infos: Keine

Ebenso hält Toyota die technischen Daten des Sport Crossover Concept unter Verschluss. Antrieb, Abmessungen – alles noch geheim. Einzig ein paar blumige Aussagen ("mit Funktionen ausgestattet, die den jüngeren Kunden oder der Generation Z einen persönlichen Raum bieten") gab es keine genauen Hinweise zu Technik und Ausstattung. Immerhin verspricht Toyota einen hohen Fahrkomfort mit extra viel Beinfreiheit im Fond, die volle Funktionalität von fünf Türen und einen großen Kofferraum.

Das Sport Crossover Concept gesellt sich zum kleineren Urban SUV Concept und dem Van-artigen SUV Flex-Space Concept. Alle Studien wirken bereits recht seriennah. Für den Innenraum der drei Modelle gilt das eher nicht. Der dürfte bei den Serienautos etwas konservativer ausfallen. Das Konzept mit einer zweigeteilten Display-Landschaft, in den Showcars mit einem niedrigen und breiten Instrumentenbildschirm und einem mittigen größeren Multimedia-Monitor, könnte dagegen bereits der Planung für die späteren Serienmodelle entsprechen.

Zwei chinesische Partner

Interessant ist außerdem, dass Toyota für die angekündigte Markteinführung 2025 zwei verschiedene Kooperationspartner nennt. Das Sport Crossover Concept wurde von einem Joint Venture aus Toyota, BYD und FAW entwickelt und soll über das Label FAW Toyota Motor produziert und vermarktet werden. Das SUV bZ Flex Space Concept wiederum wird gemeinsam von Toyota und der Guangzhou Automobile Group Co., Ltd. (GAC) entwickelt und soll von GAC Toyota Motor produziert und verkauft werden. An beiden Joint Ventures hält Toyota jeweils 50 Prozent Anteile.

Ob auch das Flex-Space-Concept über den chinesischen Markt hinaus angeboten wird und damit möglicherweise auch nach Deutschland kommt, ist noch ungewiss. Bislang haben beide Joint Ventures ausschließlich für China produziert. Das Sport Crossover Concept ist hierzulande aber fest eingeplant und dürfte dann mit dem Hyundai Ioniq 6, Nio ET5 oder gar dem Mercedes EQE auf starke Konkurrenten treffen.

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Fazit

Als Teil der Elektroautostrategie, die bis 2026 sechs neue E-Modelle für Europa vorsieht, hat Toyota etliche Konzepte dieses Plans vorgestellt. Der Coupé-artige Crossover soll 2025 oberhalb des bZ4X auf den Markt kommen. Technische Daten oder Preise verraten die Japaner noch nicht.

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