VW ID.X Performance Elektro-Konzeptstudie
Dieser ID.7 hat 558 PS

VW präsentierte beim ID.-Treffen in Locarno das Showcar ID.X Performance. Die Vision einer elektrischen Sportlimousine reizt die Möglichkeiten des Modularen E-Antriebs-Baukastens MEB voll aus.

VW ID.X Performance Elektro Konzeptstudie
Foto: Volkswagen AG

In Kürze feiert Volkswagen die Markteinführung des neuen ID.7 (siehe Video). Die Elektro-Limousine ist bereits in ihrer Standardvariante mit einem an der Hinterachse positionierten und 210 kW (286 PS) sowie maximal 550 Newtonmeter starken E-Motor alles andere als schwächlich unterwegs. Zudem will VW schnell eine GTX-Version nachschieben, die dann über zwei Motoren, Allradantrieb und vermutlich 250 kW (340 PS) verfügt. Doch das muss nicht das Ende der Leistungs-Fahnenstange sein, wie das Showcar ID.X Performance zeigt, das kürzlich beim ID.-Treffen in Locarno debütierte.

Der große E-Ratgeber

Die in der Stadt im Schweizer Kanton Tessin enthüllte Konzeptstudie "reizt die Möglichkeiten des MEB aus", sagt Maria Soni Reissfelder, Head of Marketing & Sales VW ID.-Family. Wie der kommende ID.7 GTX verfügt der ID.X Performance über ein zweimotoriges Antriebs-Layout mit einem permanenterregten Synchronmotor an der Hinter- und einem Asynchronmotor an der Vorderachse. Die Vorteile dieses Antriebstyps sollen in seiner kurzzeitigen Überlastfähigkeit sowie in besonders geringen Schleppverlusten liegen. Daher eigne sich dieser Motortyp optimal, um kurzzeitig mehr Leistung in einem Boost-Modus bereitzustellen, sagt VW.

Mit 558 PS und Sportfahrwerk

VW gibt die Leistung des ID.X Performance mit 411 kW (558 PS) an. Die Steuerung des Antriebsmoments übernimmt ein Fahrdynamik-Manager, der ebenfalls die Arbeitsweise der Hinterachsquersperre kontrolliert. Vom Fahrerplatz aus lässt sich die Funktion über ein separates Display mit 17-Zentimeter-Bildschirmdiagonale regeln, das sich von der Mittelkonsole Richtung Instrumententräger erhebt. Die Batterie hat übrigens ebenfalls mehr Power: Sie kann dauerhaft mehr Energie abgeben als ihr Pendant im Standard-ID.7 und bietet mit bis zu 200 kW Ladeleistung denselben Wert wie bei der ID.7-Modellvariante Pro S.

Das Fahrwerk schärfte das Team von Andreas Reckewerth, seines Zeichens Leiter Gesamtfahrzeug MEB, bei der Metamorphose vom VW ID.7 zum ID.X Performance ebenfalls nach. Dank besonders straffer Federn liegt die Elektro-Limousine nun 60 Millimeter tiefer; zudem wurde die Spur um 80 Millimeter verbreitert. Die 20 Zoll großen Sport-Leichtmetallfelgen mit Zentralverschluss tragen rundum 265er-Rennsportreifen von Michelin.

Breite Radläufe und Carbon-Komponenten

Rein optisch hätte VW den ID.X Performance auch als Showcar beim GTI-Treffen zeigen können. Frontsplitter, Heckflügel und -diffusor sind jeweils üppig dimensioniert und aus Carbon gefertigt. Die Radläufe zeigen sich verbreitert; dazwischen sitzen neu gestaltete Schwellerleisten. Im unteren Bereich zieht sich eine rote Linie um die gesamte Konzeptstudie. Dunkel getönte Rückleuchten runden die nachgewürzte Optik ab.

Im Interieur tauchen die roten Akzentlinien von außen wieder auf, und zwar an Armaturenbrett, Türinnenverkleidungen und Lenkrad. Die Carbon-Schalensitze tragen Bezüge mit roten Akzentstickereien. Ansonsten erscheint das Cockpit des VW ID.X Performance mit dem kleinen Fahrer-Informations-Display und dem großen zentralen Infotainment-Touchscreen sehr seriennah.

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Fazit

VW zeigte beim ID.-Treffen in Locarno, wie eine besonders dynamische Variante des ID.7 aussehen könnte. Das Showcar ID.X Performance verfügt über eine rundum versportlichte Optik und bietet technische Daten auf, von denen man nicht unbedingt dachte, dass sie im MEB schlummern.

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