Crazy Stats GP Saudi-Arabien 2024
Mittelfeld auf Punktediät

GP Saudi-Arabien 2024

Die Formel-1-Saison hat mit zwei identischen Rennen begonnen. Red Bull sammelt vorne praktisch alles ein, was geht. Die fünf hinteren Teams gehen fast leer aus. Wir haben die verrückten Zahlen in den Crazy Stats gesammelt.

Charles Leclerc - Formel 1 - GP Saudi-Arabien 2024
Foto: Wilhelm

Die Formel 1 hat sich diese Saison in eine Drei-Klassen-Gesellschaft verwandelt. Vorne fährt Red Bull alles in Grund und Boden. Dahinter kämpfen die vier Verfolger Ferrari, Mercedes, McLaren und Aston Martin verzweifelt um den Anschluss. Und die fünf Teams aus der unteren Hälfte der Tabelle fahren so weit hinterher, dass sie aus eigener Kraft kaum mal einen Punkt sammeln können.

Neben Red Bull darf eigentlich nur Haas mit dem Saisonstart zufrieden sein. Das US-Team hat seine Probleme mit dem Reifenverschleiß behoben. Und Nico Hülkenberg ist der einzige Fahrer aus dem hinteren Mittelfeld, der überhaupt etwas Zählbares vorzuweisen hat. In Saudi-Arabien profitierte der Rheinländer vom Ausfall Lance Strolls, der mit seinem Crash den harten Kampf um Rang zehn eröffnete.

Unsere Highlights

Bei acht Teams herrscht Katzenjammer nach dem Saisonstart. Vier Mal ist der Titel zu weit entfernt, vier Mal sind Punkte außer Reichweite. Vor allem im Rennen geht die Schere weit auseinander. Die Auswirkungen sind in der Konstrukteurswertung deutlich zu erkennen. Im Vorjahr konnten die unteren Teams noch 14 Zähler an den ersten beiden Wochenenden sammeln. Dieses Jahr blieb gerade mal ein Pünktchen übrig.

Guanyu Zhou - Formel 1 - GP Saudi-Arabien 2024
xpb

Bei Sauber brauchen die Piloten Geduld, wenn es zum Reifenwechsel geht.

Stillstand bei Sauber

Ganz am Ende der Tabelle liegt aktuell Alpine. Ein Blick in die Statistik zeigt, dass die Franzosen zuletzt vor sieben Jahren nichts Zählbares aus den ersten beiden Rennen mitgenommen haben. Damals ging die Equipe noch unter dem Namen Renault an den Start. Auch bei Sauber herrscht Frust, was vor allem an den Boxenstopp-Pannen liegt. Bei ihren sieben Reifenwechseln parkten Bottas und Zhou insgesamt mehr als 100 Sekunden vor der Garage.

Bei Williams steht ebenfalls noch die Null. Zu allem Überfluss wurde das Traditionsteam nun auch noch von Red Bull in der ewigen Siegerliste überholt. Im gleichen Zeitraum, in dem der Energy-Drink-Rennstall 115 Erfolge feierte, gab es für Williams nur noch einen einzigen Sieg – 2012 durch Pastor Maldonado. Die Älteren unter unseren Lesern werden sich vielleicht noch erinnern.

In den Crazy Stats unserer Galerie verraten wir Ihnen außerdem, warum auch Lewis Hamilton zu den Verlierern der bisherigen Saison gehört. Wir werfen einen genaueren Blick auf die nächsten Bestmarken, die Max Verstappen aufstellt. Und wir feiern das Debüt von Oliver Bearman, der als erster Pilot überhaupt bei einem Grand Prix zusammen mit dem Weltmeister aus seinem Geburtsjahr antreten durfte.