Power Ranking GP Mexiko 2023
McLaren als Fünfter auf Platz 2

GP Mexiko 2023

Mercedes und Ferrari haben sich im Duell hinter Max Verstappen neutralisiert. Aber eigentlich war McLaren besser. Wäre Lando Norris nicht von Platz 17 gestartet, hätte er den Mercedes und Ferrari eingeheizt.

Lando Norris - McLaren - GP Mexiko 2023 - Rennen
Foto: Wilhelm

Das Ergebnis spricht nur scheinbar eine klare Sprache. Max Verstappen gewinnt vor Mercedes und Ferrari. McLaren war diesmal nur vierte Kraft. Doch der Eindruck täuscht. Das Rennen von Lando Norris war schneller als das von Lewis Hamilton und Charles Leclerc.

Der Engländer musste auf dem Weg von Platz 17 auf Rang 5 insgesamt 13 Autos überholen. Er hatte einen Boxenstopp mehr und das Pech, dass sein vermeintlicher Gratis-Wechsel in der Safety-Car-Phase nur eine Runde später durch die rote Flagge an Bedeutung verlor. Das kostete wieder zwei Positionen. Beim Re-Start machte sich Norris das Leben ein zweites Mal schwer. Er stürzte auf Platz 14 ab.

Unsere Highlights

Doch Pannen und Pech zählen beim Formcheck nicht. Entscheidend ist der Speed des Autos und seine Konstanz im Rennen. Und da war der McLaren mindestens so gut wie Mercedes und Ferrari. Der 17. Startplatz war das Resultat unglücklicher Umstände. Die Aufholjagd sagte mehr über die Qualitäten des McLaren aus. Trotz einer Fahrt im Verkehr gingen die Reifen nicht ein, die Temperaturen nicht hoch, und auch der Topspeed stimmte.

Im Duell der Dinosaurier hatte Mercedes leicht die Nase vorn. Beide Autos funktionieren nach wie vor in einem engen Arbeitsfenster. Ferrari trifft es leichter im Qualifying auf eine Runde, Mercedes über die Distanz im Rennen. Am Ende zählen Punkte, und die gibt es nur am Sonntag.

Lance Stroll - Aston Martin - Formel 1 - GP Mexiko 2023 - Rennen
xpb

Aston Martin steht seit ein paar Rennen völlig neben sich.

Der Absturz von Aston Martin

Aston Martin stürzt immer weiter ab. Die Einführung des Upgrades kam zum falschen Zeitpunkt. Bei der Premiere in Austin raubte das Sprintformat den Ingenieuren Zeit, ihr modifiziertes Auto zu verstehen und zu optimieren. Aus dem Vergleichstest im Rennen ging der neue Unterboden als Sieger hervor.

Doch ob er wirklich besser ist, weiß man immer noch nicht. Die Strecke von Mexiko ist so speziell, dass man leicht auf Abwege geraten kann. Und Aston Martin steckte tatsächlich im Irrgarten. Die grünen Autos waren das ganze Wochenende über das Schlusslicht. Da im Rennen wieder beide Versionen gefahren wurden und kaum Besserung eintrat, liegt der Verdacht nahe, dass die Ingenieure sich mit dem Setup verrannt hatten.

Aston Martin rutscht in der Formtabelle nur nicht nach hinten ab, weil wir einen größeren Zeitraum betrachten. Doch Alpha Tauri und Williams beginnen dem Team, das einmal auf Platz 2 lag, langsam den Rang abzulaufen. Alpha Tauri, weil die vielen Upgrades langsam einschlagen. Williams, weil das Team und Alexander Albon meistens das Maximum aus ihrem Paket herausholen.

Alfa-Sauber war wie in Ungarn schnell auf eine Runde, flog aber sukzessive aus den Punkterängen. Valtteri Bottas und Guanyu Zhou zählten zu den Opfern des Abbruchs. Haas kam mit Mühe ins Q2, konnte dann aber lange in der Gruppe mit den Alpine, Alfa-Sauber und Williams mithalten. Bis wieder mal die Reifen einbrachen. Immerhin etwas später als sonst.

Daniel Ricciardo - Alpha Tauri - Formel 1 - GP Mexiko 2023 - Mexico City
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Alpha Tauri zeigte in Mexiko die beste Saisonleistung.

Unser Ranking zum GP Mexiko

  1. Red Bull (1)
  2. McLaren (3)
  3. Mercedes (2)
  4. Ferrari (4)
  5. Alpha Tauri (7)
  6. Williams (8)
  7. Aston Martin (5)
  8. Alfa-Sauber (10)
  9. Alpine (6)
  10. Haas (9)

*Platzierung nach dem GP USA