F1-Fotos GP Australien 2024 - Training
Drei Weltmeister neben der Spur

GP Australien 2024

Am Trainingsfreitag in Albert Park produzierte viel Arbeit für die Mechaniker. Die Piloten hatten sichtlich Probleme, ihre Autos auf der Strecke zu halten. In der Galerie zeigen wir die spektakulären Bilder.

Lewis Hamilton - Mercedes - Formel 1 - Melbourne - GP Australien - 22. März 2024
Foto: xpb

Der Albert Park Circuit ist bekannt als eine Strecke, die keine Fehler verzeiht. Auf den halböffentlichen Straßen in der malerischen Grünanlage stehen die Mauern dicht an der Ideallinie. Und dort, wo es ein bisschen Auslauf gibt, lauern Kiesbetten und hohe Randsteine auf zu optimistische Piloten.

Selbst Weltmeister Max Verstappen gehörte am Freitag zu den Opfern. Der Holländer rumpelte ausgangs von Kurve zehn heftig über die Kerbs und beschädigt sich den Unterboden. Dabei riss es auch die Befestigungsklammern aus dem Monocoque. Selbst die zweieinhalbstündige Mittagspause reichte nicht ganz, um den Schaden zu reparieren. Verstappen verlor im zweiten Training 22 Minuten.

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Auch bei Aston Martin ging ein Unterboden verloren. An der gleichen Stelle wie Verstappen war Fernando Alonso sogar noch einen Tick optimistischer unterwegs. Der Routinier rödelte weit hinter den Kerbs durch das Kiesbett und ramponierte sich dabei die Unterseite seines Dienstwagens. Immerhin konnte er den Einschlag in die Bande noch verhindern.

Max Verstappen - Red Bull - Formel 1 - Melbourne - GP Australien - 22. März 2024
xpb

Max Verstappen konnte die zweite Session erst mit 22 Minuten Verspätung beginnen.

Weltmeister auf Abwegen

Mit Lewis Hamilton traf ein ähnliches Schicksal auch noch den dritten Weltmeister im Feld. Der Ausflug durch die Wiese am Ende der Zielgeraden im ersten Training ging noch glimpflich aus. In der zweiten Übungseinheit flogen dann die Carbonteile, als der Silberpfeil auf dem Randstein von Kurve 10 aufsetzte. Hamilton konnte gar keine vernünftige Zeit bei seiner Quali-Simulation setzen und fand sich im Klassement auf Platz 18 wieder.

Am heftigsten biss die Strecke bei Alex Albon zu. Der Thailänder kam am Ausgang von Kurve 7 einen Tick zu weit auf die Sausage-Kerbs, wurde ausgehebelt und spielte anschließend Pingpong zwischen den ungeschützten Beton-Mauern. Die Aufhängungsteile schoben sich dabei in das Monocoque. Das bedeute Game Over. Ohne Chance auf eine Reparatur über Nacht und ohne Ersatz-Chassis muss einer der Williams-Piloten am Samstag zuschauen.

Auf die Frage, warum so viele Piloten die Strecke im Training verließen, äußerte Nico Hülkenberg zumindest eine Vermutung: "Es war heute extrem böig. Außerdem änderte der Wind mitten in der ersten Session die Richtung." Was die Fahrer ärgerte, freute die Fans. Die Zuschauer auf den ausverkauften Tribünen bekamen schon am Freitag viel Action zu sehen. Wir zeigen Ihnen einige Impressionen des Spektakels in der Galerie.