GP Japan 2024 - Ergebnis Rennen
Das Imperium schlägt zurück

GP Japan 2024

Max Verstappen hat souverän den Grand Prix von Japan gewonnen. Sergio Perez machte den überlegenen Red-Bull-Doppelsieg perfekt. Spannend war nur der Kampf um den letzten Podiumsplatz.

Sergio Perez & Max Verstappen - GP Japan 2024
Foto: Red Bull

Wer gedacht hatte, dass sich Red Bull durch den Bremsdefekt am Verstappen-Auto in Melbourne nachhaltig aus der Spur bringen lässt, der sah sich in Suzuka getäuscht. Das Weltmeisterteam ging mit beiden Fahrern aus der ersten Startreihe in den Japan-Grand-Prix und ließ auf den 53 Runden danach nichts anbrennen. Am Ende sprang der dritte Doppelsieg im vierten Rennen heraus.

Den Grundstein für seinen 57. Formel-1-Erfolg hatte Verstappen schon im Qualifying gelegt, als er Teamkollege Sergio Perez um 66 Tausendstel schlug und sich damit die Pole Position sicherte. Am Sonntag (7.4.) bekam Perez gleich zwei Chancen, die Reihenfolge am Start umzukehren. Beim ersten Anlauf waren Alexander Albon und Daniel Ricciardo bei der Anfahrt auf Kurve 3 ineinander gekracht.

Unsere Highlights
Alex Albon - GP Japan 2024
Motorsport Images

Nach dem Crash von Albon und Ricciardo musste das Rennen schon in der ersten Runde unterbrochen werden.

Startcrash sorgt für Unterbrechung

Der Williams und der Toro Rosso rutschten nach dem Kontakt durchs Kiesbett in die Bande. Wegen der aufwändigen Bergung und der Reparatur an den Reifenstapeln ließ die Rennleitung die roten Flaggen schwenken. Beide Piloten überstanden die Stunteinlage zum Glück unverletzt. Nach einer 28-minütigen Pause durfte sich das reduzierte Feld zum zweiten Mal an der Ampel aufstellen.

Das Ergebnis war aber das Gleiche. Verstappen verteidigte die Spitze souverän und rollte anschließend ungefährdet zum Sieg. "Das war ein sehr angenehmes Rennen heute", freute sich der Weltmeister. "Die Starts haben funktioniert. Die Pace auf den Stints war auch gut. Und die Strategie hat ebenfalls gepasst. Es hätte nicht besser laufen können. Nach dem kleinen Schluckauf in Melbourne sind wir wieder in der Spur."

Durch unterschiedliche Reifenstrategien hatte Perez dahinter etwas mehr zu kämpfen. Der Mexikaner musste sich nach seinem zweiten Stopp an Lando Norris und Charles Leclerc vorbeikämpfen, was aber dank frischerer Reifen kein Problem war. "Ich habe den Sieg heute schon im ersten Stint aus den Augen verloren. Da ist Lando durch den Undercut vorbeigekommen und ich musste mehr Gas geben, als ich wollte. Dadurch hat sich der Reifenverschleiß erhöht und Max konnte vorne wegziehen", ärgerte sich der Mexikaner. "Aber Suzuka war letztes Jahr eine meiner schlechtesten Strecken. Dieses Jahr war ich nah dran. Deshalb bin ich zufrieden."

Carlos Sainz - GP Japan 2024
Red Bull

Immer wenn Carlos Sainz dieses Jahr an den Start ging, kam er auch auf das Podium.

Sainz wieder auf dem Podium

Der Fight um den dritten Podiumsplatz wurde erst sieben Runden vor dem Ende entschieden. Charles Leclerc hatte sich dank einer alternativen Einstopp-Strategie erfolgreich von Startplatz acht nach vorne gearbeitet. Selbst der auf Rang drei gestartete Lando Norris musste sich früh gegen den Monegassen geschlagen geben, was auch an der unglücklichen McLaren-Taktik lag.

Carlos Sainz hatte seinen zweiten Stopp lange herausgezögert, wodurch er zwischenzeitlich hinter den eigenen Teamkollegen zurückgefallen war. Aber genau wie Perez hatte der Spanier am Ende keine Probleme, mit dem Vorteil frischer Reifen sowohl an Norris als auch an Leclerc vorbeizufahren.

Für den Melbourne-Sieger war der dritte Platz am Ende das bestmögliche Ergebnis. "Ich bin richtig happy mit dem Rennen. Weil sich zwischendurch Wolken vor die Sonne geschoben hatten und der Reifenverschleiß deutlich reduziert wurde, hatte ich schon befürchtet, dass der Einstopper schneller ist. Doch am Ende konnte ich einige gute Überholmanöver setzen, als es darauf ankam. Die Pace auf den harten Reifen im letzten Stint war wirklich sehr gut", freute sich der Madrilene.

George Russel & Lewis Hamilton - GP Japan 2024
xpb

Mercedes probierte es in Japan mit einer alternativen Strategie, ging damit aber baden.

Mercedes bricht Einstopper ab

Hinter Norris rollte Fernando Alonso auf der sechsten Position über den Zielstrich. Der Spanier musste sich in den Schlussrunden gegen George Russell und Oscar Piastri verteidigen, was ihm dank seiner ganzen Routine auch erfolgreich gelang.

Mercedes hatte seine Fahrer lange auf einer Einstopp-Strategie gehalten. Doch 15 Runden vor Schluss zogen die Ingenieure die Reißleine und holten die Piloten zum zweiten Mal zum Reifenwechsel. Russell konnte damit immerhin Piastri schlagen und den siebten Rang einfahren. Lewis Hamilton hatte nicht die Rennpace seines Teamkollegen. Der Rekordsieger musste sich mit Platz neun zufriedengeben.

Zur Freude der vielen Fans auf den Tribünen sammelte Yuki Tsunoda auf Rang zehn den letzten WM-Punkt ein. Der Japaner hatte einen schlechten ersten Start, machte die verlorenen Positionen aber beim zweiten Anlauf wieder gut. Bei Nico Hülkenberg lief es genau andersherum, Der Rheinländer ging auf Rang 11 leer aus. Auch Lance Stroll hatte trotz der guten Pace des Aston Martin keine Chance, Tsunoda den letzten Zähler streitig zu machen. Der Kanadier beendete ein frustrierendes Rennen auf Platz 12.

GP Japan 2024 - Ergebnis Rennen

Fahrer

Team

Zeit/Rückstand

1. Max Verstappen

Red Bull

1:54:23.566 h

2. Sergio Perez

Red Bull

+ 12.535 s

3. Carlos Sainz

Ferrari

+ 20.866 s

4. Charles Leclerc

Ferrari

+ 26.522 s

5. Lando Norris

McLaren

+ 29.700 s

6. Fernando Alonso

Aston Martin

+ 44.272 s

7. George Russell

Mercedes

+ 45.951 s

8. Oscar Piastri

McLaren

+ 47.525 s

9. Lewis Hamilton

Mercedes

+ 48.626 s

10. Yuki Tsunoda

Toro Rosso

+ 1 Runde

11. Nico Hülkenberg

Haas

+ 1 Runde

12. Lance Stroll

Aston Martin

+ 1 Runde

13. Kevin Magnussen

Haas

+ 1 Runde

14. Valtteri Bottas

Sauber

+ 1 Runde

15. Esteban Ocon

Alpine

+ 1 Runde

16. Pierre Gasly

Alpine

+ 1 Runde

17. Logan Sargeant

Williams

+ 1 Runde

18. Zhou Guanyu

Sauber

Ausfall

19. Daniel Ricciardo

Toro Rosso

Ausfall

20. Alexander Albon

Williams

Ausfall