Power Ranking GP Miami 2023
Aston Martin punktet mit Konstanz

GP Miami 2023

Ferrari und Mercedes präsentierten sich in Miami außer Form. Die Vorstellungen der beiden Red-Bull-Jäger sind zu unbeständig. Unter dem Strich hat Aston Martin das bessere Paket. Wir haben die Leistungen aller zehn Teams in unserem Formcheck analysiert.

Start - GP Miami 2023
Foto: Red Bull

Der GP Miami war ein guter Gradmesser. Es war ein Rennen ohne rote Flaggen, Safety-Cars oder VSC-Phasen. Max Verstappen und Sergio Perez mussten in ihrem Fernduell von der ersten bis zur letzten Runde Gas geben. Ihre Verfolger auch. Die Strecke bietet Kurven aller Art und zwei lange Vollgaspassagen, ist also repräsentativ. Damit sind die Abstände ein ehrlicher Spiegel, wer wo steht.

Das Ergebnis schmeichelt Red Bull Verfolgern nicht. Aston Martin verlor 26 Sekunden, damit eine knappe halbe Sekunde pro Runde. "Dieser Abstand zeigt, dass Red Bull überall das bessere Auto hat", gibt Teamchef Mike Krack ehrlich zu. Mercedes lag 33 Sekunden oder 0,57 Sekunden pro Runde zurück, bei Ferrari waren es 37 Sekunden oder 0,65 Sekunden pro Runde.

Unsere Highlights

Mercedes und Ferrari treibt das gleiche Problem in unterschiedlicher Ausstattung um. Beide Teams sind zu unbeständig. Von Rennstrecke zu Rennstrecke. Vom Training zum Rennen. Temperaturschwankungen oder der Grip vom Asphalt sorgen für große Ausschläge. Und keiner kann sich erklären, warum das so ist. Aston Martin dagegen ist eine Konstante. Fernando Alonso fuhr in jedem der ersten fünf Rennen um das Podium mit und hat es viermal davon geschafft.

Donnerwetter trotz doppelten Punkten

Ab Alpine beginnt das Mittelfeld, das eine Sekunde und mehr auf Red Bull verliert. Zwischen Alpine am oberen Ende und McLaren am unteren lagen in Miami 32 Sekunden. McLaren war nach dem hoffnungsvollen Auftakt mit dem ersten Upgrade in Baku komplett neben der Spur. Das Team führte es auf die Gripverhältnisse und die lang gezogenen Kurven zurück, die der McLaren MCL60 immer noch nicht kann.

Alpine führte das Mittelfeld an, bekam aber trotzdem von Firmenchef Laurent Rossi ein Donnerwetter zu hören. Er erwartet sein Team eine Etage höher und nicht als Best of the Rest. Dahinter hat Haas einen großen Sprung gemacht. Der neue Unterboden hat Wirkung gezeigt. Das muss er jetzt auch auf einer welligen Strecke wie Imola beweisen.

Alfa Romeo hatte plötzlich ein Auto fürs Q3 und weiß nicht warum. Alpha Tauri war schwach auf eine Runde und stark im Rennen, und kann das auch nicht so richtig erklären. Immerhin stand Williams dort, wo es die Teamleitung erwartet hatte.

Pierre Gasly - Alpine - GP Miami 2023
Alpine
Alpines CEO Laurent Rossi erwartet von seinem französischen Nationalteam mehr als das Prädikat "Best of the Rest".

Power Ranking GP Miami 2023

Hier das Power Ranking zum GP Miami im Kurzüberblick. Den detaillierten Formcheck aller zehn Teams finden Sie wie immer in der Galerie.

  1. Red Bull (1)
  2. Aston Martin (3)
  3. Mercedes (4)
  4. Ferrari (2)
  5. Alpine (6)
  6. Haas (8)
  7. Alpha Tauri (7)
  8. Alfa Romeo (10)
  9. Williams (9)
  10. McLaren (5)

* in Klammern Position nach dem GP Aserbaidschan

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