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F1-Wintertest 2025 in Bahrain: Daten und Infos

F1-Wintertests 2025 in Bahrain
Nur drei Teams wollen nach Barcelona

Wegen des Saisonstarts in Australien hatten einige Teams gehofft, dass die Wintertestfahrten nach Barcelona zurückkehren könnten. Doch am Ende setzte sich eine Mehrheit für Bahrain durch.

George Russell - GP Bahrain - Pirelli-Reifen - 2024
Foto: Wilhelm

Der Formel-1-Kalender wird 2025 etwas anders aussehen als in den vergangenen Jahren. Nach vier Auftaktrennen in Bahrain wird der Grand-Prix-Zirkus nächste Saison in Melbourne in seine neue Spielzeit starten. Am 16. März geht der Spaß in Down Under los. Weil der Ramadan 2025 über dem kompletten März liegt, wurden die Rennen in Bahrain und Jeddah in den April verlegt.

Als die Saison noch in Bahrain startete, fiel die Entscheidung der Teams über die Strecke für die Wintertestfahrten relativ schnell. Sie wurden einfach auf den Wüstenkurs von Sakhir verlegt. Wenn man sowieso schon mal dort ist, kann man sich Reisekosten sparen. Dem Logistik-Nachteil stehen stabile Wetterbedingungen auf der Positiv-Seite entgegen.

Unsere Highlights
Sergio Perez - Red Bull - Formel 1 - GP Bahrain - 1. März 2024
xpb

Bahrain setzte sich durch, obwohl der Logistik-Aufwand höher und die Klimabilanz schlechter ist.

Barcelona billiger und nachhaltiger

Die große Frage lautete nun, wie der Testwinter 2025 aussehen soll. Melbourne kam nicht in Frage. Australien wäre zwar auch wetterstabil, aber der Stadtkurs im Albert Park lässt sich nicht mal eben so schon zwei Wochen früher für Proberunden öffnen. Die problematische Ersatzteilversorgung aus den Fabriken im fernen Europa und das wenig repräsentative Streckenlayout warfen Melbourne direkt aus dem Rennen.

Dafür gab es im Fahrerlager einige Fürsprecher für eine Rückkehr nach Barcelona. Hier kann es Ende Februar zwar noch relativ kühl sein, dafür ist der Materialnachschub über den europäischen Landweg schnell und kostengünstig. Und die Strecke ist mit seinem abwechslungsreichen Layout sogar noch repräsentativer als Bahrain.

Für Barcelona sprachen neben den geringeren Fracht- auch niedrigere Reisekosten (Flüge & Hotels) für das Personal. 800.000 Euro hätten sich insgesamt pro Team sparen lassen können, rechnen uns Experten vor. 500.000 Euro davon müssen in das Budget-Cap einkalkuliert werden. Auch die Klimabilanz hätte bei Barcelona sicher besser ausgesehen als bei Bahrain.

Charles Leclerc - Pirelli-Reifentest Barcelona 2024
Pirelli

2026 könnte die Formel 1 zum Testen nach Barcelona zurückkehren. Dann stehen zwei Testwochen auf dem Programm.

Bahrain-Test 26. bis 28. Februar 2025

In der Abstimmung fanden sich am Ende mit Red Bull, Toro Rosso und Sauber aber nur drei Befürworter der katalanischen Grand-Prix-Strecke. Der Rest der Formel 1 will lieber nach Bahrain. Noch ist die Wahl aber nicht ganz fix. Das endgültige Votum findet in der nächsten Sitzung der F1-Kommission statt. Der Termin steht aber schon fest. Gefahren wird wie in diesem Jahr drei Tage lang – von Mittwoch, 26. bis Freitag, 28. Februar.

Die Autos reisen anschließend gleich weiter nach Down Under. Für das Personal geht es in den meisten Fällen noch einmal per Flugzeug zurück nach Europa. Bei einer Entscheidung für Barcelona wäre der Stressfaktor wegen der geringeren Reisezeiten sicher geringer ausgefallen.

Für die Wintertestfahrten 2026 wurde ebenfalls schon eine Entscheidung getroffen. Weil ein großer Reglementwechsel mit dem Einsatz ganz neuer Rennwagen ansteht, werden dann wieder zwei Testwochen angesetzt – wie es schon 2022 mit der Einführung der Groundeffect-Autos der Fall war. Damals wurde je drei Tage in Barcelona und Bahrain getestet.