Tiefstapeln in Monte Carlo
Alle reden sich schlecht

GP Monaco 2024

Am Donnerstag vor Monte Carlo will keiner gewinnen. Von Max Verstappen bis Carlos Sainz: Alle finden einen Grund, warum auch andere gewinnen können.

Lando Norris - McLaren - Formel 1 - GP Monaco - 23. Mai 2024
Foto: xpb.cc

Monte Carlo ist speziell. Die Strecke hat so viele Eigenheiten, dass selbst Experten mit ihren Prognosen leicht auf die Nase fallen. Fernando Alonso warnt: "Ich bin schon mit guten Autos nach Monte Carlo gekommen, und wir waren nicht gut. Oder umgekehrt." Mit dieser Weisheit im Hinterkopf verlegten sich alle Fahrer am Tag vor dem ersten Training aufs Tiefstapeln.

Sogar Vorjahressieger Max Verstappen will nichts von einem Pflichtsieg wissen. "Monte Carlo ist nicht unsere beste Strecke. Unser Auto mag keine Bodenwellen und Randsteine. Es ist zwar in den langsamen Passagen besser geworden, aber Ferrari war in Monte Carlo immer schnell, und McLaren ist zuletzt richtig stark geworden. Und dann gibt es da die Überraschungen. Mit Ocon hat im letzten Jahr keiner gerechnet. Ich erwarte ein schwieriges Wochenende"

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Ferrari fürchtet Qualifikationsschwäche

Auch bei Ferrari will man sich nicht zum Favoriten stempeln lassen. Carlos Sainz findet genug Gründe, warum ein Sieg in Monte Carlo kein Selbstläufer ist: "Langsame Kurven sind nicht unsere Stärke. Und zuletzt hatten wir auch Probleme unsere Qualifikationsrunden perfekt zu exekutieren. Deshalb will ich lieber die Erwartungen etwas dämpfen."

Carlos Sainz - Ferrari - Formel 1 - GP Monaco - 23. Mai 2024
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Carlos Sanz sieht Schwächen bei Ferrari in den langsamen Kurven.

Gleichzeitig räumt der Spanier ein, dass von drei Topteams jeder gewinnen könne, wenn er von der ersten Runde im Freitagstraining an bis zur Qualifikation alles richtig mache. Langsame Kurven hin oder her. "Monte Carlo ist ein Sonderfall. Da sind andere Dinge wichtiger: Mechanischer Grip, Federweg, Bodenfreiheit, Reifen die eine volle Runde Grip bieten."

Auch Lando Norris spielt lieber die vorsichtige Karte. "Imola hat gezeigt, wo wir noch Schwachstellen haben. Es waren die langsamen Kurven. Aber im Vergleich zum Vorjahr haben wir uns da stark verbessert. Und du kannst dich in Monte Carlo mit dem Setup voll auf die langsamen Kurven konzentrieren, weil es nichts anderes gibt."

Mercedes nur ein Außenseiter

Lewis Hamilton ist bei seinem 17. Monte Carlo-Start eher ein Außenseiter. Dem Mercedes traut man noch keine Siege zu, auch wenn kürzlich ein Aufwärtstrend zu beobachten war. So sieht es auch Hamilton: "Das aktuelle Auto ist berechenbarer und gutmütiger. Ich habe mehr Vertrauen als in die Vorgänger. Das Fenster, in dem es funktioniert, wird langsam größer. Im Schnitt mag unser Auto schnelle Kurven lieber. Wir hoffen, dass wir hier einen guten Kompromiss für langsame Kurven finden."

Mercedes - Formel 1 - GP Monaco - 23. Mai 2024
ams

Mercedes ist trotz der Verbesserungen noch kein Siegkandidat.

Auch George Russell fürchtet: "Wenn wir hier schnell sein wollen, müssen wir die Balance in langsamen Kurven verbessern. Da es fast nur langsame Kurven gibt, sollte uns das helfen." Das Trainingsduell der Mercedes-Duell steht 6:1 für Russell. Deshalb gilt die größte Sorge des dreifachen Monaco-Siegers Himilton dem Samstag: "Ich habe in diesem Jahr in der Qualifikation einige Schwierigkeiten. Ich arbeite daran, das zu verbessern."

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