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Alonso lässt im Qualifying Aston Martin glänzen

Aston Martin feiert dritten Startplatz
Alonso besser als sein Auto

GP China 2024

Der dritte Startplatz von Fernando Alonso überraschte selbst das Team. Eigentlich müsste sich der Aston Martin hinter Red Bull, Ferrari und McLaren anstellen. Alonso hatte noch nicht mal die perfekte Runde.

Fernando Alonso - Aston Martin - Formel 1 - GP China - Shanghai - 20. April 2024
Foto: Aston Martin

Der Samstag von Fernando Alonso verlief genau umgekehrt zu dem seines großen Rivalen Lewis Hamilton. Während Hamilton vom Himmel des zweiten Platzes im Sprint in die Hölle des Ausscheidens im Q1 stürzte, musste Alonso im Mini-Grand Prix von Shanghai einen Ausfall und eine Strafe verkraften. Drei Stunden später stellte er seinen Aston Martin aber auf den dritten Startplatz.

Damit hatten weder der Spanier noch sein Team gerechnet. "Normalerweise haben wir das viert- oder fünftschnellste Auto", gab Teamchef Mike Krack zu. "Das ist nicht die natürliche Position für dieses Auto. Wir sind zwei, drei Zehntel schneller als normal, und bei den knappen Abständen kann das den Unterschied ausmachen."

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Fernando Alonso - Aston Martin - Formel 1 - GP China - Shanghai - 20. April 2024
Aston Martin

Fernando Alonso zeigte auch in Shanghai seine Klasse und musste sich im Qualifying nur den Red Bull geschlagen geben.

Alonso wollte schon abbrechen

Der dritte Startplatz von Alonso auf trockener Fahrbahn ist nicht mit der gleichen Ausgangsposition in der Sprint-Qualifikation zu vergleichen. Der Regen am Freitag hatte ein bisschen Lotteriecharakter. Wer immer in der Lage war, Reifentemperatur zu generieren, stand am Ende vorne. Und wer es nicht schaffte, hatte keine Chance. Nicht einmal Max Verstappen.

So ganz aus dem Nichts kam Alonso Super-Runde jedoch nicht. Der 42-jährige Oldie zeigte schon im Q1 und Q2, dass mit ihm zu rechnen war. Und er kam mit einem Minimal-Kontingent an Reifen durch die beiden ersten K.O.-Runden.

Die beste Runde war dann seine letzte. Obwohl sie aus Sicht von Alonso nicht perfekt war: "Ich hatte in den ersten zwei Kurven zwei Zehntel verloren und wollte in der dritten schon abbrechen. Dann sagte ich mir: Wenn du bis Kurve 6 ein Zehntel zurückgewinnst, fährst du weiter. In den Kurven 9 und 10 habe ich das zweite Zehntel geholt und hinten raus noch mal zwei gutgemacht."

Fernando Alonso - Aston Martin - Formel 1 - GP China - Shanghai - 20. April 2024
Aston Martin

Platz drei war ganz nach dem Geschmack des Ex-Weltmeisters. Und das, obwohl seine Runde nicht perfekt war.

Rosberg adelt Alonso

TV-Experte Nico Rosberg ließ keinen Zweifel offen, wem das Team die Sternstunde verdankt. "Das war allein der Fahrer. Für mich ist Fernando einer der besten Fahrer aller Zeiten." Mike Krack mochte nicht widersprechen. Vor allem, wenn man den Abstand zu Lance Stroll sieht, der im Q2 hängenblieb. "Unser Auto ist nicht einfach zu fahren. Im Zuge der Aerodynamik-Entwicklung werden die Autos nicht unbedingt gutmütiger. Fernando weiß, wie er um die Probleme herumherum fahren muss. Das kann nicht jeder."

Am Sonntag wird der Ex-Champion wie in den Rennen davor wieder viel in den Rückspiegel schauen müssen. Der Aston Martin nimmt seine Reifen härter ran als die Ferrari, McLaren oder Mercedes. So war es auch im Sprint. Ab Runde 14 gingen die Reifen in die Knie. Alonso verteidigte sich einmal mehr mit Händen und Füßen und geriet dabei mit Carlos Sainz aneinander. Die Sportkommissare verpassten ihm erneut drei Strafpunkte. Womit der Veteran nicht einverstanden war. "Ich teile ihre Meinung nicht, aber sie haben die Macht, und ich muss es akzeptieren."

Fernando Alonso - Aston Martin - Formel 1 - GP China - Shanghai - 20. April 2024
Motorsport Images

Im Sprint-Rennen wehrte sich Alonso noch verbissen gegen die Konkurrenz und bekam drei Strafpunkte verpasst.

Aston Martin muss gutmütiger werden

Der Teamchef glaubt nicht, dass sich das Szenario vom Sprint im Hauptrennen wiederholt. Erstens haben die Ingenieure am Setup ein paar Korrekturen angebracht, zweitens wird mit unterschiedlichen Reifenmischungen gefahren und drittens teilen sich die Fahrer die Rennen ganz anders ein. "Es ist nicht so, dass da einfach drei Sprints aneinander gereiht werden. Da kommen nach dem ersten Stint noch 40 Runden hinterher. In den einzelnen Abschnitten wird viel mehr Reifenmanagement betrieben."

Das Ziel für den Sonntag liegt für Krack auf der Hand. "Beide Fahrer in den Punkterängen, und Fernando so weit vorne wie möglich." Mittelfristig müssen die Ingenieure liefern. Die Reifenabnutzung ist zwar schon besser geworden, aber noch nicht gut genug. "Das Auto muss gutmütiger werden", fordert Krack. Damit auch Stroll wieder ins Q3 kommt.