Jos Verstappen fordert Trennung
Mit Horner droht Red Bull eine Explosion

GP Bahrain 2024

Jos Verstappen hat sich öffentlich für eine Trennung Red Bulls von Teamchef Christian Horner ausgesprochen. Dem Team drohe sonst eine Zerreißprobe. "Es wird explodieren", sagte der Vater von Max Verstappen gegenüber der Daily Mail.

Jos Verstappen & Christian Horner - Red Bull - Formel 1 - GP Bahrain 2024
Foto: Motorsport Images

Bisher wurden die Schüsse gegen Christian Horner immer aus dem Verborgenen abgefeuert. Es gab durchgesteckte Infos an ausgewählte Medien oder anonyme E-Mails mit angeblichen Screenshots von brisanten Chatprotokollen, deren Echtheit sich aber nicht überprüfen lässt. Das Ziel lautete dabei stets, den Teamchef von Red Bull in seiner Position zu schwächen oder bloßzustellen.

Einige im Fahrerlager vermuten, dass unter anderem der Verstappen-Clan hinter den Attacken stecken könnte. Dafür gibt es aber keine Beweise. Auch die Tatsache, dass sich Jos Verstappen nur wenige Stunden nach dem Bahrain-Grand-Prix in der britischen "Daily Mail" erstmals offen für eine Trennung von Horner ausgesprochen hat, muss natürlich nichts heißen. Die Aussagen zeigen aber ganz klar, wie zerrüttet das interne Verhältnis ist.

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Max Verstappen äußerte sich bisher stets zurückhaltend auf Fragen zu seinem Teamchef.

Opfer oder Täter?

"So lange er in seiner Position bleibt, wird es zu Spannungen kommen", sagt der Niederländer laut Daily Mail über den Renstallboss seines Sohnes. "Das Team läuft Gefahr, auseinandergerissen zu werden. So kann es nicht weitergehen. Es wird explodieren. Er spielt das Opfer, dabei ist er derjenige, der die Probleme verursacht."

Der ehemalige Teamkollege von Michael Schumacher dementierte bei der Gelegenheit auch, dass er hinter den jüngsten Enthüllungen steckt: "Warum sollte ich das machen, wenn Max hier so erfolgreich ist."

Horner versuchte die Affäre am Samstag (2.3.) in Bahrain so gut es ging auszublenden. Ehefrau Geri war zum Saisonstart extra aus England angereist, um zu ihrem angeschossenen Ehemann zur Seite zu stehen. Auch der thailändische Mehrheitseigner des Red-Bull-Konzerns, Chalerm Yoovidhya, war vor Ort, um seine Solidarität zu beweisen. Solange er zu Horner hält, können die Konzernlenker in Österreich keine Trennung veranlassen.

Christian & Geri Horner - Formel 1 - GP Bahrain 2024
Motorsport Images

In Bahrain hatte Horner Red-Bull-Mehrheitsbesitzer Chalerm Yoovidhya und Ehefrau Geri zur Unterstützung an seiner Seite.

Horner will Posten nicht räumen

"Ich habe große Unterstützung innerhalb des Teams und der Firma", erklärte Horner in seiner Medienrunde nach dem ersten Saisonsieg von Max Verstappen. Über das geleakte Material, das angeblich Textnachrichten des Teamchefs enthalten soll, wollte der Brite nicht reden. "Ich gebe keinen Kommentar über Nachrichten mit anonymen Spekulationen ab. Ich werde auch keinen Kommentar dazu abgeben, welche Motive jemand haben könnte, der so etwas macht."

Freiwillig werde er seinen Posten auf keinen Fall räumen, bekräftigte der 50-Jährige. Er gehe davon aus, dass er weiter dauerhaft Teamchef von Red Bull bleiben wird: "Ich bin sicher, dass ich hier sein werde. Es gab einen langwierigen Prozess, der von einem unabhängigen Ermittler durchgeführt wurde. Die eingereichte Beschwerde ist abgewiesen worden. Das war’s damit. Mein Fokus gilt nun der anstehenden Saison und den nächsten Rennen."

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