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Neuer Vertrag: Darum bleibt Perez bei Red Bull

Neuer Vertrag für die Nummer 2
Darum bleibt Perez bei Red Bull

Red Bull hat den Vertrag mit Sergio Perez um zwei Jahre verlängert. Der frühe Zeitpunkt kam für viele überraschend. Doch Red Bull hatte gute Gründe frühzeitig auf den Mexikaner zu setzen.

Sergio Perez - GP Kanada 2024
Foto: Red Bull

Monte-Carlo ist ein gutes Pflaster für Sergio Perez. Zum zweiten Mal verlängerte der Mexikaner rund um den Stadt-Grand Prix seinen Red-Bull-Vertrag. Und beide Male gleich um zwei Jahre. 2022 nach einem Sieg. Diesmal nach einem monumentalen Crash und einem Ausscheiden im Q1.

Deshalb hat das Timing der Vertragsunterschrift viele überrascht. Nach vier Podestplätzen in den ersten fünf Rennen war die Formkurve des sechsfachen GP-Siegers zuletzt etwas abgeflacht. Fast gleichzeitig steckte der Red Bull RB20 leicht in der Krise. Ferrari und McLaren sind plötzlich ebenbürtige Gegner.

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Red Bull

Perez ist der perfekte Adjutant für Verstappen.

Druck der Konkurrenz hilft Perez

Der Druck der Konkurrenz erwies sich für Perez als der besten Mitspieler. "Es könnte noch eng in der Weltmeisterschaft werden", räumt Teamchef Christian Horner ein. Genau dafür ist ein starker Perez für Red Bull so wichtig. Keiner, der fürchten muss, dass im nächsten Jahr ein anderer in seinem Cockpit sitzt. Der Vorsprung auf Ferrari in der Konstrukteurs-WM ist auf 24 Punkte geschrumpft. Da braucht Red Bull zwei Fahrer, die die Ernte einfahren können.

Von Perez weiß man, dass er auch mit dem Herzen fährt. Die Gefahr, dass ihn eine instabile Vertragslage aus dem Konzept bringt, war zu groß. "Checo muss sich wohl fühlen. Und er braucht Sicherheit. Dann kann er auch seine maximale Leistung abrufen. Deshalb wollten wir alles, was ihn ablenken könnte, ausschalten", erklärt Horner. Ausruhen kann sich der Mann aus Guadalajara nicht. Die Leistung muss stimmen, damit er bis zum Vertragsende fährt.

Carlos Sainz & Max Verstappen - GP Japan 2024
xpb

Carlos Sainz war bei Toro Rosso schon einmal der Teamkollege von Max Verstappen. Damals gab es viel Streit.

Sainz hätte nicht zweite Geige gespielt

Perez bringt nicht nur mexikanische Sponsoren, er ist im lateinamerikanischen Raum auch einer der größten Sympathieträger. Seine Merchandising-Artikel verkaufen sich hier sogar noch besser als die von Verstappen. Schließlich ist Mexiko für Red Bull einer der wichtigsten Absatzmärkte.

Max Verstappen begrüßt die Vertragsverlängerung. "In unserer Situation brauchen wir Stabilität. Sergio ist ein harter Arbeiter und guter Teamplayer." Mit Perez im Stall beruhigt Horner auch den Weltmeister. Perez hat verstanden, dass Verstappen die Nummer eins im Stall ist. Und er akzeptiert, dass er dann und wann zurückstecken muss, wenn Verstappen Hilfe braucht. Mit Carlos Sainz wäre das nicht möglich gewesen. Der Spanier hätte sich nie mit einer Rolle zufriedengegeben, bei der er nur zweite Geige hinter Verstappen spielt.

Außer Sainz gab der Markt nicht viel her. Alle anderen Top-Piloten sind unter Vertrag. Yuki Tsunoda empfiehlt sich zwar gerade mit seinen Leistungen für einen Platz im A-Team, doch der Japaner ist ein Honda-Schützling, und Red Bulls Ehe mit Honda geht 2026 zu Ende. Man kann Tsunoda 2025 auch gut bei Toro Rosso brauchen. Red Bull hält noch eine Option auf den WM-Zehnten, die im September gezogen werden muss. Wer ihn vorher rausholen will, muss fünf Millionen Dollar bezahlen.