Formel 1 Pilot
Pierre Gasly

Pierre Gasly ist ein französischer Rennfahrer, der in der Formel 1 für die Scuderia Alpha Tauri an den Start geht. Mit dem sensationellen Sieg in Monza 2020 feierte der Red-Bull-Junior den größten Erfolg seiner Karriere.

Pierre Gasly begann seine Rennlaufbahn 2006 im Kartsport. Nachdem er vier Jahre später Zweiter in der CIK-FIA-KF3-Europameisterschaft und Vierter im Weltcup geworden war, wechselte er schließlich ins Formel-Auto.

Eingewöhnungs-Phase? Fehlanzeige. 2011 sicherte sich Gasly auf Anhieb den dritten Platz der französischen Formel 4. 2012 trat er für R-Ace GP beim Formel Renault 2.0 Europacup an, den er auf Rang zehn abschloss. Außerdem holte er aus einigen Rennteilnahmen an der nordeuropäischen Formel Renault einen Podiumsplatz.

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2013 dann der erste große Erfolg: Gasly startete erneut – diesmal für Tech 1 Racing – im Formel Renault 2.0 Europacup und machte mit acht Podest-Platzierungen aus 14 Rennen den Titel klar. Darüber hinaus schloss er die alpine Formel Renault als Sechster ab – und das obwohl er an etlichen Rennterminen gar nicht teilgenommen hatte.

Red Bull wird hellhörig

2014 wechselte der Franzose zu Arden Motorsport in die Formel Renault 3.5. Achtmal stand Gasly auf dem Podium. Ganz nach oben aufs Treppchen schaffte er es aber nicht. Saison-Resultat: Vize-Meister. Viel wichtiger jedoch: Red Bull Racing hatte das Top-Talent indes ins Förderprogramm aufgenommen. Zudem stieg Gasly für Caterham Racing zum neunten Renn-Wochenende in die GP2-Serie ein, wo er die Saison auf Rang 29 abschloss.

Als er 2015 beim französischen Team DAMS (Driot Associés Motor Sport) seine erste komplette GP2-Saison bestritt, schaffte er es auf Platz acht. Ein Jahr später unterschrieb Gasly beim Prema Powerteam und machte den GP2-Titel klar. Logische Konsequenz: nun, eigentlich der direkte Einzug ins Motorsport-Oberhaus. Doch anstatt Gasly gleich beim Red-Bull-Schwester-Team Toro Rosso zu engagieren, parkte ihn Teamberater Helmut Marko 2017 vorab beim Team Mugen in der japanischen Super Formula. Er schloss dies Saison auf Platz zwei ab.

Endlich in die Königsklasse

Dann kam die Berufung 2017 in die Formel 1 doch noch aus heiterem Himmel. Gasly bestritt die Rennen in Malaysia und Japan als Ersatz für Toro-Rosso-Fahrer Daniil Kvyat. Dessen Teamkollege Carlos Sainz wechselte kurzfristig zu Renault. Ganz zum Vorteil des Franzosen, der deshalb gleich in der Königsklasse blieb und auch 2018 ein Stammcockpit erhielt. Anschließend blitzte sein Talent häufig auf. Highlights wie Rang vier in Bahrain, Platz sieben in Monaco und Rang sechs in Budapest sicherten Gasly ein Cockpit bei Red Bull Racing für 2019.

Der Eurphorie folgte große Ernüchterung. Klar – sein Talent ließ sich auch während der Premiere-Saison bei Red-Bull nicht leugnen. Aber so richtig lief es nicht für den jungen Franzosen. Bis zur Sommerpause sammelte er 63 Punkte – laut den Red-Bull-Bossen viel zu wenig. Die Folge: Teamchef Christian Horner holte Youngster Alexander Albon von Toro Rosso und stufte Gasly dorthin zurück.

Gasly lässt die Kritiker verstummen

Trotz allen Frusts: Der Wechsel tat dem jungen Piloten gut. Anspannung und Unsicherheiten, die er im Red-Bull an den Tag gelegt hatte? Verflogen. Gasly fuhr befreit auf, schaffte es in der Gesamtwertung auf Rang sieben.

Übrigens: Albon tat sich bei Red Bull derweil schwer. Immer wieder erwarteten die Experten erneut einen Cockpit-Tausch der beiden Talente – vor allem, als Gasly bei Toro Rosso (mittlerweile Scuderia Alpha Tauri) auch 2020 überzeugte. Aber Red-Bull-Team-Chef Horner blieb bei seiner Entscheidung.

Gaslys neu gewonnenem Selbstvertrauen tat das nichts an. Als er in Monza seinen ersten Grand-Prix-Sieg einfuhr, brachen bei der Scuderia Alpha Tauri alle Dämme. Am Ende der Saison schaffte er es auf einen guten zehnten Platz. Gasly geht auch 2021 bei Alpha Tauri an den Start – während Albon sein Red-Bull-Cockpit an Sergio Pérez verlor.

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