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Red-Bull-Problem mit Kerbs: "Monaco war ein Weckruf"

Red-Bull-Problem nicht schnell lösbar
„Monaco war ein Weckruf“

GP Kanada 2024

Red Bull sieht sich beim GP Kanada nicht als Favorit. Max Verstappen und Sergio Perez könnte das Problem von Monaco wieder einholen. Der Red Bull tut sich schwer auf Randsteinen. Laut Max Verstappen liegt die Lösung nicht gleich um die Ecke.

Max Verstappen - GP Emilia-Romagna 2024
Foto: xpb

Vor zwei Monaten hätte man diese Meldung noch für einen Witz gehalten. Ferrari ist Favorit auf einen Sieg beim GP Kanada. Red Bull wird sich in Montreal wieder schwertun. Der Titelverteidiger geht mit gedämpften Hoffnungen in den 9. WM-Lauf. In Montreal könnten sich die Probleme von Monte-Carlo wiederholen, obwohl die beiden Rennstrecken vom Layout völlig unterschiedlich sind.

Doch sie haben zwei Gemeinsamkeiten. Wer schnell sein will, muss die Randsteine in seine Ideallinie mit einbeziehen. Und es gibt fast nur langsame Kurven mit kurzen Radien. Gut für Ferrari, akzeptabel für McLaren, schlecht für Red Bull. "Unser Auto kommt nicht so gut über die Randsteine drüber", bestätigt Max Verstappen.

Unsere Highlights
Max Verstappen - Red Bull - GP Monaco 2023 - Monaco - Formel 1
xpb

In Monaco wurde das Problem besonders gut sichtbar. Wird es Red Bull auch in Montreal einbremsen?

Problem existiert seit drei Jahren

Die Red-Bull-Ingenieure stehen bei Strecken dieser Machart mit der Fahrzeugabstimmung vor einem Dilemma. Wenn sie das Auto in dem Fenster halten wollen, in dem die Aerodynamik perfekt funktioniert, dann müssen sie auf Federweg verzichten. Machen sie das Auto über die Randsteine komfortabler, geht Abtrieb verloren.

Ist das Auto zu hart, springt es zu viel über die Unebenheiten. Die Reifen haben weniger Fahrbahnkontakt und kommen schlechter auf Temperatur. Man könnte mit mehr Flügel fahren, doch das ist wegen der langen Geraden auf dem Kurs kein lohnendes Rezept. Red Bull hat es am ersten Trainingstag in Imola probiert und ist damit auf die Nase gefallen. Es ist ein Teufelskreis, aus dem es ohne gravierende Änderungen am Gesamtkonzept kein Entrinnen gibt.

Die Red Bull der letzten drei Jahre trugen dieses Manko immer mit sich. Es ist nur lange nicht aufgefallen, weil der große Vorsprung auf die Konkurrenz die Schwachstelle verbarg. "Wir haben dieses Problem seit dem ersten Tag dieser Regeln und konnten es nie lösen. Vielleicht haben wir es auch ein bisschen vernachlässigt. Monaco war ein Weckruf für uns", gibt Verstappen zu.

Max Verstappen - Red Bull - GP Emilia-Romagna 2024 - Imola - Formel 1 - Qualifying - 18. Mai 2024
xpb

Verstappen sieht keine schnelle Lösung. Einfache Setup-Anpassungen reichen nicht.

Keine schnelle Lösung

Teamchef Christian Horner meinte nach der Monte-Carlo-Pleite, dass man das Problem erst einmal verstehen müssen, bevor man handelt. Deshalb haben sich die Ingenieure und Fahrer in der Woche nach dem GP Monaco zusammengesetzt, um nach Lösungen zu suchen. "Wenn alle aufholen, kannst du mit dieser Schwäche nicht mehr leben", ist Verstappen überzeugt.

Sergio Perez findet es gut, dass mit Montreal gleich eine weitere Angst-Strecke folgt. So kann man herausfinden, ob die Verdachtsmomente richtig sind und ob man aus dem letzten Rennen Lehren gezogen hat. Der Mexikaner hofft: "Es ist sicher nicht unsere stärkste Strecke, aber ich erwarte, dass wir weniger leiden müssen als in Monte-Carlo."

Verstappen warnt jedoch davor, schnelle Lösungen zu erwarten: "Das ist nichts, was du in ein oder zwei Wochen löst. Da sind vom Design her Änderungen nötig, die stärker in das Auto eingreifen. Wir haben ein paar Ideen entwickelt und müssen jetzt schauen, was am besten funktioniert. Ich erwarte noch 2024 Verbesserungen, aber endgültig gelöst sein wird es wohl erst im nächsten Jahr."