Bauarbeiten auf der Nordschleife
Neuer Asphalt für die Fuchsröhre

Der Nürburgring nutzt die Winterpause mal wieder für eine größere Renovierung. Wir verraten Ihnen, welche Abschnitte dieses Mal saniert werden.

Nürburgring - Baustelle - 2023
Foto: Nürburgring

Alle Jahre wieder rollen die Bagger über die längste permanente Rennstrecke der Welt. Wenn die Schranken an den Zufahrten für die Motorsport-Touristen im November schließen, gehört die Eifelpiste ganz den Baumaschinen. Schon in den letzten Jahren wurde hier großflächig saniert und renoviert.

Eines der wichtigsten Projekte ist die Digitalisierung der kompletten Grünen Hölle. Im vergangenen Winter wurde schon die erste Hälfte der Nordschleife für den Einsatz digitaler Infrastruktur vorbereitet, jetzt sind die übrigen zwölf Kilometer dran – vom Streckenabschnitt Breidscheid in Adenau bis zum Galgenkopf.

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Das Projekt im Namen der Sicherheit, für das eine Investitionssumme von elf Millionen Euro veranschlagt wurde, umfasst umfangreiche Bauarbeiten. So müssen zum Beispiel Fundamente für 58 Kameras gesetzt, Schächte für etliche Kilometer Glasfaser gegraben sowie die Stromversorgung durch das Verlegen von Kabel an jedem einzelnen Punkt sichergestellt werden.

Nürburgring - Baustelle - 2023
Nürburgring

Das Eifel-Wetter im Winter ist nichts für Warmduscher.

Fuchsröhre und Boxengasse werden saniert

Auch die Asphaltarbeiten gehen in die nächste Runde. In den vergangenen Jahren wurde der Belag schon in den Bereichen Eschbach, Quiddelbacher Höhe, Flugplatz, Hatzenbach, Hohe Acht, Hedwigshöhe, Brünnchen, Schwedenkreuz, Kallenhard, Wehrseifen, Ex-Mühle, Döttinger Höhe und auf der Grand-Prix-Strecke ausgetauscht.

Nun ist die Fuchsröhre dran. Auf knapp einem Kilometer wird der schnelle Streckenabschnitt umfassend saniert. Beim sogenannten Vollausbau werden die Asphaltdecke selbst sowie alle darunterliegenden Schichten komplett erneuert. Wie immer betonen die Planer, dass die einzigartige Charakteristik, die Streckenführung und somit auch der berüchtigte Anspruch der Rennstrecke erhalten bleiben sollen.

Darüber hinaus rollen auch auf der Grand-Prix-Strecke noch einmal die Bagger. Hier wird die Ausfahrt der Boxengasse erneuert. Für die Asphaltarbeiten sind insgesamt drei Millionen Euro vorgesehen. Rechnet man die Investitionen in die Sicherheit und die Erhaltung der Rennstrecke seit 2015 zusammen, kommt man auf eine Summe von rund 29 Millionen Euro.

Erschwert werden die Winter-Arbeiten allerdings immer wieder durch die anspruchsvolle Topografie und die generelle Höhenlage in der Eifel. Auch in diesem Jahr verwandelte sich die grüne Hölle schon mehrmals in eine weiße Hölle. Der Zeitplan ist eng gestrickt. Am 16. März läutet der Probe- und Einstelltag die Motorsport-Saison 2024 ein. Bis dahin muss alles fertig sein.