Audi A6 E-Tron Sportback, Avant und RS6 E-Tron
Audi testet nun den A6-Elektro-Kombi

Audi bringt 2024 den A6 als Limousine und Kombi sowie als Elektromodell an den Start. Die Limousinen-Version A6 E-Tron Sportback sowie der Avant sind unserem Erlkönig-Jäger vor die Linse gefahren. Zudem kommt ein RS6 E-Tron, wie Audis Design-Chef bestätigt.

Audi A6 E-Tron
Foto: Audi / Stefan Baldauf

Mitte März 2023 präsentierte der Ingolstädter Autobauer den Audi A6 E-Tron Avant als Konzeptstudie und zeigte in diesem Zuge auch drei Bilder vom Sportback. Nach Angaben des Unternehmens sollen beide Concept Cars zu 98 Prozent den künftigen Serienmodellen entsprechen. Anhand der Erlkönig-Bilder (siehe Fotoshow) können wir die Unterschiede zwischen den Modellen zeigen.

Vergleich Studie und Serienmodell A6 E-Tron

Die Front: Die konturierte vordere Haube der Studie zeichnet sich unter der Tarnung bereits ab, auch der Haubenausschnitt (darunter ist der Frunk) sowie die Schlitzscheinwerfer sind gleich. Allerdings fällt die geschlossene Kühlermaske nicht so hoch aus und gibt der Schürze mehr Platz. Dazu gestaltet Audi die den Grill flankierenden Felder für die Nebelscheinwerfer neu.

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Die Seite: Die expressiven Sicken sind ebenfalls in ähnlicher Form beim Serienmodell zu erkennen. Die Fensterlinien sind ebenfalls gleich, sogar der hintere aufstrebende Teil mit den stärkeren Chrom-Leisten bleibt. Natürlich erhält der Viertürer klassische Türgriffe mit tiefen Griffmulden, die bei der Studie gänzlich fehlten. Dazu verbaut Audi statt der filigranen Kamera-Spiegel große Außenspiegel, die im Fensterdreieck hausen. Die Kamera-Spiegel sind jedoch optional erhältlich. Im hinteren Dachbereich gibt es beim Serien-Audi die Antenne im Flossen-Design.

Das Heck: Auch hier bleibt das Grund-Layout der Studie mit der flach stehenden Klappe und dem großen Fenster bestehen. Ebenso dürfte der Heckbürzel jenem der Studie weitgehend entsprechen. Anders zeigen sich die Heckleuchten. Sie fallen deutlich höher in einem neuen Design aus und ragen auch nicht so weit in den Kotflügel hinein. Fraglich bleibt, ob sie wie beim Concept Car mit einem Lichtband verbunden sind; ein illuminiertes Audi-Logo ist in Deutschland unterdessen erlaubt. Im Vergleich zur Studie verfügt der Sportback über einen neuen Stoßfänger mit einer Stufe zur Heckklappe, die etwas breiter ausfällt. Auch den Diffusor mit den doppelten Finnen wird es nicht wie in der Studien-Form geben; stattdessen prangt dort beim Prototyp eine Anhängerkupplung.

Bei der Kombi-Version Avant zeigt sich anhand der Erlkönig-Bilder, dass die hintere Fenster-Form eher abgerundet daher kommt. Die Heckleuchten ragen in der Mitte in die Klappe hinein und erhalten eine deutlich andere Serienform, die nach unten ausgeprägter ist. Die Sicke unterhalb des Heckfensters fällt nicht so dominant aus. Auch der Dachkantenspoiler wurde verändert. Hier steht der filigrane und offene Flügel einem in der Serie klassischen Spoiler entgegen. Ebenfalls verändert: Der mächtige Diffusor ist in dem Serienmodell nicht mehr zu erkennen und den Heckklappenausschnitt haben die Designer etwas vergrößert.

In Sachen Abmessungen dürften sich Studie und Serie indes kaum unterscheiden. Beide Concept Cars kommen auf 4,96 Meter Länge, 1,96 Meter Breite und 1,44 Meter Höhe. Der Sportback soll einen Luftwiderstandsbeiwert von 0,22 haben, in der Serienversion liegt dieser sicher dank der Karosserieänderungen höher.

Elektro-A6 steht wie der Q6 E-Tron auf der PPE-Basis

Der Audi A6 E-Tron Sportback baut wie der Avant auf der neuen PPE-Plattform (Premium Plattform Electric) auf, die gemeinsam mit Porsche entwickelt wurde. Diese Skateboard-Plattform erlaubt es, zwischen den Achsen großen Batteriepacks unterzubringen – sie ist beim Radstand und den Akkugrößen skalierbar. Als erste Modelle auf der PPE kommen der Porsche Macan und kurze Zeit später der Audi Q6 E-Tron auf den Markt.

Antriebsseitig sind beide elektrischen A6 mit zwei Optionen lieferbar. Ungewöhnlich für Audi entweder mit einem Elektromotor nur an der Hinterhand oder mit je einem E-Motor an der Vorder- und Hinterachse für einen Allrad-Antrieb. Die Systemleistung soll in der Allrad-Version 476 PS betragen, das maximale Drehmoment bei 800 Nm liegen. Derart potent rennt der Basis-E-A6 in unter sieben Sekunden auf Tempo 100, als Allrad-Topmodell gelingt das angeblich in unter vier Sekunden.

Mit dieser Fahrweise ist dann aber die maximale Reichweite von bis zu 700 Kilometern nicht darstellbar. Zu den Batteriegrößen gibt es noch keine Daten, fix ist jedoch ein Modell mit 100 kWh. Die Akkus arbeiten mit 800-Volt-Technik und einer maximalen Ladeleistung von 270 kW. Im vierten Quartal 2023 sollen die elektrischen Audi A6 an den Start gehen, fast ein Jahr vorher überarbeitet Audi den A6 mit Verbrennungsmotoren für den letzten Lebensabschnitt.

Design-Chef bestätigt RS6 E-Tron

Auch eine RS-Version ist in Planung, wie Marc Lichte bestätigte. Audis Design-Chef erzählte den Kollegen des britischen Magazins "Top Gear" am Rande der Präsentation des Activesphere Concepts, dass er den RS6 E-Tron 1.000 Managern des VW-Konzerns bereits vorgestellt habe. "Und sie waren begeistert, als sie die Bilder und die Modelle auf der Bühne sahen", ergänzte Lichte. Der Öffentlichkeit soll der Power-E-Tron 2024 vorgestellt werden.

Er kündigte an, dass der Audi RS6 E-Tron "definitiv" eine breitere Karosserie samt vergrößerter Spurweite und größeren Räder als die A6-Pendants erhalten wird. Zudem stellte Lichte in Aussicht, dass die RS-Version eine "andere Leistung" bieten wird – wobei "anders" in diesem Zusammenhang "deutlich mehr" bedeuten dürfte. Details oder Daten nannte Audis oberster Designer zwar nicht, aber er habe herausgestellt, dass es beim RS immer "um die Kombination aus Leistung und Funktionalität" gehe.

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Fazit

Audi bringt 2024 auf Basis der zusammen mit Porsche entwickelten PPE-Plattform den A6 als Elektro-Modell auf den Markt. Dabei ist neben dem Kombi (Avant) auch eine Sportback-Version als Limousine geplant. Damit verfügt Audi bereits über drei Modelle – inklusive. Q6 E-Tron – auf der Elektro-Plattform, wobei sich noch ein Modell in A4-Größe dazu gesellt. Und ein RS6 E-Tron, der deutlich sportlicher aussehen und fahren dürfte als das Standard-Pendant.

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