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Audi RS3: Alle Infos zum Facelift

Audi RS3 Facelift
Facelift-Version holt Nürburgring-Rekord zurück

Der Audi RS3 erhält demnächst ein Facelift. Damit markiert der Hot Hatch nicht nur das obere Ende der Baureihe, sondern läutet auch das Ende der Verbrennungsmotor-Ära beim A3 ein. Im Vorbeigehen holt er sich den Nürburgring-Rekord zurück.

Die Facelift-Versionen des A3 und S3 (siehe Video nach diesem Absatz) hat Audi bereits enthüllt. Die Premiere der Topversion RS3 steht kurz bevor. Ein erstes Ausrufezeichen setzt die Limousinen-Version des Kompaktsportlers aber schon vorher: Mit einem Nürburgring-Rekord für Fahrzeuge der Kompaktklasse, den Werks-Renn- und Entwicklungsfahrer Frank Stippler mit einem noch getarnten Prototyp aufgestellt hat. Mit einer Zeit von 7:33,123 Minuten waren Stippler und der RS3 mehr als 5,5 Sekunden schneller als der ewige Rivale, das BMW M2 Coupé. Zuvor hielten bereits Stippler und der RS3 den Rekord. Vor ziemlich genau drei Jahren war das Vor-Facelift-Modell jedoch noch über 7,5 Sekunden langsamer auf der 20,8 Kilometer langen Version der Nordschleife als jetzt.

Unsere Highlights

Schon seit geraumer Zeit testet Audi Sport den Facelift-RS3 auf der Nordschleife des Nürburgrings. Bei einer ersten Testfahrt zeigte sich der Super-A3 im fünftürigen Schrägheck-Kleid und noch stark getarnt; entsprechend wird er optisch im Vergleich zum A3 überarbeitet. Die Frontschürze erhält einen neuen Zuschnitt und kommt deutlich aggressiver daher. Dazu verpasst Audi dem Modell noch einen überarbeiteten Grill inklusive des neuen Audi-Logos.

Schrägheck-RS3 als Erlkönig

Auch die Scheinwerfer-Einheiten werden marginal verändert. Am Heck erfahren die Leuchten ein Rebrush, außerdem haben sich die Designer der Schürze angenommen. Nach wie vor ragen die ovalen Auspuffendrohre rechts und links aus der Schürze. Die seitliche Tarnung soll die leicht veränderten Schweller kaschieren. Der Audi RS3 scheint deutlich tiefer zu liegen und steht auf großen Leichtmetallrädern im Y-Design. Sie geben den Blick auf die vergrößerte Bremsanlage frei.

Natürlich wertet Audi den Innenraum auf. Der Touchscreen in 10,1 Zoll und das große, 12,3 Zoll messende digitale Cockpit sind gesetzt. Die Software für das Infotainment-System wird aktualisiert. Zahlreiche RS-Anzeigen halten wieder Einzug, ebenso wie Logos im Innenraum. Natürlich wartet der heiße A3 mit den RS-typischen Insignien auf: Alu-Elemente an Pedalen, Türen, Armaturenträger und Mittelkonsole. Dazu Sportsitze und -Lenkrad sowie farblich abgesetzte Ziernähte.

Fünfzylinder-Turbo mit unveränderter Leistung

Doch was wirklich zählt, befindet sich unter der Haube. Dort bleibt es beim legendären 2,5-Liter-Fünfzylinder mit Turboaufladung. Dieser bringt es im "8YA"-Modell weiterhin auf 400 PS und maximal 500 Newtonmeter. Das überrascht, denn für den finalen Schuss im Verbrennerbereich hatte Audi-Sport-Boss Grams zuvor angedeutet, dass man das Potenzial des Motors weiter ausschöpfen werde. Tuner Abt hatte bereits 2022 mit seinem RS3-R gezeigt, was ihn dem Fünfzylinder steckt. Die Kemptener kitzelten aus dem Aggregat 100 PS mehr heraus. Eventuell nähert sich eine mögliche spätere Performance-Version diesem Wert an.

Vom Feinschliff am Fahrwerk und an den Fahrdynamik-Systemen profitierte der aufgefrischte RS3 bereits bei seinem Nürburgring-Rekord. Er drehe "schon am Kurveneingang williger ein, wodurch man das Fahrzeug spätestens ab dem Scheitelpunkt früher und besser für den Kurvenausgang positionieren kann", konstatiert Stippler.

Das geschärfte Serienmodell des RS 3 wird als fünftürige Schrägheck- und viertürige Stufenheck-Limousine ab Ende August bestellbar sein und ab Oktober bei den Händlern stehen. Die Preise dürften im Vergleich zu den Vor-Facelift-Modellen steigen. Zuletzt kostete der RS3 Sportback 62.000 Euro, während die Stufenheck-Variante ab 64.000 Euro erhältlich war.

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Fazit

Audi bringt als Topmodell der A3-Baureihe das Facelift des RS3. Gleichzeitig markiert das Modell das Ende des Verbrenners in dieser Baureihe. Der 2,5-Liter-Fünfzylinder-Turbo bleibt, legt aber vorerst nicht an Leistung zu. Dafür gibt es viel Feinschliff am Fahrwerk und an den Fahrdynamik-Systemen. Diese scheinen die gewünschte Wirkung zu entfalten, wie der neuerliche Nürburgring-Rekord zeigt.