Sportlicher Audi-Plan bis 2026
Zehn neue RS-Modelle rollen an

Mit neuen RS-Modellen will die Audi Sport GmbH nicht nur das Ende des Verbrenners gebührend feiern, sondern auch den Umstieg in die E-Mobilität emotionalisieren. Echte Highlights versprechen die Neckarsulmer für beide Antriebs-Seiten.

Erlkönig Audi SQ5
Foto: Stefan Baldauf

Vor 40 Jahren wurde die Audi Sport GmbH als Quattro GmbH gegründet. Heute verantwortet das Unternehmen nicht nur das sportliche Image der vier Ringe, sondern auch den passionierten Mobilitätswandel. Mit 16 Modellen ist das eigene Portfolio derzeit so groß wie nie. Für die kommenden Jahre bis 2026 sind zehn weitere angekündigt.

Die aktuelle RS-Familie erstreckt sich vom kompakten Audi RS3 mit Reihenfünfzylinder-Turbomotor über den 450 PS starken RS4 Avant mit Biturbo-V6 und den RS6 Avant sowie RS Q8, jeweils mit doppelt aufgeladenem Achtzylinder. Auch die reinen Sportwagen R8 mit V10-Saugmotor und der vollelektrische E-Tron GT gehören dazu.

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Stürmischer Verbrenner-Abschied

Gegenüber dem britischen Auto Express bestätigte Audi-Sport-Chef Dr. Sebastian Grams, dass gerade die wichtigsten RS-Benziner mit extrem performanten Top-Modellen ins Finale der Verbrenner-Ära gehen werden. Gemeint ist beispielsweise ein nochmals deutlich stärkerer RS3, dessen legendärer Fünfzylinder auch weiterhin ohne elektrische Unterstützung auskommen soll. Bisher leistet der 2,5-Liter-Turbomotor gut 400 PS.

Als Kernprodukt der RS-Marke empfinde Grams allerdings den Audi RS6 Avant. Auch der steht mit derzeit 600 PS – beziehungsweise 630 PS (Performance) – schon extrem gut im Futter. Doch im Bi-Turbo-Achtzylinder steckt wohl noch mehr Potenzial. Bevor die kommenden Generationen also mit leistungsstarken Plug-in-Hybridantrieben elektrifiziert werden, dürfte der V8-Brummer also nochmals stärker aufgeblasen werden. 2024 will Audi den A6 auch als Elektromodell an den Start bringen. Erste Bilder sehen Sie in der Galerie.

Neue vollelektrische Modelle

Dass in Zukunft immer mehr elektrisch gefahren wird, darauf hat man sich bei der 100-prozentigen Audi-Tochter in Neckarsulm längst eingestellt. Das erste Modell aus der angekündigten Neuheitenflut wird eine RS-Version des kommenden Q6 E-tron sein. Allerdings lässt der Zwillingsbruder des elektrischen Porsche Macan noch etwas auf sich warten, könnte dafür aber auch auf 800-Volt-Komponenten des Taycan/e-tron GT zurückgreifen.

Für 2024 hat die Audi Sport GmbH ein weiteres Highlight geplant. Das "völlig neue Fahrzeug" soll laut Grams auf die elektrische Premium-Plattform (PPE) des Volkswagen-Konzerns zurückgreifen, die zusammen mit Porsche entwickelt wird. Dieser elektrische Sport-Audi werde in jedem Fall über genügend Leistung verfügen. Optisch müssten sich RS-Modelle zudem stärker von Serien-Audis unterscheiden.

Differenzierung auch über Software

Da exorbitante Leistungs – und Beschleunigungswerte im Elektro-Zeitalter ohnehin zum Standard werden, müsse sich Audi Sport in Zukunft auch andere Möglichkeiten zur Differenzierung suchen. "Digitalisierung steht bei diesem Thema ganz oben auf der Liste", betont Sport-Chef Grams. Sportliche Kunden würden in Zukunft einen Unterschied in der Digitalisierung merken, wenn sie beispielsweise in ihr "RS-Ökosystem" eintauchen.

Angesichts von 250.000 verkauften Autos in den vergangenen zehn Jahren kann sich dieser Aufwand durchaus lohnen. Zumal die Audi Sport allein im Rekordjahr 2022 mehr als 45.500 neue Fahrzeuge verkaufte. "Wir müssen die perfekte Kombination aus einem Hardware- und einem Softwareprodukt bauen", fasst Grams zusammen. Angesichts anhaltender Software-Probleme im gesamten VW-Konzern scheint diese Vision sehr ambitioniert.

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Fazit

Mit neuen RS-Modellen bis 2026 will die Audi Sport GmbH das Ende des Verbrenners gebührend einläuten. Stärkere Versionen von RS3 und RS6 dürften bald angekündigt werden. Doch auch der Umstieg in die E-Mobilität steht auf der Agenda. Das nächste RS-Modell wird der Audi Q6 e-tron im kommenden Jahr. Auch ein komplett neues E-Auto mit "genügend Leistung" haben die Neckarsulmer angekündigt.

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Erscheinungsdatum 11.04.2024

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