BMW 4er Gran Coupé/i4
Facelift für den Viertürer

Ein bisschen mehr Technik, wenige Retuschen am Design sowie ein überarbeitetes Motorenangebot – das sind die Zutaten für die Modellpflege des viertürigen Mittelklasse-Coupés, auch in der Elektrovariante i4.

Im Januar 2024 hatte BMW bereits die überarbeiteten Versionen des 4er Cabrios und des 4er Coupés vorgestellt. Im April folgt nun mit dem 4er Gran Coupé samt der E-Version i4 die verbliebene Modellvariante.

Modifizierte Niere, neue Leuchten

Wie schon bei den anderen 4er-Modellen lässt die neue Modellpflege die Vorgänger nicht auf einen Schlag alt aussehen. Kenner der Materie sehen aber dann doch dezente Veränderungen. Die unverändert große Niere an der Front zeigt sich am i4 zur Hälfte geschlossen, die Verbrenner erhalten ein Grillgitter aus Mesh. Eingefasst wird die Niere nun mit mattem Chrom. Gegen Aufpreis ist auch ein hochglänzend schwarzer Rahmen zu haben.

Unsere Highlights

Flankierend haben die Bayern dem 4er neu gestaltete Scheinwerfer eingepasst. Für den Frischeschub sorgt ein neues Innenleben. Die LED-Einheiten versammeln sich in neuer Struktur. Blinker, Positions- und Tagfahrleuchten setzen nun auf vertikale Lichtquellen. Auch die Welcome-Light-Inszenierung wurde neu komponiert. Laserlicht-Heckleuchten im Stil des M4 CSL und adaptive LED-Scheinwerfer vorn stehen auf der Aufpreisliste.

Wer das M-Sportpaket ordert, bekommt den Heckdiffusor nun in Hochglanzschwarz zusammen mit auf 100 Millimeter Durchmesser gewachsenen Auspuffendrohrblenden serviert. Neu ins Angebot rutschen auch die Lackfarben Cape York Metallic und Fire Red Metallic sowie neu gezeichnete 19 und 20 Zoll große Leichtmetallfelgen.

Cockpit aufgewertet

Die Cockpit-Landschaft punktet mit neu gestalteten, unten abgeflachten Zweispeichen-Sportlenkrädern mit beleuchteten Multifunktionstasten. Sitzt ein Verbrenner unter der Haube, so trägt das Lenkrad serienmäßig Schaltwippen. Für die Sitzbezüge und die Armaturentafel finden neue Materialien und Farben Verwendung. Die Cockpit-Applikationen präsentieren sich ebenfalls in neuen Designs und Farben.

Reduziert wurde die Zahl der Tasten und Regler auf der Armaturentafel. Die Bedienung der Belüftung und der Klimaanlage erfolgen nun über den Touchscreen, die Sprachsteuerung oder neue Knöpfe an den fortan beleuchteten Luftausströmern. Edle Glasapplikationen für verschiedene Bedienelemente kosten extra. Das Infotainment-System arbeitet jetzt mit dem aufgefrischten Operating System 8.5 plus verbesserter Navigation und Vernetzung. Zur erweiterten Serienausstattung zählen auch das Ambiente-Licht sowie das Innen- und Außenspiegelpaket.

Ein neuer E-Antrieb, Hinterradantriebe gestrichen

Zu haben ist der 4er weiter in der rein elektrisch angetriebenen Version i4 und mit verschiedenen Verbrennern als 4er Gran Coupé. Neu ins Stromer-Angebot rutscht der i4 xDrive40 mit elektrischem Allradantrieb, 81,1 kWh (netto) großer Batterie, 295 kW (401 PS) Systemleistung, 600 Nm Drehmoment sowie einer Reichweite von 444 bis 548 Kilometern. Alle i4 rüstet BMW mit einer neuen Ladeeinheit aus, die per Wechselstrom mit bis zu 11 kW und bei Gleichstrom mit bis zu 205 kW (BMW i4 eDrive35 nur max. 180 kW) Strom einspeist.

Bei den Verbrennern stellt BMW alle Motorisierungen serienmäßig auf die Achtgang-Sportautomatik um. Der 430i mit reinem Hinterradantrieb entfällt ebenso wie der ebenfalls auf Hinterradantrieb ausgelegte M440i. Die Diesel reinigen ihr Abgas über eine verbesserte Abgasnachbehandlung.

Preise und Marktstart

Die aufgefrischte 4er-Baureihe geht im Juli 2024 an den Start. Preise nennen die Bayern erst zum Marktstart. Aktuell ist das 4er Gran Coupé als Verbrenner ab 51.300 Euro in Form des 420i zu haben. Die i4-Elektrovarianten starten ab 56.500 Euro für den i4 eDrive35. Gebaut werden 4er Gran Coupé und i4 weiter im BMW-Werk in München.

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Fazit

Mit dem 4er Gran Coupé und dem elektrischen i4 beschließt BMW die Modellpflegemaßnahmen für die aktuelle 4er-Modellfamilie. Wie bei den Schwestermodellen gibt es nur Feinschliff an der Karosseriefront sowie im Cockpit. Bei den E-Antrieben gibt es einen Neuzuwachs, bei den Verbrennern werden zwei Hinterradantriebsvarianten gestrichen.