BMW XM Label Red Premiere
750 PS Hybrid-V8 schnupft Urus & Co.

BMW enthüllt das Topmodell des gewaltigen XM. Der XM Label Red legt noch mal gut 100 PS Systemleistung nach und lässt auch sonst jede Schüchternheit vermissen.

BMW XM Label Red Premiere 04/23
Foto: BMW

Ein gewisses Maß an Extrovertiertheit ist schon beim regulären BMW XM kein Fehler, der im Umfeld anderer SUV bereits ziemlich dicke Backen macht. Mit dem bei der letztjährigen Premiere des Plug-in-Hybrid-Brummers angekündigten Performance-Ableger namens "Label Red" wird das ganze Statement allerdings auf die Spitze getrieben. Auf der Automesse in Shanghai und hier bei uns gibt es nun die Premiere des Top-XM zu bestaunen.

BMW XM Label Red kommt auf 748 PS

Was den BMW XM ganz allgemein auszeichnet – epische Abmessungen, massives Gewicht, erster reiner "M" seit 1978 – haben wir schon zur Premiere im Herbst 2022 aufgeschrieben, im unten verlinkten Beitrag können Sie es nachlesen. Wie sich der XM fährt, wissen wir ebenfalls, Jörn Thomas hat es hier für Sie zusammengefasst.

Unsere Highlights

Jetzt aber folgt das Finale mit dem Red Label, der dem ohnehin schon massiv motorisierten "Basis"modell das Krönchen aufsetzt. Angefasst wurde dafür die Verbrenner-Einheit, während der mächtig treibende Elektromotor (145 kW, im Getriebe integriert) der Ausführung im normalen BMW XM entspricht. Der feine V8-Biturbo-Benziner mit 4,4 Liter Hubraum steigert sich dagegen von 489 auf 585 PS, was die kombinierte Systemleistung um fast 100 PS auf 550 kW/748 PS erhöht. Fragen nach der Leistung können die künftigen Besitzer entsprechend mit "ausreichend" beantworten, ohne das Label Red als Gesichtsfarbe annehmen zu müssen.

3,8 Sekunden, 290 km/h

Gleichzeitig steigt das Systemdrehmoment von 800 auf volle 1.000 Newtonmeter, was laut BMW "Dynamik und Agilität auf einem vollkommen neuen Niveau" zur Folge haben soll. Außerdem soll die Sportauspuffanlage, nochmals Zitat, "außergewöhnlich lebhaft" klingen. Da freuen sich die Nachbarn drauf. Entsprechend lebhaft beschleunigt der XM Red Label. Nach 3,8 Sekunden (Normalmodell 4,3 Sekunden) hakt er den Standard-Sprint auf 100 km/h ab, eine Gesichts-straffende Längsbeschleunigung ist also garantiert.

Wie bei besonders kräftigen BMW-Modellen gewohnt, gibt es eine Aufpreis-Höchstgeschwindigkeit. Serienmäßig ist bei 250 km/h Schicht, mit dem optionalen M Driver’s Package werden 290 km/h vmax freigeschaltet.

Elektro-Teil bleibt unangetastet

Die Elektroseite entspricht dem bereits beim Standard-XM eingeführten Technikstand. Laden kann der XM Label Red mit maximal 7,4 kW, der Energiegehalt der am Unterboden montierten Lithium-Ionen-Batterie von 25,7 kWh netto soll im Idealfall bis zu 83 Kilometer rein elektrische Reichweite ermöglichen. Für die angepeilte Kundschaft, die sich eher in den Emiraten als in Europa findet, lässt sich ein spezielles Sand-Fahrprogramm für Dünenfahrten aktivieren.

Serienmäßig ist der BMW XM Label Red mit dem adaptiven M Fahrwerk Professional samt elektronisch geregelten Stoßdämpfern unterwegs, für schnelle Stopps sorgt die M-Sportbremsanlage mit vorderen Sechskolben-Sätteln.

BMW XM Label Red Premiere 04/23
BMW
Rote Nase für das limitierte Sondermodell zum Produktionsstart.

Zur Unterscheidung gegenüber dem Normal-XM gibt es entsprechende Design-Updates, darunter "Akzentbänder", rote Modellschriftzüge und rote Einleger für die serienmäßig 21 Zoll großen Räder. Der Innenraum ist ebenfalls errötet, das gilt unter anderem für die Oberteile der Sitze, rote Kontrastnähte an diversen Verkleidungen und Bezügen sowie nicht zuletzt das rot inszenierte "Boost-Mode"-Symbol auf dem linken Schaltpaddel.

Ab August geht es los

Die Serienproduktion beginnt im August im US-Werk Spartanburg. Zum Bestellstart ab dem 28. April, schiebt BMW eine limitierte Start-Edition ins Rampenlicht. Die auf 500 Einheiten begrenzte Sondervariante in "Individual Frozen Carbon Black metallic" bekommt neben dem durchnummerierten Edition-Emblem im Cockpit eine Reihe von besonders roten Akzenten an der Karosserie bis hin zu einer roten Nase in Form einer Einfassung der BMW-Niere. Preise für den Label Red oder die limitierte 500er-Serie gibt es zum aktuellen Zeitpunkt noch keine.

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Fazit

Es ist ja nicht so, dass man in einem BMW XM außergewöhnlich unauffällig oder mit dramatischer Langsamkeit unterwegs wäre. Dennoch findet BMW, dass sich das Ganze nochmals steigern lässt und reicht im Sommer 2023 den XM Label Red nach. Der erfreut sich dank gesteigerter Leistung des Biturbo-V8 an einer Nullhundert-Zeit mit Drei vor dem Komma und einer noch extrovertierteren Gestaltung. Was vor allem Kunden im Mittleren Osten und in China erfreuen wird, wo BMW die bevorzugte Kundschaft für dieses Fahrzeug verortet.

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