Neue Campervans
Das sind die Highlights des Caravan Salons

Vom 26. August bis 3. September 2023 zieht wieder der Caravan Salon in die Messe Düsseldorf ein. Diesmal mit vielen Neuheiten der Hersteller und mehr Ausstellungsfläche für DIY-Camper, die sich ihr mobiles Heim lieber selbst einrichten möchten. Wir zeigen, was Sie in Sachen Campervans für 2024 wissen müssen.

Campervan
Foto: SimonSkafar via Getty Images

Die kompakten Vans kommen vorwiegend wegen ihrer speziellen Bauweise gut in der Campingszene an. Sie sind von außen nicht größer als ihre Pkw-Verwandtschaft, wie beispielsweise der VW Transporter oder die Mercedes V-Klasse. Daher können die Besitzer den Campervan ohne Probleme im Alltag nutzen. Dank des Aufstelldachs haben bis zu vier Personen einen Schlafplatz. Als wäre das nicht genug, gewinnen vor allem Modelle mit integriertem Badezimmer weiter an Beliebtheit. Um einen groben Überblick zu schaffen, sortieren wir die Liste der neuen Kompaktcamper für die nächste Saison alphabetisch.

Unsere Highlights

Adria Mode

Der neue Adria Mode basiert auf dem Citroën Spacetourer und bietet bis zu acht Sitzplätze. In den Sitzreihen Nummer zwei und drei befinden sich jeweils Zweiersitzbänke und ein einzelner Sitz. Jedes Teil kann, dank eines Schienensystems, einzeln herausgenommen werden. Die hinteren Sitzbänke lassen sich, wie gehabt, bei Adria in ein Doppelbett verwandeln. Zwei weitere Schlafplätze gibt es unter dem Aufstell-Zelt. Der Citroën Spacetourer misst in der Länge 4,99 Meter und erreicht nicht einmal eine Höhe von zwei Metern. Das macht den Van ziemlich alltagstauglich. Außer dem 145-PS-Dieselmotor kann der Kunde eine etwas stärkere 180-PS-Version bestellen. Zusätzlich hat er die Wahl zwischen einem 6-Gang-Handschaltgetriebe oder der 8-Gang-Automatik. Bezüglich Komforts beinhaltet der Spacetourer eine Rückfahrkamera, Geschwindigkeitsregler und -begrenzer.

Citroën Type Holidays

Gemeinsam mit Bravia Mobil hat Citroën einen Spacetourer zum Campervan umgerüstet. Allerdings nicht einen drögen Spacetourer von der Stange, sondern den kultigen Caselani-Umbau in der Wellblech-Optik des legendären Citroën Typ 1. Bravia stattet den Retro-Campervan mit der kompletten Freizeittechnik aus, darunter ein Aufstelldach mit Doppelbett, eine als weitere Liegefläche umfunktionierbare Sitzbank, Küche mit Spüle, Herd und Kühlschrank sowie eine Standheizung. Wie in großen Campingbussen können die Vordersitze in den Wohnbereich hineingedreht werden. Der 5,3 Meter lange Spacetourer ist mit zwei Dieselmotoren (145 oder 180 PS) sowie mit Sechsgang-Schaltgetriebe oder Achtgang-Automatik zu haben. Eine Version ohne den Retrolook-Umbau wird später im Herbst gezeigt, die Auslieferung soll ab dem Frühjahr 2024 beginnen. Preise nennt Citroën noch nicht.

Etrusco Urban Camper

Etrusco erweitert seine Palette um einen kompakten Camper auf Grundlage des Renault-Trafic-Basis. Das Modell misst 5,08 Meter in der Länge und beinhaltet bis zu vier Schlafplätze. Serienmäßig verfügt der UC 5.0 XR über ein Aufstelldach mit Schlafmöglichkeit, Einbauschränke, eine kleine Küchenzeile, drehbare Vordersitze und ein Schienensystem, um den Laderaum individuell anzupassen.

Ford Nugget

Einer der beliebtesten Campervans, der Ford Nugget bekommt ein Komplett-Upgrade. Als der neue Ford Transit Custom erschien, gab es viele Gerüchte, ob es überhaupt zu einer Neuauflage des Nugget kommt, heute wissen wir mehr. Beispielsweise, dass sich grundlegende Dinge nicht ändern: Westfalia macht weiterhin den Ausbau. Er beinhaltet eine Dreiersitzbank, eine L-Küche im Heck, ein nach hinten öffnendes Aufstelldach mit Dachbett oder eine alternative Schlaf-Hochdach-Option mit zusätzlichen Dachschränken. Ford und Westfalia orientieren sich am Grundkonzept, doch trotzdem ist der neue Nugget innen und außen deutlich überarbeitet. Das liegt hauptsächlich am neuen Basisfahrzeug, welches sich als Tourneo Custom mit lackierten Stoßfängern und hochwertigem Armaturenbrett präsentiert. Die hintere Starrachse samt Blattfederung ersetzte Ford durch eine Einzelradaufhängung, die Handbremse kommt jetzt als Knopf, statt als Hebel daher und ein Lenkstockhebel ersetzt den Schaltknauf, was für alle Modelle ein Automatikgetriebe bedeutet.

Mercedes-Benz Marco Polo

Der Stuttgarter Autoriese präsentiert für 2024 einen neuen Marco Polo, auf Basis der V-Klasse. Am Ausbau verändert sich nichts, dafür entwickelt Mercedes das äußere und innere Design weiter. Zusätzlich kommt eine große Verbesserung bei Vernetzung, Multimedia und Assistenzsystemen. So kann der Marco Polo beispielsweise von selbst einparken. Außen leuchtet der Rahmen des Kühlergrills, innen das optionale Ambientelicht in 64 Farbtönen. Mercedes überarbeitet die Armaturenbrettlandschaft und integriert ein neues Multifunktionslenkrad und einen Widescreen-Bildschirm, der die Instrumente anzeigt. Erstmalig verfügt der Marco Polo über ein Keyless-Go-System. Wem das alles nicht genug ist, kann sich zwischen fünf neuen Lackfarben entscheiden oder Leichtmetallfelgen dazu bestellen.

Nissan Townstar EV

Der japanische Autohersteller Nissan zeigt auf dem Caravan Salon erstmals den vollelektrischen Nissan Townstar EV Kombi mit Campingausbau. Dieser umfasst unter anderem ein Küchenmodul von Irmscher im Heck und ein Dachzelt. Die kleine Küche beinhaltet ein Zweiflammen-Gaskochfeld, ein Spülbecken mit Wasseranschluss und eine Kühlbox. Alle Elemente lassen sich einzeln entnehmen. Eine Kurbel bedient das Aufstelldach und über eine Aluminiumleiter gelangt der Urlauber zu seinem Schlafplatz. Die Campingversion des Nissan Townstar EV Kombi steht auf 18-Zoll-Felgen im neuen Cross Design und mit Allwetterbereifung. Der Elektromotor leistet 90 kW (122 PS) und entwickelt 245 Nm Drehmoment. Die 45-kWh-Batterie lädt mit Wechselstrom (bis 22 kW) oder Gleichstrom über den CCS-Anschluss des Fahrzeugs.

Pössl Campster

Zwei Dinge wurden beim Pössl Campster auf dem Citroën Spacetourer für 2024 überarbeitet. Der Boden wird jetzt von einem Holzdekor geziert und es gibt eine neue Sitzbank. Der Boden soll den Campervan aufwerten und im Vergleich zum vorherigen Teppich robuster wirken. Die Sitzbank bringt den Vorteil, dass einzelne Sitze umgelegt werden können. Zwei Anbauteile verwandeln sie schnell in ein Bett. Außerdem sorgt ein Schienensystem für einfaches Verschieben der Sitzbank. In Sachen Platz ist der Campster ähnlich groß wie ein Transporter. Eine Neuheit ist die sogenannte E-Box, eine alternative Lösung für die Stromversorgung, die in Zusammenarbeit mit E-T-A entstand. Dabei laufen Bordbatterie, Booster, Steckdosen und Sicherungen über ein gemeinsames System und lassen sich auch gemeinsam steuern.

Skoda Roadiaq iV

Die Auszubildenden von Skoda entwickeln auf Basis des Enyaq iV ein Camper-Studienfahrzeug namens Roadiaq iV. Der elektrische SUV bekommt ein Wohnaufbau aufs Heck gesetzt und zahlreiche Camping-Extras. Skoda zielt mit dem Konzept auf Leute an, die unterwegs Homeoffice machen wollen. Um das zu ermöglichen, verfügt der Roadiaq über eine Highspeed-Internetverbindung, einen 27-Zoll-Monitor und eine Dockingstation. Auch äußerlich ist der Roadiaq ein Hingucker, mit 21-Zoll-Leichtmetallfelgen und Zweifarbenlackierung. Den Elektromotor aus dem Basismodell durfte der Roadiaq behalten.

VW California Concept

Obwohl VW zur Premiere ausdrücklich das "Concept" als Bezeichnung betont, macht das Fahrzeug deutlich, dass man hier eigentlich bereits auf das kommende Serienfahrzeug blickt. Der – neben dem Plattformwechsel – wichtigste Unterschied die jetzt verfügbare zweite Schiebetür auf der Fahrerseite. Das bedingt ein neues Konzept für die Fahrzeugküche. VW hat hierfür nun ein halblanges Modul entwickelt, das jetzt als Außenküche genutzt werden kann. Über die genaue Antriebstechnik des California Concept macht VW zwar keine Angaben, die ist allerdings nicht schwer zu erraten, nachdem beim Konzeptfahrzeug der e-Hybrid-Antrieb und für die kommende Serienausführung die Verwendung "aller Antriebssysteme" genannt wird. Interessant wird dabei vor allem der Plug-in-Hybrid-Antrieb sein. Hier könnte die Traktionsbatterie mit ihren rund 10 kWh Kapazität auch als Versorgung der Wohntechnik dienen und damit ganz neue Dimensionen für das autarke Camping eröffnen.

Hier finden Sie mehr Informationen über den Caravan Salon 2023.

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Fazit

Die Hersteller präsentieren in Sachen Campervans viele Neuheiten auf dem Caravan Salon 2023 in Düsseldorf. Wer live dabei sein möchte, kann sich die Ausstellungsstücke vom 26. August bis zum 3. September genauer ansehen. Der Eintritt kostet 17 Euro für Erwachsene und für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren sechs Euro.