Citroën ë-C4 X (2023)
Elektro-Crossover-Limousine ab 37.540 Euro

Anfang 2023 kommt der neue Citroën ë-C4 X als verlängerte Variante des bekannten Kompaktmodells mit großem Kofferraum und Elektroantrieb auf den Markt. Ab sofort kann bestellt werden. Wir saßen auch schon drin!

6/2022, Citroen e-C4 X 2023
Foto: Bernd Conrad

"Wie können wir das anders machen?" Fragen wie diese dürften die Meetings im Design- und Entwicklungsteam von Citroën einleiten. Die französische Stellantis-Marke ist seit einigen Jahren zurück in ihrer traditionellen Rolle. Hier entstehen Autos mit einem Schuss Extravaganz, die preislich auf dem Boden bleiben.

Das zeigt auch der kompakte C4, der Ende 2020 als Verbrenner und Elektroauto auf dem Markt kam. Im Gegensatz zu den Konzern-Schwestermarken setzte Citroën die Baureihe auf die kleinere CMP-Plattform, was auch einen batterieelektrischen Antrieb ermöglichte. DS 4, Peugeot 308 und Opel Astra fahren als Plug-in Hybride vor, reine E-Varianten sind für 2023/2024 angekündigt.

Neue Mobilität im Alltag

Zum Paket des Citroën C4 gehören interessante Ideen wie der Tablet-Halter vor dem Beifahrersitz, relativ günstige Preise und ein eigenwilliges Design. Genau das geht künftig in die Verlängerung. Anfang 2023 genaugenommen. Denn dann kommt bei uns der neue Citroën ë-C4 X auf den Markt. Die neue Karosserievariante hat ein um 24 Zentimeter längeres Heck, der C4 X misst insgesamt 4,60 Meter. Höhe (1,53 Meter) und Breite (1,80) Meter bleiben unverändert. Bis zur B-Säule gleichen sich die beiden C4-Ausführungen, auch die Fondtüren sind baugleich.

Im Gegensatz zum Schrägheck mit Spoiler in der geteilten Scheibe hat der "X" aber ein sanft auslaufendes Heck. Von der Seite betrachtet wirkt er mit der dezenten Abrisskante wie ein Fließheckmodell. Mit seinem kleinen Kofferraumdeckel ist er aber ein Vertreter der bei uns wenig beachteten Klasse der Kompakt-Stufenheckmodelle.

510 Liter Kofferraumvolumen

6/2022, Citroen e-C4 X 2023
Bernd Conrad
510 Liter fasst der Gepäckraum des ë-C4 X.

Das zeigt auch den Plan, der hinter dem C4 X steckt. Mit ihm will Citroën die internationale Expansion der Marke vorantreiben. In vielen Märkten Afrikas und im Mittleren Osten soll er Verkaufserfolge einfahren, ebenso in Süd- und Osteuropa. Dort wird der Citroën C4 X auch als Benziner und Diesel mit 100 oder 130 PS Leistung zu haben sein. Bei uns, wie auch in den Niederlanden, Großbritannien und Skandinavien, ist er nur als Elektro-Version geplant.

Sie soll nicht nur Privatkunden ansprechen, sondern auch gewerbliche Abnehmer. Die Marktstrategen von Citroën sehen das Potenzial für den ë-C4 X vor allem bei Taxifahrern und anderen Mobilitätsdienstleistern. Mit großem Kofferraum bietet der Franzose viel Platz für das Gepäck der Passagiere, der Elektroantrieb erlaubt den Betrieb des Autos auch in Innenstadtlagen mit Einfahrbeschränkungen. Städte wie London und Paris haben schon heute ausgewiesene Zonen für lokal emissionsfreie Fahrzeuge.

510 Liter fasst das Ladeabteil hinter der schlichten Klappe am Heck. Damit liegt das Kofferraumvolumen des Citroën C4 X deutlich über dem Schrägheck-Bruder, der 380 Liter einladen kann. Der größere C5 X schluckt nur als reiner Verbrenner mit 545 Litern etwas mehr, beim dort angebotenen Plug-in Hybrid passen 485 Liter ins Heck.

Bekannter Elektroantrieb, mehr Reichweite

6/2022, Citroen e-C4 X 2023
Bernd Conrad
Die bessere Aerodynamik des ë-C4 X (links) verbessert die Reichweite im Vergleich zum bekannten ë-C4.

Technische Neuerungen bringt der Citroën ë-C4 X nicht mit. Der bekannte Elektroantrieb leistet maximal 100 kW (136 PS) und liefert ein Drehmoment von 260 Newtonmetern ab. Bei aktiviertem Sport-Modus soll der Kompakte in 9,7 Sekunden von null auf 100 km/h beschleunigen, die Höchstgeschwindigkeit wird bei 150 km/h begrenzt.

50 kWh Speicherkapazität bietet der im Fahrzeugboden untergebrachte Lithium-Ionen-Akku. Dank der aerodynamisch optimierten Karosserie schafft der ë-C4 X damit eine leicht höhere Reichweite als der kürzere Elektro-C4: 360 statt 354 Kilometer.

Über den CCS-Anschluss kann Gleichstrom mit bis zu 100 kW Ladeleistung aufgenommen werden, in etwa einer halben Stunde soll die Batterie zu 80 Prozent gefüllt sein. Wechselstrom kann, wenn der optionale Dreiphasen-Lader bestellt wird, mit maximal 11 kW fließen. Dann muss das Auto rund fünf Stunden an der Wallbox parken, um vollständig geladen zu sein.

Infotainment aus dem C5 X

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Bernd Conrad
Der Touchscreen-Monitor steht weit oben auf dem Armaturenbrett.

Im Innenraum gleicht der ë-C4 X dem bekannten Kompakt- Citroën. Die Kunststoffe sorgen mit Narbungen für Abwechslung, das große Handschuhfach und viele Ablagen bieten praktischen Nutzen. Über das 10-Zoll-Display lässt sich das neue, aus dem C5 X übernommene, Infotainmentsystem bedienen.

Die Sprachsteuerung, die über den Befehl "Hello, Citroën" aufgeweckt wird, soll sich schnell um Klima- und Audiofunktionen sowie Fahrzeugeinstellungen kümmern. Das Navigationssystem hält sich mit monatlichen Over-the-air-Aktualisierungen seiner TomTom-Daten frisch. Außerdem kann man bis zu acht Fahrerprofile speichern – wichtig für den Einsatz als Taxi oder Firmenwagen mit unterschiedlichen Nutzern. Smartphones können via Apple CarPlay und Android Auto kabellos integriert werden, während sie induktiv aufladen.

Anfang 2023 beim Händler

Die "Advanced Comfort"-Sitze bieten auch im neuen Modell eine Wohnzimmersessel-Atmosphäre. Die dicke Schaumstoffschicht ist bequem, Seitenhalt ist aber nicht wirklich zu erwarten. Zusammen mit dem gleichnamigen Fahrwerk, dessen Stoßdämpfer hydraulische Anschläge haben, will auch der ë-C4 X das Komfortversprechen der Marke Citroën einlösen.

Im ersten Quartal 2023 kommt der neue Citroën ë-C4 X bei uns auf den Markt. Bestellbar ist er ab dem 9. November 2022. Die Preise starten bei 37.540 Euro. Sieben Karosseriefarben stehen zur Wahl. Hinzu kommen die vier Ausstattungsniveaus Feel, Feel Pack, Shine und Shine Pack.

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Nein, die CO2-Einsparung ist nicht so hoch, dass es sich lohnenwürde, die Nachteile in der Praxis in Kauf zu nehmen.Ja, E-Autos brauchen weniger Energie, emittieren insgesamt weniger CO2 und das Thema Reichweite erledigt sich wegen zunehmender Energiedichten und Ladegeschwindigkeiten der Akkus.

Fazit

Keine Frage. Nach dem Citroën C4 polarisiert auch das Design des Schwestermodells C4 X. Als geräumige Limousine zum relativ günstigen Preis dürfte der Neuling aber seinen Auftrag erfüllen, in vielen internationalen Märkten neue Kunden für die Marke zu gewinnen.

Bei uns kommt nur die Elektroversion ë-C4 X mit bekannter Antriebstechnik auf den Markt. Mit großem Kofferraum und hohem Komfort eine echte Alternative zu alternden Mercedes-Limousinen im Taxigewerbe und den Uber-Corollas.