E-Ray, ZR1, Zora - Corvette-Varianten bis 2025
Über 1.000 Hybrid-PS für Corvette-Top-Modell

General Motors bringt bis 2025 drei weitere Versionen der Corvette C8 an den Start, darunter ein Top-Modell mit über 1.000 PS. Hier der Modell-Fahrplan.

Chevrolet Corvette E-Ray Teaser
Foto: GM

Auf einer Investorenkonferenz in New York hat GM-Präsident Mark Reuss am 17.11.2022 die Zukunft der Corvette skizziert. Ein Modell soll den "nächsten Leistungsschritt für Chevrolet" zeigen und eine "unvorstellbare Leistung" haben. Es soll "die Welt darauf aufmerksam machen, was GM zu leisten vermag". Mit seinen Ausführungen und weiteren Andeutungen hat Reuss indirekt den bereits 2020 durchgesickerten Corvette-Fahrplan bestätigt.

Erste Hybrid-Corvette ab 2023

2023 startet zunächst die Corvette E-Ray (den Namen hat sich GM schützen lassen), die das Grand-Sport-Modell als erste Hybrid-Version ersetzen wird. Befeuert von dem 6,2-Liter-V8 wie die Basis-Corvette, kommt der E-Ray auf 608 PS und 678 Nm Drehmoment. Dabei legt GM den E-Ray eher als Grand Tourer als einen Hardcore-Sportwagen aus. In der etwa 100.000 Dollar (rund 97.500 Euro) teuren Corvette E-Ray ist Allradantrieb gesetzt. Fraglich ist noch die Anzahl der Elektromotoren an der Vorderachse. Fest steht dagegen: Der Hybrid-Sportler wird einen Allradantrieb erhalten.

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Für das Modelljahr 2024 stellt GM dann die Corvette ZR1 in Aussicht. Der über 120.000 Dollar respektive 117.000 Euro teure Sportwagen erhält zwei Turbolader, um den bei der Z06 eingeführten 5,5-Liter-LT6-V8 (LT7) unter Druck zu setzen. Dieser Triebwerks-Spezifikation werden über 860 PS und über 1.100 Nm maximales Drehmoment zugetraut. Zu viel für das Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe, das Zulieferer Tremec für die C8 Stingray zur Verfügung stellt. Tremec kündigte aber bereits bei deren Präsentation die Entwicklung weiterer Varianten an, die mit mehr Drehmoment umgehen können sollen.

Hybrid-Corvette Zora mit über 1.000 PS

Ab 2025 steht dann der zweite Hybrid-Renner unter dem Codenamen "Zora" in den Startlöchern. Das Modell ist dann die bisher stärkste Serien-Corvette. Dank ihres neuen 5,5-Liter-V8-Biturbos (LT7HP1) und Hybrid-Unterstützung soll die C8 Zora die 1.000-PS-Grenze knacken und bis zu 1.300 Nm System-Drehmoment produzieren. Der Preis: 150.000 Dollar (rund 143.000 Euro).

Der Codename Zora passt perfekt zum Konzept, das den Sportwagen schneller machen soll: Zora Arkus-Duntov (1909 – 1996) gilt als Vater der Corvette, weil er nach der Präsentation der C1 diese als untermotorisiert und zu langsam empfand – und mit Verbesserungsvorschlägen für seine Einstellung bei GM sorgte. Und dafür, dass der künftig performantere US-Sportwagen ein Verkaufsschlager wurde.

Elektro-Corvette ist gesetzt – Biden darf testen

Damit wäre das Corvette-Line-up antriebsseitig so breit aufgefächert wie noch nie. Trotzdem fehlt da noch eine Variante: Nämlich eine rein elektrische, die aufgrund der stark von der Elektromobilität getriebenen Zukunftsstrategie des General-Motors-Konzerns unabdingbar ist. Selbst US-Präsident Joe Biden hatte dieses Modell in einem früheren Tweet bereits ins Spiel gebracht. Kommen soll es für das Modelljahr 2024, kosten soll es weniger als 120.000 Dollar. Schon vor rund sieben Monaten hatte Reuss angekündigt, dass die vollelektrische Corvette auf Ultium-Basis aufbaut. Dieser Akku-Baukasten von General Motor ist für eine Batteriekapazität von bis zu 200 kWh gut und ermöglicht mehr als 1.000 Allrad-PS.

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Ja, alles wie bei der Konkurrenz kann nicht die Lösung sein.Nein, die Corvette ist ein Sportwagen, ihre Tradition ist bezahlbare Performance. Wie die zustande kommt, ist egal.

Fazit

Chevrolet hat bei der achten Generation der Corvette nicht nur die Anordnung des Motors radikal geändert, sondern plant auch bei dessen Technik eine Abkehr von Traditionen – zumindest für die Versionen mit mehr Leistung.

Auch wenn der 6,2-Liter-V8 mit zentraler Nockenwelle nicht gleich aus dem Programm fliegt: Die Amerikaner entwickeln ein hubraumkleineres Aggregat mit flacher Kurbelwelle samt Hubzapfenversatz von 180 Grad, zwei obenliegenden Nockenwellen und vier Ventilen pro Zylinder. Die inzwischen ebenfalls exotische Kompressoraufladung ist Geschichte, die stärkeren Corvette-C8-Varianten setzen auf Turbos, V8-typisch auf zwei. Eine weitere Komponente der Leistungssteigerung wird die Hybridtechnik.