Cupra Leon Facelift
Käufer zahlen 14 Prozent mehr

Cupra überarbeitet zum Modelljahr 2024 den Kompaktsportler Leon in beiden Karosserievarianten. Die Optik wird eigenständiger, die Top-Motorisierungen werden stärker und der Preis teurer.

Cupra Leon Modellpflege Facelift 2024
Foto: Cupra

Die vierte Generation des Seat Leon ist seit 2020 am Start. Mit der neuen Generation trennte die spanische Marke auch die Basis-Modelle des Leon von den sportlichen Varianten, die fortan unter dem eigenständigen Label Cupra antraten. Zuvor waren die Cupra-Modelle nur Anhängsel an der Seat-Nomenklatur. Für eine noch offensichtlichere Abgrenzung sorgt zum Modelljahr 2024 ein umfangreiches Facelift, das dem Leon Cupra eine eigenständigere Optik sowie mehr Leistung in den Top-Varianten verpasst.

Unsere Highlights

Front und Heck angepasst

Geprägt wird der 2024er-Jahrgang von der neuen Shark Nose. Der riesige Kühlergrill gibt jegliche Zurückhaltung auf. Das Kühlermaul, das den Kennzeichenträger als breite Spange in die Mitte nimmt, setzt auf große viereckige Gitterelemente. Das Cupra-Logo rückt nach oben vor die Motorhaube. Die seitlichen Lufteinlässe in der Schürze greifen die Gitterstruktur des Kühlergrills auf. Abgerundet wird die Nase durch neue Matrix-LED-Scheinwerfer mit dem charakteristischen Cupra-Design, bei dem drei beleuchtete Dreiecke von einem weiteren Dreieck eingerahmt werden.

Das Dreiecks-Thema scheint auch in den neuen Rückleuchten auf. Zusätzlich wurde das zentrale Cupra-Logo nun in das quer zwischen den Leuchten verlaufende Lichtband integriert. Neu geformt präsentiert sich zudem die Schürze. Am Fünftürer und am Sportstourer wurde jeweils der farblich abgesetzte Einzug rund um das Kennzeichen neu gestaltet. Die Rückstrahler wandern stehend in die angedeuteten seitlichen Entlüftungskiemen.

Abgerundet wird der frische Auftritt mit neuen Designs für die 18 und 19 Zoll großen Leichtmetallfelgen sowie die beiden neuen Farbtöne Century Bronze Matt und Enceladus Grey Matt, die das Lackspektrum auf neun Optionen erweitern.

Infotainment und Oberflächen neu

Im Innenraum punkten die neuen Cupra-Leon-Modelle mit anderen Oberflächenmaterialien sowie neuen kupferfarbenen Akzenten im gesamten Cockpit. Das digitale Kombiinstrument wurde überarbeitet, der zentrale Touchscreen wächst auf 12,9 Zoll. Zudem wurden beleuchtete Schieberegler eingefügt. Die Klimasteuerung wurde ebenfalls integriert. Für eine bessere Bedienung wurden die Nutzeroberfläche überarbeitet sowie ein neues Betriebssystem implementiert. Gehobene audiophile Ansprüche bedient Cupra optional mit einem neuen Soundsystem von Sennheiser.

Neue PHEV, stärkerer Top-Benziner

Wer Cupra fährt, legt viel Wert auf emotionale Antriebe. Auch hier gießt Cupra Öl respektive Strom ins Antriebsfeuer. Auf der Benziner-Seite startet das Angebot in beiden Karosserieversionen weiterhin mit dem 150 PS und 250 Nm starken 1.5 TSI, der mit einem manuellen Sechsganggetriebe interagiert. Topmotor für den Fünftürer ist weiterhin der Zweiliter-TSI mit 300 PS und 400 Nm. Das Antriebsmoment fließt hier über ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe an die Vorderräder.

Im Kombi wird der Turbobenziner in einer Version mit 204 PS, Siebengang-DSG und Allradantrieb offeriert. Im Sportstourer ist aber auch noch mehr Leistung zu haben, wobei die bisher 310 PS starke Version auf 333 PS zulegt. Erhalten bleiben Allradantrieb und Siebengang-DSG. Neu sind ein zusätzlicher Cupra-Fahrmodus samt Drift-Funktion, Torque-Splitter-Technologie und optionalen Akebono-Sechskolben-Bremsen.

Mild-Hybrid-Interessenten werden weiter mit dem 1.5 eTSI bedient, der es auf 150 PS und 250 Nm bringt. Neu aufgestellt wurde das PHEV-Angebot. Hier wird der 1.5 TSI mit einem Elektromotor und einer 19,7 kWh großen Batterie kombiniert. Zu haben sind in beiden Karosserievarianten mit 204 und 272 PS, wobei Letztere optional auch mit leistungsfähigeren Brembo-Bremsen aufgerüstet werden kann. Die rein elektrische Reichweite soll jeweils über 100 Kilometer betragen. Geladen werden kann mit elf kW an der heimischen Wallbox oder mit bis zu 50 kW am Schnelllader.

Und selbst Diesel-Fans werden bei Cupra weiter bedient. Es bleibt beim 2.0 TDI mit 150 PS und 360 Nm, der mit einem Siebengang-DSG zusammenarbeitet.

Marktstart und Preise

Im Vergleich zu den bisherigen Preisen schlägt Cupra auf. Bislang startete der Fünftürer ab 33.780 Euro, der Kombi Sportstourer war ab 35.425 Euro zu haben. Wer den Cupra Leon eTSI Hybrid mit 150 PS haben möchte, zahlt 38.340 Euro aufwärts. Der Zwei-Liter-Diesel mit ebenso viel PS kostet ab 40.840 Euro. Der Sportstourer eTSI beginnt bei 40.515 Euro und für die Diesel-Ausführung gehen die Preise bei 43.015 Euro los.

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Fazit

Cupra will sich stärker von Seat differenzieren und legt seine Modelle mit einem eigenständigen Look auf. Mit dem Facelift gibt es beim Leon dann auch noch Änderungen im Innenraum und stärkere Motoren. Die Preise beginnen bei 38.340 Euro.