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Dacia Bigster: Alles zum neuen großen SUV

Dacia Bigster (2025)
Erste Spionage-Bilder zeigen den großen Duster

Dacia bietet ab 2025 den Bigster-SUV als vergrößerten Duster, jedoch ohne dritte Sitzreihe an. Jetzt gibt es die ersten Erlkönig-Bilder, die einen Vergleich zur Studie erlauben.

Erlkönig Dacia Bigster
Foto: Stefan Baldauf / Dacia

Der Bigster ist im C-Segment beheimatet und orientiert sich in den Abmessungen an der Studie (weiter unten im Text). Die kam auf 4,60 Meter und rangierte damit eher am oberen Ende des Kompaktklassen-Größenspektrums. Zum Vergleich: Der aktuelle Dacia Duster, offiziell ebenfalls dem C-Segment angehörig, misst 4,34 Meter. Technisch sind beide SUV eng miteinander verwandt. Der Bigster baut auf der B-Ableitung der CMF-Konzern-Plattform auf, die Dacia in ihrer "Low Specifications"-Variante bereits bei den dritten Generationen des Logan und Sandero nutzt. Die Plattform kann verschiedenste Antriebe tragen und lässt sich auch elektrifizieren.

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Bigster-Motoren aus dem neuen Duster

Diesel-Aggregate gibt es nicht, stattdessen orientiert sich der Bigster am neuen kleinen Bruder. Entsprechend kommen drei Motoren zum Einsatz. Die Basis bildet der TCe 100 Eco-G. Der aufgeladene Dreizylinder mit einem Liter Hubraum kann mit Benzin oder Autogas (LPG) betrieben werden. Zwei jeweils 50 Liter große Tanks ermöglichen, Angaben des Herstellers zufolge, eine Reichweite von bis zu 1.300 Kilometern.

Beim TCe 130 kommt ein 1,2-Liter-Dreizylinder mit 130 PS zum Einsatz, der als Mildhybrid mit einem 48-Volt-System ausgerüstet ist. Wie bei der LPG-Basis sortiert der Fahrer die Übersetzungen mit einem manuellen Sechsgang-Schaltgetriebe. Optional wird es den Dacia Duster TCe 130 auch mit Allradantrieb geben. Das Topmodell trägt den aus dem Jogger bekannten Vollhybrid-Antrieb der Konzernmutter Renault unter der Haube. Der Duster Hybrid 140 kombiniert einen 94 PS starken Vierzylinder-Sauger mit gleich zwei Elektromotoren. Der stärkere leistet 35 kW (49 PS), dazu kommt ein Startergenerator mit 15 kW (20 PS). Als Systemleistung werden 103 kW / 140 PS angegeben.

Bigster heißt Bigster

Der Dacia Bigster – der Name ist laut Dacia-Chef Denis Le Vot fix – wird trotz seiner größeren Länge nicht über eine dritte Sitzreihe verfügen. Trotzdem soll Variabilität und Komfort beim SUV in Fokus stehen. Vermutlich wird auch das Sleep-Pack für den Bigster verfügbar sein, das den SUV zum Wohnmobil macht.

Wie beim neuen Duster blicken die Bigster-Fahrer auf ein Digital-Cockpit und den mittig auf dem Armaturenträger stehenden Bildschirm. Sie greifen in ein oben und unten abgeflachtes Lenkrad.

Im Vergleich zur Studie fällt die Serienversion nicht ganz so expressiv aus. Die ausgestellten Radhäuser sowie die stark konturierte Motorhaube und der untere Stoßfänger sind "ziviler" gestaltet. Auch hier steht der Duster Pate. Es bleibt bei dem schmalen Scheinwerfer-Band mit den Y-Leuchtbändern sowie der weit nach vorn gebogenen Motorhaube. Die Dachreling ist gesetzt. Vorn trägt der SUV Bügelgriffe, hinten in die Karosserie integrierte Klappgriffe. Die aufsteigende untere Fensterlinie zeigt sich auch beim Bigster, hier fällt das hintere Seitenfenster deutlich größer aus. Das Heck wird von einem Dachkantenspoiler beschirmt, die Heckleuchten nehmen das Y-Design der Front-Lichter auf.

Dacia Bigster Concept

Als immer wichtigerer Teil des Renault-Nissan-Konzerns spielt die Marke Dacia bei dessen Strategiewechsel namens "Renaulution" eine zentrale Rolle. Da ist es nur konsequent, dass die Vorstellung des großen Restrukturierungs-Programms zum Jahresbeginn 2021 durch den damals neuen Konzernchef Luca de Meo von einer Konzeptstudie der Rumänen garniert wurde: dem Bigster Concept.

Das Design der Konzeptstudie präsentierte sich als modernere und ziemlich selbstbewusste Neuinterpretation der damaligen Duster-Linienführung. Die ausgestellten Kotflügel mit extra herausgezogenen Kunststoff-Radläufen und der Powerdome auf der Fronthaube lassen den Bigster stämmig aussehen. Die großen Räder verschaffen dem Fünfsitzer eine große Bodenfreiheit, während die Y-förmige Lichtsignatur zu einer durchaus aggressiven Frontansicht führt. Im Mittelteil zeigte sie bereits das neue mittlerweile etablierte Markenlogo. Hinten wiederholt sich die Y-Form, während über dem ansonsten glattflächig gestalteten Heck ein markanter Dachspoiler thront. Die robust wirkende Dachreling zeigt, dass die Autos der Rumänen auch in Zukunft praxisorientiert konzipiert sind.

Markenschriftzug überall

Auffällig an der Studie: Der allgegenwärtige Dacia-Schriftzug. Die Botschaft: Kein Dacia-Fahrer soll sich für die Wahl seiner Marke schämen müssen. "Erschwinglichkeit muss kein Gegensatz zu Attraktivität sein", sagte bei der Präsentation des Bigster Concept folgerichtig Alejandro Mesonero-Romanos. Dacias damaligen spanischen Kurzzeit-Designchef, der schon im Juni 2021 zu Alfa Romeo wechselte, hatte Luca de Meo zuvor von Seat mit ins Renault-Universum gebracht. Mesonero-Romanos attestierte dem Bigster gar einen "Outdoor-Spirit" und "einen Hauch von Coolness" – und lag damit nicht falsch.

Dacia Bigster
Dacia
Die Y-förmigen Leuchten und der Powerdome auf der Fronthaube verleihen dem Bigster eine Fast schon aggressive Frontpartie.

Verzicht übt der Bigster Concept dagegen in Sachen Chrom-Verzierungen und Aluminium-Imitate. Das hat Dacia zufolge aber nicht in erster Linie optische Gründe, sondern liegt daran, dass man das Showcar nach umweltfreundlichen Prinzipien hergestellt habe. So bestehen beispielsweise die äußeren Protektoren ausschließlich aus recycelten Kunststoffen. Die dunkelgrüne Matt-Lackierung soll diesen Anspruch nach außen verkörpern.

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Cooles Ding. Der Bigster macht die Marke für mich endlich interessant.Nichts für mich. Die Serienversion wird eh so langweilig wie alle anderen Dacias.

Fazit

Der Dacia Bigster erweitert das C-Segment mit einer Länge von 4,60 Meter und bietet moderne Antriebe ohne Diesel. Technisch eng mit dem Duster verwandt, setzt er auf Variabilität und Komfort. Das Design ist weniger expressiv als die Studie, bleibt aber markant. Der Bigster spielt eine zentrale Rolle im 'Renaulution'-Programm des Renault-Nissan-Konzerns.