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Mercedes G-Klasse Facelift / Modellpflege 2024

Mercedes G-Klasse Facelift / Modellpflege 2024
Schnapper-Alarm bei der neuen G-Klasse

Mercedes verpasst der G-Klasse ein Facelift für 2024. Die meisten Updates erhält der AMG G63, der G 500 kommt künftig als Sechszylinder. Die Preise stehen bereits fest und überraschen ein bisschen.

Seit 2018 ist die neue Baureihe W 463 am Start, Zeit also für eine umfangreiche Modellpflege zur Mitte des Produktlebens. Natürlich bleiben die Stuttgarter dem klassischen Layout des Geländewagens treu und verkneifen sich signifikante Eingriffe ins Blech. Jetzt feierte der neue Modelljahrgang Premiere.

Neues Design für die G-Klasse von Mercedes

Die optischen Änderungen sind eher dezent. So erhält die Front samt Grill und Stoßfänger ein neues Styling. Beim G 500 prangen jetzt vier Querstreben im Grill, die Lufteinlässe im Stoßfänger erhalten ein geändertes Design. Der AMG G63 trägt vertikale Streben im Grill, im Stoßfänger befinden sich jeweils drei Lamellen vor den Lufteinlässen. Das optionale AMG Carbon-Paket Exterieur umfasst unter anderem einen Kühlergrill in Dark Chrome, Spiegelkappen und Einleger in der Außenschutzleiste im Carbon-Design.

Unsere Highlights

Bei allen Modellen gibt es eine neue A-Säulenverkleidung, neues Isolationsmaterial und eine neue Spoilerlippe an der Dachzierleiste. Hierdurch sollen Wind- und Fahrgeräusche reduziert werden.

Über die neu gestaltete Offroad-Bedieneinheit gelangen Fahrerinnen und Fahrer direkt in das neue Offroad-Cockpit. Es bietet sowohl im Fahrer- als auch im Media-Display einen Überblick über die wichtigsten, relevanten Daten für das Fahren abseits der Straße, sowie Funktionen zur Unterstützung bei Geländefahrten. Außerdem ermöglicht die "Transparente Motorhaube" in Verbindung mit der 360-Grad-Kamera im Media-Display einen virtuellen Blick vorn unter das Fahrzeug.

Neue Lenkräder, neue Assistenten

Alle Ausstattungsvarianten sind mit dem aktuellen MBUX-System ausgestattet und bekommen Lenkräder der neuesten Generation. Neue Options-Extras umfassen unter anderem die Integration des Zugangssystems Keyless Go in die Türgriffe, temperierte Getränkehalter, kabelloses Laden für Smartphone und ein Burmester Premium 3D Soundsystem. Dazu kommen weiterentwickelte Assistenzsysteme. Unter anderem sind der Aktive Nothalt-Assistent, die streckenbasierte Geschwindigkeitsanpassung und der Aktive Lenk-Assistent erstmals verfügbar.

03/2024 Mercedes AMG G63 / G 500 Modellpflege Facelift
Mercedes-Benz

Die Lenkräder werden in allen Modellvarianten aktualisiert.

Weitere Updates für den AMG G 63 umfassen unter anderem das neue AMG Performance Lenkrad mit AMG Lenkradtasten, die exklusive Wunschfarbe Hyperblau Magno, sechs Felgendesigns in Größen von 20 bis 22 Zoll sowie AMG spezifische Funktionen und Anzeigen im MBUX-System.

Motoren werden stärker und weniger durstig

Bei den verfügbaren Motorisierungen strukturiert Mercedes um. Bislang gibt es zwei Diesel als G 350 d und G 400 d mit 286 und 330 PS sowie den G 500 als Benziner mit dem 422 PS starken V8 Biturbo. Künftig kommt auf der Dieselseite der G 450 d mit dem Reihensechszylinder mit 367 PS (plus 20 PS-E-Unterstützung). Stattdessen kommt der G 500 ab sofort mit dem drei Liter großen Reihensechszylinder sowie 48-Volt-Bordnetz und integriertem Startergenerator. Der G 500 kommt damit auf 449 PS plus 23 PS aus dem E-Motor. Beide Sechszylinder als Diesel und Benziner erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h.

Künftig einziges Modell mit V8-Maschine ist der AMG G 63 mit seinem Bi-Turbo-Achtzylinder. 585 PS zuzüglich 20 E-PS aus dem 48-Volt-System stehen hier parat, zu den 850 Newtonmeter Drehmoment des Achtzylinders gesellen sich weitere maximal 200 Nm aus der E-Maschine. Der Sprint von null auf 100 km/h soll in 4,3 Sekunden glücken, mit dem optionalen AMG Performance-Paket wird die Höchstgeschwindigkeit auf 240 km/h angehoben. Standard sind 220 km/h.

Super-Fahrwerk als Option im AMG

Neu an Bord beim AMG G 63 ist das aufpreispflichtige AMG Active Ride Control Fahrwerk. Dieses Fahrwerk mit aktiver hydraulischer Wankunterdrückung und adaptiven Dämpfern hebt die Performance der G-Klasse sowohl im Gelände als auch auf der Straße auf ein neues Level. Wie gut das funktioniert, konnten wir sogar schon ausprobieren, siehe der verlinkte Beitrag unter diesem Absatz.

Die konventionell angetriebenen G-Klassen werden ab 2024 von einer rein elektrischen Version – dem Mercedes G 580 Electric – ergänzt. Der Strom-G wurde als seriennahes Conceptcar bereits auf der IAA 2021 präsentiert.

G-Klasse 2024 – die Preise

Die modellgepflegte G-Klasse kann bereits bestellt werden. Und hier überrascht Mercedes ein wenig, denn im Gegensatz zu den markenüblichen Facelift-Aufschlägen in der jüngeren Vergangenheit wurde bei den G-Modellen nur moderat an der Preisschraube gedreht. Angesichts des bereits zuvor fürstlichen Preisniveaus ist das bemerkenswert.

Den Anfang macht der G 450 d mit 122.808 Euro, das sind 3,8 Prozent mehr gegenüber dem 37 PS schwächeren Vorgänger G 400 d. Um 1,6 Prozent steigt der Preis des G 500 – 132.328 Euro statt zuvor 130.204 Euro kosten 27 PS mehr und zwei Zylinder weniger. Fast schon knauserig wirken die nur 1,1 Prozent Preissteigerung beim AMG G 63 mit gleicher Motorleistung, der jetzt 189.329 Euro kostet. Aber in dieser Preisliga wird ohnehin nicht mehr über Geld geredet.

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Fazit

Seit 2018 ist die aktuelle G-Klasse am Start, Zeit also, dem Offroader eine Modellpflege zu spendieren. Entsprechend erhält der G leichte optische Retuschen sowie ein neues Interieur mit Tablet-Screen und neuem MBUX-Infotainmentsystem. Das Motorenportfolio wird umgebaut. Zusätzlich ergänzt Mercedes die Baureihe mit dem G 580 Electric eine rein elektrische Version. Für den AMG G 63 hat Mercedes ein neues Fahrwerk entwickelt. Alle Motorisierungen erhalten Hybrid-Unterstützung, der Achtzylinder im G 500 weicht einem Reihen-Sechszylinder.