Force Motors Gurkha Fünftürer
Indische G-Klasse unter 20.000 Euro

Force Motors aus Indien kündigt die Langversion des Geländewagens Gurkha an. Der sieht aus wie eine Rustikal-Kopie der G-Klasse und hat eine lange Historie.

Zuerst das mit dem Namen: Der Gurkha hat seine Bezeichnung nicht vom phonetisch ähnlichen Gemüse, sondern von nepalesischen Soldaten. Die Gurkhas dienen in der indischen und der britischen Armee in eigenen Regimentern und gelten dort als Elitesoldaten. Wer sich schon lange genug mit Autos beschäftigt, die auch ohne Straßen funktionieren, hat das natürlich bereits gewusst. Denn unter dem damaligen Markennamen Bajaj Tempo gab der Gurkha Ende der 1990er-Jahre sogar ein Gastspiel in Deutschland, mit einem sonor nagelnden Mercedes-Diesel unter der Haube.

Unsere Highlights

Lange Gurkha-Ahnenreihe

Seit 2005 firmiert der ehemalige Hersteller Bajaj Tempo in Indien als Force Motors und hat den Gurkha bis heute, immer wieder renoviert, im Programm. 2021 kam die jetzige, vierte Generation auf den Markt. Allerdings bislang nur als kurzer Dreitürer mit 4,12 Meter Länge und 2,4 Meter Radstand. Die in den Vorgänger-Generationen üblichen Varianten mit langem Radstand ließ Force Motors bislang vermissen. Nun melden sich die Inder allerdings mit einem ersten Teaserbild dieses Lang-Gurkhas und kündigen die Präsentation für den Mai 2024 an.

Technisch wird sich der Fünftürer-Gurkha bis auf Radstand und Länge nicht vom Kurz-Modell unterscheiden. Der Force Gurkha ist bis heute ein klassischer Geländewagen geblieben: Leiterrahmen mit aufgeschraubter Karosserie, hinten eine Starrachse (immerhin an Schrauben- statt Blattfedern), Geländeuntersetzung und zwei (!) Achsdifferenzialsperren. Antrieb ist ein bis heute auf dem ehrwürdigen OM616 basierender Vierzylinder-Diesel, den Force Motors unter Lizenz von Mercedes produziert. Mit Commonrail-Einspritzung und Turbolader bringt es der 2,6-Liter-Motor auf eine Leistung von 91 PS und ein Drehmoment von 250 Newtonmeter.

Während sich der Gurkha äußerlich stark am G-Modell anlehnt, bis hin zum charakteristischen Schwung der Regenrinne und den aufgesetzten Blinkern über den Kotflügeln, geht es innen eher robust zu. Große Kunststoffflächen und handfeste Schalter, die fünf Gänge werden per Hand gewechselt. Immerhin: Fahrer und Beifahrer können auf Airbags vertrauen und das Infotainment-System mit Touchscreen beherrscht sowohl Android Auto als auch Apple Carplay.

Preis unter 20.000 Euro

Was den Gurkha allerdings besonders sympathisch macht, ist sein Preis. Umgerechnet rund 16.800 Euro verlangt Force Motors aktuell für den kurzen Gurkha, die Langversion mit vermutlich rund 4,5 Meter Außenlänge wird sich ebenfalls deutlich unter umgerechnet 20.000 Euro einsortieren.

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Nein, die passen hier nicht auf den Markt.Klar, robust und günstig kommt gut.

Fazit

In fast 40 Jahren Bauzeit ist aus dem indischen Geländewagen Gurkha ein durchaus ansehnliches Auto geworden. Während die ersten Modelle aus den 1980er-Jahren noch aussahen und fuhren wie selbstgebaut, ist der aktuelle Gurkha trotz der nach wie vor robusten Technik auf einem sichtbar höheren Level angelangt. Noch in 2024 soll der bisher nur als Dreitürer angebotene Gurkha durch eine verlängerte, fünftürige Variante ergänzt werden.