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Ineos plant weitere Baureihen: Rettung für Suzuki Jimny-Fans?

Ineos plant weitere Offroad-Baureihen
Kommt die Rettung für Jimny-Fans von Ineos?

Der Geländewagenhersteller Ineos will das Angebot um zusätzliche Modelle erweitern. Neben einem großen Luxus-SUV soll ein kompakter Offroader kommen. Der könnte in die Lücke stoßen, die der Suzuki Jimny hinterlässt.

05/2024 Collage Ineos Grenadier und Suzuki Jimny
Foto: Ineos/Suzuki/Collage Patrick Lang

Im Sommer 2024 wird sich der Suzuki Jimny aus der EU verabschieden. Der kultige Geländewagen hinterlässt als letzter seiner Art eine große Lücke. Denn Kunden, die einen bezahlbaren Offroader im Kompaktformat brauchen, fanden im Suzuki ihre letzte Zuflucht. Alle anderen Hersteller haben sich aus diesem 4x4-Segment verabschiedet. Alleine Dacia hält noch die Budget-Fahne hoch, allerdings ist der Duster eher ein Schlechtwege-SUV als ein kompetenter Kraxler wie der Jimny.

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In diese Leere könnte in absehbarer Zeit Ineos stoßen, sehr zur Freude von Förstern, Jägern und sonstigem gelände-affinen Landvolk. Der 2016 gegründete britische Geländewagenhersteller will nach und nach ein komplettes Modellangebot auf die Räder stehen. Momentan produziert Ineos im französischen Hambach den Grenadier und dessen Pick-up-Variante Quartermaster. Bereits angekündigt ist der vollelektrische Ineos Fusilier (ab 2027, siehe Bildergalerie).

Ineos will sich in der Zukunft, ähnlich wie Jeep und Land Rover, als reiner Geländewagen-Produzent etablieren. Das unterstrich jüngst auch Lynn Calder, CEO von Ineos Automotive, auf dem "Future of the Car Summit" in England. Laut Calder sei geplant, sowohl unterhalb des kommenden Fusilier als auch oberhalb des Grenadier eine weitere Baureihe zu installieren. Hierfür infrage käme neben dem bisherigen Stammwerk im französischen Hambach eine weitere Produktionsstätte, möglicherweise in den USA.

Ineos bleibt Geländewagen-Marke

Während das Segment der großen Luxus-SUV bereits heute mehr als üppig besetzt ist, bereitet der Ausblick auf einen kleinen Kompakt-Geländewagen mehr Vorfreude. Im Gespräch mit auto motor und sport wies ein Ineos-Verantwortlicher jüngst in dieselbe Richtung. Demnach sei ein Fahrzeug in Suzuki Jimny-Dimensionen für Ineos absolut denkbar. Mit dem Grenadier hat Ineos zwar bereits einen hochkompetenten Geländewagen im Programm, doch mit dessen Preisregion jenseits der 80.000 Euro wird für Hobby- und Nutzanwender die Luft dünn.

Suzuki selbst hatte den Jimny in Deutschland kontinuierlich verteuert, zuletzt auf 29.490 Euro (2018 waren es noch unter 18.000 Euro). Ob Ineos in dieser Preisregion einen neuen Geländewagen entwickeln und vermarkten kann, steht auf einem anderen Blatt. Mit der bisher beim Grenadier verwendeten Edeltechnik samt BMW-Sechszylindern sicher nicht, aber die bräuchte ein kleiner Kraxler ja auch gar nicht.

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Auf jeden Fall, es gibt ja keine mehr.Niemals, die ganzen SUV genügen doch.

Fazit

Bis zu 300.000 Fahrzeuge will Ineos künftig pro Jahr verkaufen. Um diese Entwicklung zu nehmen, muss auch ein Modell unterhalb der Hochpreis-Angebote Grenadier und Quartermaster her. Das schafft Hoffnung auf einen preislich attraktiven Offroader im Segment des Suzuki Jimny, der nach Suzukis Ausstieg auf eine rege Nachfrage stoßen dürfte. Solche Pläne deuteten zuletzt Ineos-Verantwortliche an.