Jeep Wrangler Facelift zum Modelljahr 2024
US-Preise stehen fest

Jeep frischt den Wrangler zum Modelljahr 2024 umfassend auf. Die optischen Retuschen halten sich in Grenzen, aber im Interieur tut sich einiges.

Jeep hat im April 2023 auf der New York International Auto Show den umfassend überarbeiteten Wrangler vorgestellt. Von außen bleibt das Facelift dezent: Der Offroad-Klassiker erhält einen neuen Kühlergrill, dessen sieben Längsstreben etwas niedriger sind als zuvor. Ein weiteres optisches Detail bleibt unsichtbar: Statt einer festen Stahlantenne gibt es nun ein in die Frontscheibe integriertes "Stealth"-Pendant. Jeep führt zudem zehn neue Rad-Designs in Dimensionen zwischen 17 und 20 Zoll ein. Hinzu kommen ein neues serienmäßiges Premium-Softtop und die neue Außenfarbe "Anvil", ein Blaugrau.

Unsere Highlights

Innen verpasst die Stellantis-Marke ihrem Geländewagen-Klassiker auf dem Armaturenbrett neue Soft-Touch-Oberflächen aus Stoff oder Polyurethan mit kontrastierenden Akzentnähten. Das Interieur-Highlight ist aber der neue 12,3-Zoll-Touchscreen im Zentrum – das größte Display, das je im Wrangler angeboten wurde. Hier kommandieren die Fahrerin oder der Fahrer das Uconnect-5-Infotainment- mit Android-Betriebssystem und Over-the-Air-Update-Fähigkeit. Smartphones lassen sich aber nicht nur kabellos über Android Auto, sondern auch per Apple Carplay einbinden. Das neue Kartenmaterial bietet Offroad-Trail-Guides, was Geländetouren vereinfachen soll. Ab Werk sind darin 62 von der Marken-Community als Jeep-würdig zertifizierte Routen hinterlegt. Auf Wunsch gibt es einen Katalog mit mehr als 3.000 (!) anspruchsvollen Unterholz-Strecken.

Neue Hinterachse verbessert Offroad-Kompetenz

Damit der neue Jeep Wrangler in Sachen Geländegängigkeit weiter zulegt, verfügen die Rubicon-Modelle erstmals über eine schwimmend gelagerte Hinterachse. Das Modell 44 HD des Spezialisten Dana ermöglicht einen Kriechgang mit dem Übersetzungsverhältnis 100:1 und eine auf knapp 2,3 Tonnen erhöhte Anhängelast. Außerdem lassen sich damit auf simple Art größere Räder auf den Wrangler stecken, was im Gelände Vorteile bringen kann.

Wer die Willys-Ausstattung wählt, profitiert abseits befestigter Straßen künftig von einem serienmäßigen Sperrdifferenzial an der Hinterachse und 33- statt 32-Zoll-Offroad-Reifen. Noch robuster ist der neue Wrangler Rubicon X mit seinen 35-Zoll-BF-Goodrich-Gelände-Pneus, Offroad-Kamera und Stahlstoßstangen. Alle Rubicon-Versionen sind zudem mit einer vorn verbauten Warn-Seilwinde erhältlich, die mehr als 3,6 Tonnen wegschleppt.

Bessere Ausstattung und Sicherheit

Bei der eher luxuriös ausstaffierten High-Altitude-Variante polstert Jeep die Serienausstattung auf. Sie erhält unter anderem beheiz- und elektrisch verstellbare Vordersitze, ein Sonnendach, eine Frontkamera und Nappaledersitze, die auf Wunsch in der neuen Interieurfarbe Mantis Green erstrahlen. Und den PHEV-Wrangler 4xe bietet Jeep künftig in der entsprechend positionierten Variante Sport S an. Für ihn gibt es zudem die neue Power-Box, mit deren 120-Volt-Steckdosen sich bis zu vier externe Geräte mit Strom versorgen lassen.

Die passive Sicherheit des Wrangler verbessert Jeep, indem der Wrangler serienmäßig Seitenairbags in der ersten und zweiten Reihe sowie Gurte mit Straffern und Kraftbegrenzern auf den Außenplätzen im Fond erhält. Aktive elektronische Komponenten wie ein Tempomat mit Stoppfunktion, Auffahr-, Totwinkel- und Querverkehrswarner, Einparkhilfe oder Rückfahrkamera sind je nach Ausstattungslinie serienmäßig an Bord oder kosten extra.

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Bekannte Antriebe

Beim Antriebs-Portfolio bleibt alles wie gehabt. Die Einstiegsvarianten bilden in den USA die beiden Benziner-Modelle mit Zweiliter-Vierzylinder-Turbo (274 PS und maximal 400 Newtonmeter) und 3,6-Liter-V6-Sauger (264 PS und höchstens 353 Newtonmeter). Darüber siedelt sich der Plug-in-Hybrid-Wrangler mit dem Kürzel 4xe an. Bei ihm bieten der Zweiliter-Turbo, zwei Elektromotoren und ein 17-Kilowattstunden-Lithium-Ionen-Batteriepaket mit 400-Volt-Technik insgesamt 381 PS und bis zu 637 Newtonmeter auf. Das Top-Triebwerk ist weiterhin der 6,4-Liter-V8 mit 477 PS und ebenfalls maximal 637 Newtonmetern. Als Standardgetriebe fungiert in fast allen Fällen eine Achtgang-Automatik. Nur der V6-Benziner ist serienmäßig mit einer Sechsgang-Handschaltung verbandelt.

Jeep hat den neuen Wrangler künftig in den acht Modellversionen Sport, Sport S, Willys, Sahara, High Altitude, Rubicon, Rubicon X und Rubicon 392 im Programm. In den USA stehen die Preise für das Facelift-Modell bereits fest. Als Zweitürer kostet die Basisversion Sport mindestens 31.895 Dollar (aktuell umgerechnet knapp 29.700 Euro). Der neue Rubicon X ist ab 54.895 Dollar (etwa 51.000 Euro) erhältlich. Die viertürigen Varianten sind jeweils 4.000 Dollar (gut 3.700 Euro) teurer. Wer den Wrangler 4xe haben möchte, zahlt mindestens 49.995 Dollar (46.500 Euro). Der mit Abstand teuerste Wrangler ist der nur als Viertürer erhältliche Rubicon 392 mit 6,4-Liter-V8 für mindestens 87.595 Dollar beziehungsweise fast 81.500 Euro.

Im dritten Quartal 2023 treffen die ersten Vertreter des Wrangler-Modelljahres 2024 bei den US-Händlern ein. Wann die Facelift-Version nach Europa kommt, hat Jeep bisher nicht kommuniziert. Hierzulande bieten die Amerikaner den Wrangler aktuell nur als viertürigen 4xe zu Preisen ab 80.000 Euro an.

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Fazit

Jeep frischt den Wrangler zum Modelljahr 2024 auf. Die Highlights sind der neue Kühlergrill, der große Infotainment-Touchscreen und die optionale neue Hinterachse, die die Offroad-Fähigkeit des Klassikers auf ein neues Level heben soll. Die restlichen Maßnahmen fallen unter die Kategorie "Modellpflege-Feinschliff".