Erlkönig Lamborghini Urus PHEV
Erwischt, auch von der Polizei

Lamborghini stattet den Urus mit einem Plug-in-Hybrid-Antriebsstrang aus. Der SUV soll Ende 2024 auf den Markt kommen. Unser Erlkönig-Fotograf hat den PHEV-Urus erwischt und nun auch die Polizei.

Mit dem Revuelto hat Lamborghini sein erstes Hybrid-Modell als Nachfolger des Aventador vorgestellt, mit dem Urus folgt das zweite Hybrid-Modell – die neue Antriebskombination löst den reinen Verbrenner-Motor in dem SUV ab. Das bestätigte der damalige Lambo-Chef Stephan Winkelmann gegenüber der britischen Autocar. Für 2029 steht die zweite Generation des Urus dann als reines Elektroauto an.

Lamborghini Urus mit 800 PS

Winkelmann nannte keine weiteren technischen Daten, außer, dass der 4,0-Liter-Twinturbo-V8 mit einem Elektromotor verbandelt wird. Vermutlich kommt der Antriebsstrang aus dem Porsche Panamera Turbo S E-Hybrid zum Einsatz, der es auf eine Systemleistung von 700 PS bringt. Der V8 steuert 571 PS bei, die E-Maschine 136 PS. Als Gesamt-Drehmoment stehen dem Porsche 870 Nm zu Buche.

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Beim Urus PHEV dürfte die Leistungsschraube noch etwas aufgedreht werden. Bis zu 800 PS sind in der Top-Performance-Version drin. Der aktuelle Urus ohne E-Unterstützung kommt in den S- und Performance-Versionen auf 666 PS. Übrigens, auch der Huracan-Nachfolger erhält den von Lamborghini optimierten V8-PHEV-Antrieb.

Auf den ersten Erlkönigbildern zeigt es sich, dass Lamborghini das Grundlayout des Urus kaum verändert. Es bleibt bei dem nach hinten sich stark neigenden Dach, bei den kantigen Radläufen und den ausgestellten hinteren Kotflügeln. An der Front dürfte der Urus PHEV eine neue Schürze sowie anders gestaltete Scheinwerfer erhalten. Sie orientieren sich dann an den Scheinwerfern des Revuelto mit den sternförmigen LED-Lichtbändern. Im Innenraum gibt es PHEV-typische Anzeigen im Cockpit, ansonsten wertet Lamborghini das Interieur mit neuen Polsterstoffen und Applikationen auf.

Lamborghini Urus PHEV von der Polizei erwischt

Und was rief nun die Polizei in der Nähe des Nürburgrings auf den Plan? Waren die Urus-Testfahrer womöglich zu schnell unterwegs? Nein, der Grund ist recht simpel. Der Prototyp mit italienischer Zulassung trug nur am Heck ein Kennzeichen, an der Front fehlte es. In Italien ist das Frontkennzeichen nicht zwingend vorgeschrieben, auf deutschen Straßen muss ein Fahrzeug auch vorn ein Kennzeichen tragen. Das regelt der § 21 Abs. 1 der Fahrzeugzulassungsverordnung (FZV). Demnach "müssen ausländische Fahrzeuge an Rück- und Vorderseite ein Kennzeichen führen. Dies gilt selbst dann, wenn der Zulassungsstaat nur ein Kennzeichen für die Rückseite vorschreibt. In diesem Fall muss während der Nutzung in Deutschland zusätzlich ein entsprechendes Duplikat an der Vorderseite montiert werden." Ein Verstoß kostet übrigens 40 Euro, ob die Testwagenfahrer mit einer Ermahnung davonkamen, ist nicht überliefert.

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LM002 natürlich. Da regt mich schon die Frage auf.Urus. Moderner, dezenter, schneller.

Fazit

Lamborghini bringt 2024 den Urus als PHEV-Modell mit bis zu 800 PS auf den Markt, das reine Verbrenner-Modell gibt es dann nicht mehr. Der Urus als Plug-in-Hybrid erhält den Antriebsstrang, der aus dem Porsche Panamera Turbo S E-Hybrid bekannt ist und der von den Italienern modifiziert wird.

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