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Das Wohnmobil für alle, die Campingplätze hassen

Loki Expedition Discovery Kofferaufbau
Wohnmobil für alle, die Campingplätze hassen

Das Unternehmen Loki Expedition bietet große Kofferaufbauten für Lkw an. Die komfortabel ausgerüsteten Wohncontainer passen auf fast jeden Truck.

Loki Expedition Discovery Wohnmobil Kofferaufbau
Foto: Loki Expedition

Mit Koffern kennen sie sich aus bei Loki Expedition: Bereits seit längerem konstruiert das Unternehmen aus dem kanadischen Québeq extrem robuste Wohnaufbauten für Pick-up-Fahrzeuge (siehe auch unser Video unten). Zielgruppe: Menschen, die mit Campingplatz-Parzellen nichts anfangen können und ihre Freizeit ungestört weit draußen jenseits der Ziviliastion verbringen wollen.

Im Video: Loki Basecamp

Dieses Thema soll nun ins XL-Format übertragen werden. Die Idee ist nicht neu und auch in Europa bei einschlägigen Expeditionsmobil-Herstellern beliebt: Fertig konfektionierte Kofferaufbauten, die auf beliebige Lkw-Fahrgestelle vom gebrauchten Feuerwehrauto bis zum nagelneuen Edel-Truck montiert werden können. Loki Expedition will dabei sowohl Komplettfahrzeuge mit ausgewählten Lkw-Fahrgestellen verschiedener Hersteller oder auch lediglich den Wohnkoffer anbieten, den sich Kunden auf einen eigenen Truck montieren lassen.

Unsere Highlights

Aufbau mit sechs Meter Länge

Möglich sind dabei für den "Discovery" getauften Aufbau Kastenlängen zwischen 4,9 und 6,0 Meter, um auch auf Doppelkabiner-Fahrgestellen eine passende Länge zu erreichen. Aufgebaut wird der Koffer mit GFK-Paneelen, die besonders leicht, feuerbeständig und gut isolierend sein sollen. Um den Wohnkoffer herum verbaut Loki als Schutz und zur Stabilisierung einen Rahmen aus Stahlrohr.

Loki Expedition Discovery Wohnmobil Kofferaufbau
Loki Expedition
Da kann man es schon aushalten: Wohnbereich des Kofferaufbaus.

Der Innenraum ist in drei Segmente aufgeteilt. Im Heck befindet sich eine große Rundsitzgruppe mit Tisch, die sich zu einem großen Bett umfunktionieren lässt. Davor befindet sich die Kücheneinheit mit Spüle, Herd und dem gegenüberliegenden Kühlschrank. Abgetrennt davon ist das Sanitärmodul, das wiederum in drei einzelne Bereiche aufgeteilt ist. In der Mitte ist der Durchgang zum quer montierten Doppelbett, daneben das WC mit Waschbecken, abgetrennt durch eine Tür. Auf der anderen Seite ist eine Duschkabine integriert, die gleichzeitig das "Vorzimmer" zur Eingangstür ist und damit auch als Schmutzschleuse dienen kann, wenn man beispielsweise nach einem Mountainbike-Ausflug mit verdreckter Kleidung in die gute Stube will.

Bis zu 1,5 kW aus der Solaranlage

Der Zugang in die luftig hohe Kabine erfolgt über eine ausfahrbare Treppe, seitlich ist außerdem eine große Sonnenmarkise angebracht. Um auch an gröberen Steigungen im Gelände nicht aufzusitzen, ist das hintere Unterteil des Koffers angeschrägt. Die beiden Ersatzräder sind an diese Abschrägung außen montiert.

Die Ausstattung der Kabine speziell im Hinblick auf die Technik können sich Kunden aus einem ganzen Katalog aussuchen. Wer auch auf längere Zeit Abstand von trubeligen Campingplätzen halten möchte, kann sich den Koffer auf Autarkie trimmen lassen: Mittels Solaranlage bis zu 1,5 kW Leistung und Lithium-Ionen-Batterien bis zu 2.000 Ah lässt sich der Discovery-Koffer ausrüsten, ein Wechselrichter mit bis zu 10 kW Leistung stellt genügend Saft selbst für außergewöhnlich stromfressende Anwendungen bereit.

Frischwassertanks werden mit einem Volumen von bis zu 640 Liter realisiert, für das Grauwasser stehen 270 Liter Volumen bereit. Wer sein Trinkwasser irgendwo im Nirgendwo aus einem lauschigen Bach bunkert, kann sich dabei auf einen UV-Wasserreiniger verlassen. Der Kühlschrank wird mit 160 Liter Volumen angegeben, der separate Tiefkühler mit 35 Liter Inhalt, für Schönwetter-Camper steht außerdem eine Außenküche bereit.

Preis? Teuer!

Preise verrät Loki Expedition nicht, das ist aber nicht ungewöhnlich in dieser Branche. Schließlich ist jeder Koffer individuell mit einer Wunschausstattung und unterschiedlichen Komponenten ausgerüstet. Günstig, das steht fest, geht jedenfalls anders, auch das ist nicht ungewöhnlich für solche Modelle. Schon für den "Falcon X" auf Basis des großen Ford Pick-up ruft Loki Expedition umgerechnet 520.000 Euro auf, da ist dann allerdings auch der Truck dabei. Wer sich von den Kanadiern etwas Schönes bauen lassen möchte, muss in jedem Fall eine Reservierungsgebühr von 5.000 Dollar hinterlegen, die Gesamtkosten für das Projekt werden dann im freundlichen Kundengespräch ausdiskutiert.

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Einfach: Wenn es mich vor Regen, Wind und Kälte schützt, bin ich zufrieden. Die meiste Zeit bin ich ja ohnehin draußen.So luxuriös wie möglich - ansonsten kann ich ja gleich ein Zelt nehmen.

Fazit

Möglichst weit weg von allem, aber bitte mit vollem Komfort: Nach diesem Motto werden Expeditionsmobile auf Lkw-Basis vermarktet. Ein neuer Player in dieser Branche für gutbetuchte Außenseiter meldet sich nun aus Kanada. Das Konzept von Loki Expedition setzt auf trendigen Minimalismus beim Styling und volle Autarkie bei der Technik.