Mazda ZE-6 oder 6e
Kommt der elektrische Mazda 6 aus China zu uns?

Ein elektrischer Mazda 6 wird bald auch zu uns kommen. Haben die Japaner die Technik und das Design bereits in China enthüllt? Und was steckt drunter?

Mazda EZ-6 (Mazda 6e)
Foto: Mazda

Auf der Automesse in Peking präsentiert Mazda derzeit eine neue elektrische Limousine im Format eines Mazda 6, die noch im Jahr 2024 auf den Markt kommen soll. Sie ist das erste Modell aus der Elektro-Offensive, die Mazda zumindest für China angekündigt hat. Bei der Technik greifen die Japaner allerdings maßgeblich auf den chinesischen Partner zurück.

Gemeint ist der Verbündete aus dem Joint-Venture Changan Mazda – einer Zusammenarbeit von Mazda mit Chongqing Changan Automobile Co., Ltd. (Changan Automobile). Die als Mazda EZ-6 vorgestellte Limousine ist also technisch gesehen eng mit dem Changan Deepal SL03 verwandt. Den EZ-6 wird es in China also nicht nur als vollelektrisches Fahrzeug, sondern auch als Plug-in-Version geben. Der EZ-6 ist 4,92 Meter lang, 1,89 Meter breit und 1,49 Meter hoch. Er ist also 56 mm länger, 50 mm breiter und 35 mm höher als die uns bekannte Mazda 6-Limousine.

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Neues Design für die Zukunft

Der Mazda EZ-6 soll als erstes Auto die neue Designsprache der Marke mit den schlanken, rechteckigen Tagfahrlichtern und einem niedrigeren Hauptscheinwerfer einführen. Die Rücklichter erstrecken sich dazu über die gesamte Breite. Statt eines Emblems schreibt Mazda den Schriftzug am Kofferraumdeckel aus. Und eventuell versteckt sich sogar ein kleiner, ausfahrbarer Spoiler auf dem Deckel.

Im Inneren ist der Mazda EZ-6 kaum mit anderen Mazda-Modellen zu vergleichen. Vielmehr gleicht das in mehrere Teile gegliederte Cockpit dem eines Changan Deepal SL03. Dominant sitzt auch im EZ-6 ein 14,6 Zoll großer Infotainment-Bildschirm über der Mittelkonsole – viel größer als alle anderen Mazda-Screens, die wir kennen. Dazu kommen ein digitales Kombiinstrument, berührungsempfindliche Lenkradtasten und ein Head-up-Display mit Augmented-Reality-Ansicht. Bisher hat Changan-Mazda für den EZ-6 wohl keine Exportpläne für Europa. Allerdings ist ein elektrischer Mazda 6 hierzulande bald wahrscheinlich, mehr dazu erfahren wir spätestens im Herbst 2024.

Mazda lässt sich "6e" schützen

Das Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) ist zuständig für den Schutz von Markennamen, Logos und Designs. Wenn also ein Autohersteller wie Mazda dort eine Marke und ein Logo anmeldet, dürfte darauf im besten Fall ein Produkt folgen. Aktuell betrifft es den Namen 6e, der wunderbar zur Marke passt.

Schließlich läuft die dritte Generation des Mittelklässlers Mazda 6 bereits seit 2012 vom Band. Noch im Frühjahr 2024 soll Schluss sein mit dem Mazda 6. Ein offizieller Nachfolger wurde bisher nicht präsentiert. Wir dürfen also nur spekulieren, dass die Japaner den Sechser in Aussehen und Format vom hier gezeigten ZE-6 ableiten.

Elektrostrategie von Mazda

Bisher war Mazda bei E-Autos vergleichsweise zurückhaltend. Hierzulande gesellt sich gerade der neue Mazda 2 Hybrid zum batterieelektrischen MX-30 und dem Modell mit Wankel-Range-Extender. Dazu läuft der große CX-60 ebenfalls als Plug-in-Hybrid vom Band. Doch mehr Stromer hat Mazda bisher nicht im Sortiment, obwohl die Japaner bis 2030 ganze 40 Prozent ihrer Flotte elektrisch ausliefern wollen.

Bleibt also für Mazda-Fans die Hoffnung, dass es bald auch eine familientaugliche Limousine oder gar einen Kombi mit Elektro-Antrieb aus Hiroshima gibt. Wenn ein eventuelles Mittelklasse-Modell auch nur annähernd so schnittig daherkäme, wie einst die Tokio-Studie Vision Coupé im verlinkten Artikel, dann wäre das sicher eine Bereicherung für den Elektromarkt.

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Fazit

Mazda hat sich beim Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) den Namen und das Logo "6e" schützen lassen. Eine elektrische Variante der Mittelklasse-Limousine darf also erwartet werden. Das aktuelle Modell wird nach 12 Jahren eingestellt. Ob es sich beim Stromer um einen Ableger des hier gezeigten Mazda ZE-6 aus China handelt, bleibt abzuwarten.