Mazda-Patent zeigt Wankel-Sportwagen
Ist das der neue MX-5 mit Hybridantrieb?

In den USA ist eine Patentzeichnung von Mazda aufgetaucht, die einen Sportwagen mit drei E-Maschinen, einem Wankelmotor und Allradantrieb zeigt. Träumen die Japaner immer noch von einem modernen Wankel-Sportler?

Ist das der neue MX-5 mit Hybridantrieb?
Foto: Mazda

Wankel-Fans sollten sich vielleicht keine allzu große Hoffnung machen. Schließlich handelt es sich bei der jüngst in den USA veröffentlichten Patentzeichnung um ein bereits zwei Jahre altes Dokument. Doch vielleicht verfolgt Mazda ja tatsächlich noch die Vision eines Sportwagens, in dem ein Wankelmotor arbeitet. Schließlich bekennen sich die Japaner weiter zum Verbrennungsmotor, und die Technik wird umfangreich beschrieben.

Klare Details über den Rotationskolbenmotor an sich beinhaltet die Patentschrift allerdings nicht. Dafür lässt sie aber erkennen, dass sich der Verbrenner unter der vorderen Haube des Sportlers versteckt. Und er ist Teil eines komplexen Hybridsystems, bei dem auch unterschiedliche Elektromotoren zum Einsatz kommen.

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Drei E-Maschinen unterstützen den Wankel

Insgesamt verteilen sich drei Elektro-Maschinen an den Achsen. Vorn sitzen rechts und links vom Wankelmotor zwei kleinere Induktionsmotoren mit eigenen Antriebswellen für die Vorderräder. Hinter dem Verbrenner sitzt dagegen ein Permanent-Synchronmotor, der seine Kraft wie auch der Wankel in ein Automatikgetriebe und anschließend an die Hinterachse schickt.

Die unterschiedlichen Maschinen-Konzepte liefern Drehmomentverläufe auf ganz verschiedene Weisen. So könnte beispielsweise das Drehmomentdefizit des Verbrenners bei niedrigen Drehzahlen ausgeglichen werden. Wie bei vielen modernen Hybriden könnte die Permanent-Maschine dabei auch als Anlasser dienen.

Keine elektrische Superpower

Bei den Leistungsangaben für die E-Unterstützung bleibt Mazda wohl zurückhaltend. In der Vergangenheit sprachen die Japaner bereits über insgesamt 80 zusätzliche PS. Die beiden vorderen E-Motoren mit je 23 PS dürften mit modernsten Siliziumkarbid-Wechselrichtern bestückt sein und so besonders effizient arbeiten. Weil sie nah am Verbrenner positioniert sind, können sie sich sogar einen Kühlkreislauf teilen.

Weil auch die hintere E-Maschine mit nur 36 PS angegeben wird, dürfte es sich bei dem Sportwagen um ein kleines und leichtes Auto handeln. Möglicherweise ein Nachfolger oder Ableger des MX-5? Schließlich muss sich auch die Roadster-Ikone fit für die Energiewende machen. Stören würde diese ansonsten recht reizvolle Vorstellung nur das beschriebene Automatikgetriebe.

Batterietechnik mit variabler Spannung

Technisch wird noch ein weiterer Aspekt in der Patentschrift zum Wankel-Sportwagen vertieft: Die Batterie. Insgesamt werden vier 48-Volt-Module erwähnt, die in einem Paket untergebracht werden und im Normalbetrieb parallel wie ein einziger 48-Volt-Block arbeiten. Bei voller Lastabfrage schalten elektrische Schaltelemente dann jeweils zwei Module in Reihe, sodass 96 Volt zur Verfügung stehen.

Das optimiert die Leistungsabgabe bei geringerem Gewicht – in der Roadster-Klasse eines MX-5 ein schlagkräftiges Argument. So konkret das Patent die elektrischen Antriebskomponenten beschreibt, so sehr hält sie sich beim Wankelmotor zurück. Dass Mazda die Technik längst modernisiert hat, zeigt der aktuelle E-Crossover MX-30. Den gibt es bereits mit kleinem Wankelmotor als Range-Extender.

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Fazit

In den USA ist eine Patentzeichnung von Mazda aufgetaucht, die einen Sportwagen mit drei E-Maschinen, einem Wankelmotor und Allradantrieb zeigt. Die Leistungsangaben der Elektrokomponenten deuten auf ein eher kleines und leichtes Fahrzeug hin. Es könnte sich also um einen Nachfolger oder Ableger der Roadster-Ikone MX-5 handeln.