Mercedes CLE Coupé
Schwäbische Stern-Schmelze bekommt Preisschild

Die zweitürigen Varianten von C- und E-Klasse werden zusammengeführt, zum neuen CLE. Der startet ab 2023 als Coupé und ab 2024 als Cabrio. Ab sofort können erste Varianten bestellt werden.

Bei Mercedes sind sie dabei, das Modellangebot deutlich zu straffen. Sparpotenzial haben die Schwaben bei den zweitürigen Varianten von C- und E-Klasse ausgemacht. Die verschmelzen auf der MRA2-Plattform zu einer einzigen Baureihe, die unter dem Namen CLE firmiert. Das CLE Coupé starte im November 2023 in Europa, das CLE Cabrio folgt im Frühjahr 2024.

Unsere Highlights

Jede Menge Designzitate

Beim Design folgt der neue CLE natürlich den Linien der beiden Vorgänger, wobei die Gene des C-Klasse Coupés etwas stärker durchschlagen. Dazu mischt Mercedes am Heck mit dem durchlaufenden Lichtband zwischen den Leuchten eine deutliche Portion EQE. Am Bug streut das Design mit der Sharknose getauften nach vorne geneigten Front noch ein wenig CLA ein. Hinzu kommen flache LED-Scheinwerfer, die einen dreidimensional gestalteten Kühlergrill flankieren. Auf der Motorhaube signalisieren Powerdomes Kraft, an den Flanken unterstreicht eine durchgehende Charakterlinie die dynamische Keilform.

Bei den Abmessungen liegt der CLE ganz deutlich auf oder gar knapp über der zweitürigen E-Klasse. Der CLE kommt auf eine Länge von 4,85 Meter, ist 1,86 Meter breit und 1,43 Meter hoch. Der Radstand von 2.865 Millimeter siedelt mittig zwischen den beiden Stammbrüdern. Wer die zweitürige C-Klasse kennt, dürfte sich über mehr Platz freuen, E-Klasse-Coupé-Besitzer müssen sich kaum umstellen. Das gilt auch für das Kofferraumvolumen von 420 Liter.

Cockpit aus der C-Klasse

Wer im neuen CLE Platz nimmt, könnte sich auch in einer neuen C-Klasse wähnen, stammt die Cockpitgestaltung doch quasi unverändert vom Konzernbruder. Zentrale Elemente sind entsprechend das freistehende 12,3 Zoll große Digitalcockpit, das durch ein 11,9 Zoll großes Zentraldisplay auf der Mittelkonsole ergänzt wird. Die Elektronik-Architektur dahinter stammt wie auch das aktuellste MBUX-Infotainmentsystem aus der E-Klasse. Das Belüftungsdüsen-Trio in der Mitte wird links und rechts durch Einzeldüsen eingerahmt. Speziell für den CLE entwickelt wurden die Integralsitze mit sportlichem Zuschnitt, die für den Zustieg in den Fond per Lederschlaufe entriegelt werden können.

Antriebe mit vier und sechs Zylindern

Geht es um den Antrieb, so stehen CLE-Kunden vier Vierzylinder und als Top-Motorisierung ein Sechszylinder zur Wahl. Alle Motoren sind Mildhybride mit integriertem Starter-Generator und 48-Volt-Bordnetz. Geschaltet wird immer per Neungang-Automatik. An der Basis werkelt im CLE 200 ein Zweiliter-Turbo-Vierzylinder mit 204 PS und 320 Nm + 23 PS und 200 Nm-E-Boost. Optional kann der 200er auch mit Allradantrieb kombiniert werden. In einer zweiten Leistungsvariante bringt es der Benziner im CLE 300 auf 258 PS und 400 Nm + 23 PS und 200 Nm-E-Boost. Allradantrieb ist hier Serie. Top-Benziner und gleichzeitig Top-Motor ist im CLE 450 der Dreiliter-Reihensechszylinder-Turbo mit 381 PS und 500 Nm. Ebenfalls wieder mit 23 PS und 200 Nm zusätzlichem E-Boost. Auch der Top-CLE wird ausschließlich mit 4-Matic-Allradantrieb angeboten. Einziger Diesel im Portfolio ist der CLE 200 d. Der ebenfalls zwei Liter große Selbstzünder presst aus seinen vier Zylindern 197 PS und 440 Nm. Hinzu kommen auch hier wieder die 23 PS und 200 Nm aus dem E-Modul. Flott unterwegs ist der CLE mit jedem Antrieb. Die Spurtzeiten liegen zwischen 4,4 und 7,5 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeiten zwischen 236 und abgeregelten 250 km/h.

Später soll noch ein PHEV die Antriebsfamilie ergänzen. Der Plug-in-Hybrid kommt als 300e, mit 100 kW-E-Maschine und 204 PS Vierzylinder-Benziner, wie er beispielsweise im GLC 300e 4-Matic zum Einsatz kommt. Ebenfalls bereits eingeplant sind AMG-Varianten.

Sportliches Fahrwerk, viele Helfer

Das CLE Coupé führt seine Vorderräder an jeweils vier Lenkern. An der Hinterachse kommt eine Raumlenker-Konstruktion mit Fünf-Lenker-Konzept zum Einsatz. Zur Auswahl stehen drei Fahrwerksvarianten. Gegenüber den Limousinen-Baureihen sind sie serienmäßig um 15 Millimeter tiefergelegt. Das Komfortfahrwerk und das Sportfahrwerk setzen auf selektive Dämpfungssysteme. Wer das Technik-Paket wählt, erhält das Dynamic Body Control-Fahrwerk mit kontinuierlicher Verstelldämpfung an Vorder- und Hinterachse sowie eine Hinterachslenkung, die um bis zu 2,5 Grad mitlenkt. Je nach Situation mit oder entgegen der Vorderräder.

Die Sicherheitsausstattung darf als üppig bezeichnet werden. Zur Serienausstattung des CLE Coupés gehören der Attention Assist, der aktive Brems-Assistent, der aktive Spurhalte-Assistent, der Geschwindigkeitslimit-Assistent, das Park-Paket mit Rückfahrkamera und der aktive Abstands-Assistent Distronic. Gegen Aufpreis lassen sich noch zahlreiche andere Assistenten ordern.

Preise und Marktstart

Ab Anfang September sind die ersten Versionen des neuen CLE bestellbar. Los geht es mit dem CLE 200 ab 58.132 Euro. Der CLE 220 d steht mit wenigstens 60.512 Euro in der Preisliste. Für das CLE 300 4Matic-Modell verlangt Mercedes wenigstens 68.544 Euro. Anfang Oktober rücken dann weitere Modelle auf die Bestellliste. Die Markteinführung des CLE Coupés erfolgt noch im November 2023.

Preisliste Mercedes CLE Coupé
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Auch wenn der neue CLE die Zweitürer von C- und E-Klasse zusammenführt, bleibt mit dieser ersten Ansage ein Preis mittig zwischen beiden ersetzen Baureihen nur ein Wunschtraum. Das C-Klasse-Coupé war zuletzt als 180er ab rund 48.000 Euro zu haben. Beim E-Klasse-Coupé ging die Preisliste mit dem 200er erst bei knapp 60.100 Euro los. Die neue Preisrange trifft besonders ehemalige C Coupé-Käufer hart.

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Fazit

Aus zwei mach eins. Mercedes führt die zweitürigen Varianten von C- und E-Klasse in die neue CLE-Baureihe zusammen. Die orientiert sich in Sachen Größe aber eher an der E-Klasse, was sich auch im Preis niederschlägt.