Land Rover 80
Baby-Defender kommt 2027

Die Defender-Familie bekommt Nachwuchs. Land-Rover-CEO bestätigt, dass der elektrische Baby-Defender für 2027 geplant ist.

Neuheiten auf der IAA 2011, Land Rover DC 100
Foto: Land Rover

Der "neue" Land Rover Defender ist mittlerweile schon ein paar Jahre alt. Seit 2020 läuft der im slowakischen Nitra vom Band. Fans des bodenständigen Arbeitstiers sehnen sich seither nach einem bezahlbaren Einstiegsmodell. Schließlich kostet der günstigste Vertreter – ein kurzer Defender S mit 90 Zoll Radstand – stolze 63.600 Euro.

Gerüchte um einen bezahlbaren Baby-Defender gibt es daher schon lange. Doch erst jetzt bestätigt Land-Rover-CEO Adrian Mardell auf einer Investoren-Konferenz, dass ein solches Modell im Jahr 2027 kommen wird. Der kleine Kraxler wird dann ein technischer Zwilling des nächsten Range Rover Evoque, auf dem auch Discovery Sport und Velar basieren. Klar ist damit auch, dass es sich beim kommenden Baby-Defender um einen Elektro-Geländewagen handeln wird.

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Baby-Defender steht auf EMA-Plattform

Alle vier Modelle teilen sich nämlich die neue Konzern-Plattform für Elektroautos (EMA). Viele Details über die Technik gibt es noch nicht. Der Defender dürfte mit den Komponenten allerdings deutlich kleiner werden, als die aktuelle, fast zwei Meter hohe wie breite Baureihe L663. Die gibt es jetzt übrigens auch als Cabrio-Umbau (siehe Galerie). Analog zum Marken-Bruder Discovery wäre beim kleinen Ableger der Name Land Rover Defender Sport denkbar.

Land Rover Defender V8 90
Land Rover
Der kurze Defender 90 kostet mindestens 63.600 Euro. Die Preisliste endet bei etwa 150.000 Euro für die längeren Topversionen.

Bei den Abmessungen geben sich die EMA-Fahrzeuge eher bescheiden. Ein kleiner fünftüriger Defender wäre etwa 4,60 Meter lang und höchstens 1,80 Meter hoch und würde damit das klassische Kompakt-SUV-Maß tragen. Dieses Format entspräche auch dem aktuellen Land Rover Discovery Sport, der einst als Freelander das Segment für die Engländer erschloss.

Land Rover 80 als Name?

Traditionell könnte der Baby-Defender Land Rover 80 heißen – mit dem Bezug zum nochmals kürzeren Radstand. Preislich dürfte er sich oberhalb des deutlich kleineren Jeep Avenger oder des Mini Countryman einordnen, die zwischen 30.000 und 40.000 Euro kosten. Der neue Discovery Sport startet selbstbewusst erst bei rund 60.000 Euro.

Sowohl Evoque als auch Discovery Sport werden in den kommenden Jahren von elektrischen Nachfolgern abgelöst. Wenn die EMA-Plattform 2024 eingeführt wird, soll sie die Kunden mit einer leistungsstarken 800-Volt-Batterietechnik und den "drehmomentstärksten" E-Motoren des Segments anlocken. Ob der angekündigte Mini-Defender mit E-Antrieb damit wirklich bezahlbar wird, bleibt abzuwarten.

Fazit

Land Rover will die Defender-Familie um ein neues Einstiegsmodell erweitern. Der Baby-Defender soll allerdings erst 2027, dafür aber rein elektrisch auf den Markt kommen. Er teilt sich dann eine Plattform mit seinen Geschwistern Land Rover Discovery Sport, Range Rover Evoque und Range Rover Velar, die allesamt elektrische Nachfolger bekommen.

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