Erlkönig Mercedes-AMG EQE SUV
Elektro-SUV mit mehr als 600 PS

Mercedes baut das Angebot an AMG-Versionen seiner EQ-Modelle weiter aus. Nach dem EQS und dem EQE im AMG-Trimm wird es auch einen EQE SUV aus Affalterbach geben.

Erlkönig Mercedes-AMG EQE SUV 53 4-Matic
Foto: Stefan Baldauf

Für 2023 steht der zivile EQE SUV auf dem Produktplan, kurze Zeit später gesellen sich die AMG-Versionen mit den Zusätzen 43 und 53 dazu. Einen Prototyp hat unser Erlkönig-Jäger nun abgeschossen.

Unsere Highlights

Als 53er mit 687 Boost-PS

Das Modell, auf Testfahrt in der Kälte Skandinaviens, zeigt sich etwas verändert zum EQE SUV in Zivil. Hinter den AMG-Leichtmetallfelgen schimmert die Carbon-Keramik-Bremsanlage hindurch, der Stoßfänger zeigt eine Spoilerlippe sowie Splitter und die Karosserie liegt etwas tiefer. Unter der Tarnung noch verborgen, der größere Mercedes-Stern sowie die Frontschürze mit Chromstreben, während am Heck ein Diffusor und ein größerer Spoiler prangen. Rundum weisen diverse AMG-Logos auf die Performance-Version hin.

Das Modell steht auf der EVA 2-Plattform, die es sich unter anderem mit der EQE-Limousine teilt. Da die AMG-Modelle alle mit dem Zusatz "4-Matic" versehen sind, kommt an beiden Achsen je einen permanent erregter Elektromotor zum Einsatz – sie bilden zusammen den Allradantrieb. Im Mercedes-AMG EQE SUV 43 4-Matic leisten beide Motoren zusammen 476 PS, der Akku kommt mit einer Kapazität von 90,6 kWh daher und ist am Schnelllader mit bis zu 170 kW nachgetankt. Der EQE SUV mit dem 53er-Index kommt auf 626 PS und kommt mit der Boostfunktion aus dem Dynamic Plus-Paket kurzzeitig auf insgesamt 687 PS. Je nach Fahrsituation verteilt das Allradsystem die Motorkraft stufenlos zwischen den Achsen – in Abhängigkeit vom gewählten Fahrmodus.

Serien-Modell von AMG angepasst

Natürlich legt AMG an Akkus und Antriebe seine eigenen Standards an und verpasst den Modellen einen neuen Inverter für höhere Motor-Drehzahlen und mehr Leistung. Außerdem hat AMG die Kühlung verbessert. Für eine adäquate negative Beschleunigung verbauen die Affalterbacher hinter den 21 Zoll großen Leichtmetallfelgen eine Keramik-Bremse, die in etwa der des EQS entspricht.

Für das Interieur sieht AMG stark konturierte Teilledersitze mit kontrastierenden Nähten und AMG-Logo vor. Der Fahrer oder die Fahrerin greifen in ein unten abgeflachtes Lederlenkrad mit Alu-Paddels für die Steuerung des Rekuperations-Niveaus. Der Fahrmodus-Drehregler sowie frei belegbare Funktionstasten sind auf den Lenkradspeichen untergebracht. Außerdem gibt es noch eine AMG-spezifische Pedalerie, Einstiegsleisten und Sonder-Fußmatten.

Umfrage
Mercedes-AMG mit Elektroautos - eine gute Idee?
24153 Mal abgestimmt
Na klar - E-Autos sind doch fast schon die Gegenwart und zudem äußerst kraftvoll.Nee - für sportliche Fahrzeuge gibt es noch keinen brauchbaren Ersatz zu einem Verbrennungsmotor.

Fazit

Mit dem EQE SUV legt Mercedes einen Elektro-SUV ab 2023 auf – analog zur Strategie beim EQS oder bei der EQE Limousine gibt es auch von dem Elektro-SUV eine AMG-Version, die speziell von den Affalterbachern modifiziert wurde, um den Kunden das typische AMG-Feeling auch mit einem Elektroauto zu bieten.