VW Amarok beim Caravan Salon
Camping fast ohne Hindernisse

Auf dem Caravan Salon in Düsseldorf zeigt Volkswagen Nutzfahrzeuge einen Amarok Panamericana neuester Generation, den Offroad-Ausrüster Genesis Import mit allen Extras für die Fernreise vorbereitet hat.

VW Amarok Panamericana Camper Dachzelt
Foto: Volkswagen Nutzfahrzeuge

Schon in einem Serienmodell des neuen Amaroks lässt es sich auf langen Strecken sehr gut aushalten. Dass der VW-Pick-up nun nicht mehr auf eigenem Fahrgestell in Hannover, sondern auf Basis des Ford Ranger in Südafrika vom Band läuft, hat ihm jedenfalls nicht geschadet, wie wir schon während der ersten Begegnung in Südafrika feststellen durften. Die 5,35 Meter lange Pritsche eignet sich besonders in der robusten Topversion Panamericana hervorragend als Umbaubasis für einen gehobenen Offroad-Weltenbummler.

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Genau dieses Konzept verfolgte der fränkische Offroad-Ausrüster Genesis Import, als er den Amarok mit allerhand bewährter Technik zum Reisemobil umbaute. Grundzutaten: ein Hardtop von Alu Cab, ein Dachzelt und eine 270-Grad-Markise am Heck. Hinzu kommen massive Auszieh-Schubladen, eine kleine Küchenzeile an der Seite und größere Räder mit griffiger AT-Bereifung.

V6-Diesel mit Laufruhe und Dampf

Basis für den Allrad-Globetrotter ist ein schwarz lackierter Amarok PanAmericana mit Zehnstufen-Automatik, permanentem Allradantrieb und einer Differenzialsperre zwischen den hinteren Rädern. Unter der Motorhaube arbeitet der 177 kW (240 PS) starke 3,0L-V6-TDI-Motor aus dem Ford-Regal, der bis zu 600 Newtonmeter Drehmoment mobilisiert.

Als offroad-fokussiertes Topmodell verfügt der Amarok Panamericana neben den üblichen Assistenzsystemen über LED-Matrix-Scheinwerfer ("IQ.Light" ), LED-Rückleuchten, Stoßfänger vorn in Wagenfarbe sowie Fahrer- und Beifahrersitz mit elektrischer Zehn-Wege-Einstellung. Ebenfalls enthalten: Infotainment- und Navi-System mit 30,5 cm Touchscreen sowie Leder-Sitze und ein beledertes Cockpit. Der Basispreis beim VW-Händler liegt bei etwas mehr als 69.000 Euro.

Edle aber teure Zutaten

Dabei geht die Preisorgie nun erst richtig los. Allein für das robuste Hardtop über der Ladefläche verlangt Alu Cab im Schnitt mindestens 4.000 Euro. Das Kitchen-Kit an der Seite inklusive Tisch und Utensilien (Wasserkocher und Vierer-Besteckrolle sind mit dabei) kostet 1.640 Euro, die Doppelschubladen mindestens 1.040 Euro. Ein Schlafmobil ist der Amarok damit aber immer noch nicht.

Dafür braucht es ein passendes Dachzelt, das es beispielsweise bei Genesis Import ab 2.790 Euro gibt – ohne Leiter versteht sich. Für ausreichend Schatten rund um Heck- und Seitenbereich sorgen ausdrehbare Markisen, die bis zu 270 Grad rings um das Heck-Eck vor Sonne oder leichtem Regen schützen. Kosten: ab 1.440 Euro. Mit Änderungen an Fahrwerk, der BF-Goodrich-AT-Bereifung auf Delta-Felgen sowie den Stylingelementen im Abenteuerlook kennt das Ausstellungsstück auf dem Caravon Salon zwar kaum noch Hindernisse. Sein nahezu sechsstelliger Betrag dürfte für einige aber doch unüberwindbar sein.

Fazit

Auf dem Caravan Salon in Düsseldorf zeigt Volkswagen Nutzfahrzeuge einen Amarok Panamericana neuester Generation, den Offroad-Ausrüster Genesis Import mit allerlei Extras für die Fernreise vorbereitet hat. Zum Basispreis des Topmodells von knapp 70.000 Euro gesellt sich auf diese Art noch eine stolze Umbausumme hinzu, die den Camper in gehobene Wohnmobil-Regionen treibt.

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