Patak Rodster
Viel weniger Auto geht kaum

Aus der Slowakei rollt ein Retro-Roadster im Minimaldesign heran, der wahlweise mit Elektroantrieb oder Verbrenner geordert werden kann.

Patak Rodster
Foto: Patak Motors

Mit wie wenig Auto der moderne Stadtmensch auskommen kann, ohne auf Fahrspaß und ein gutes Öko-Gewissen zu verzichten, zeigt Patak Motors aus der Slowakei. Ihr Rezept heißt schlicht Patak Rodster – ja, wirklich nur mit O.

Fahren ab 16

Und auch sonst verzichtet der offene Zweisitzer auf vieles. Mit einer Länge von nur 3,36 Meter, einer Breite von 1,40 Meter sowie einer Höhe von nur 1,36 Meter beansprucht er eine minimale Verkehrsfläche. Standardparkplätze werden dadurch fast zur Wendeplatte. Auch beim Gewicht ist der Rodster mit 450 Kilogramm nicht mal eine halbe, sondern eher eine viertel Portion. Und die eignet sich in vielen europäischen Ländern bereits für Fahrer ab 16 Jahren, denn der Rodster ist ein Fahrzeug der Klasse L7e A2 und darf mit dem Führerschein der Klasse B/B1 bewegt werden.

Unsere Highlights

Look wie aus 1930

Das Design mit dem bootsartigen Grundkörper und den frei stehenden 19-Zoll-Rädern lehnt sich direkt an die Sportwagen der 1930er-Jahre an. Auch der Art-Deco-Frontgrill, die Speichenräder, die frei im Fahrtwind stehenden Rundscheinwerfer sowie die Innenausstattung aus Leder und Holz zahlen auf dieses Konto ein. Das knapp geschnittene Cockpit bietet Platz für zwei Passagiere. Ebenfalls knapp fällt der Wind- und Wetterschutz mit der flachen Speedster-Frontscheibe aus. Weniger Hartgesottene wählen die hohe, gerahmte Windschutzscheibe, die dann zusätzlich mit einem Faltverdeck kombiniert werden kann.

Zeitgemäß gibt sich die Ausstattung. Vier Scheibenbremsen samt ABS leisten Verzögerungsarbeit, Dreipunktgurte und Überrollbügel stehen für das Attribut Sicherheit. Zentralverriegelung und elektrische Fensterheber versprühen einen Hauch Komfort. Ein Teil der Bedienung erfolgt über einen Touchscreen.

Elektro- oder Benzinmotor

Beim Antrieb stehen drei Optionen zur Wahl – zwei elektrische oder ganz klassisch mit Verbrenner. Die Elektroversionen, die beide von einem bis zu 30 kW (Dauerleistung: 15 kW) starken E-Motor an der Hinterachse bewegt werden, unterscheiden sich nur in der Batteriegröße. Mit dem 10-kWh-Akku werden Reichweiten von bis zu 100 Kilometer möglich, wer auf 20 kWh aufstockt, kommt bis zu 250 Kilometer weit. Die Höchstgeschwindigkeit liegt einheitlich bei 130 km/h, 50 km/h werden aus dem Stand nach 7 Sekunden erreicht.

Der Benziner, der ebenfalls im Heck sitzt, kommt als Einzylinder mit einer Leistung von 20 PS und einem CVT-Getriebe daher, schafft 125 km/h Topspeed und treibt den Patak Rodster in 9 Sekunden auf Tempo 50. Bei einem Verbrauch von 5,6 Liter ergibt sich im Zusammenspiel mit einem 35-Liter-Tank ein Aktionsradius von rund 625 Kilometer.

Preise und Marktstart

Nicht ganz so reduziert gibt sich der Patak Rodster beim Preis. Der Benziner ist ab 16.900 Euro bestellbar. Die E-Version mit der kleinen Batterie startet ab 22.900 Euro, in Kombination mit dem großen Akku werden wenigstens 25.400 Euro gefordert. Ausgeliefert werden sollen die ersten Fahrzeuge ab November 2024. Als Anzahlung werden jeweils 500 Euro verlangt. Die ersten 300 Exemplare fahren zudem mit exklusiven Ausstattungsdetails vor.

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Nein, die CO2-Einsparung ist nicht so hoch, dass es sich lohnenwürde, die Nachteile in der Praxis in Kauf zu nehmen.Ja, E-Autos brauchen weniger Energie, emittieren insgesamt weniger CO2 und das Thema Reichweite erledigt sich wegen zunehmender Energiedichten und Ladegeschwindigkeiten der Akkus.

Fazit

Mit dem Patak Rodster fährt aus der Slowakei ein neuer (Elektro-)Kleinstwagen auf den Markt. Einsortiert in die L7e-Klasse punktet er mit seinem Retro-Charme und eine Fahrbarkeit ab 16 Jahren. Mehr Fahrspaß auf weniger Raum dürfte zu diesen Tarifen kaum zu finden sein.

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