Renault Captur Facelift
Kompakt-SUV mit Scenic-Gesicht und kleinerem Preis

Der Kompakt-SUV bekommt im Zuge seines Facelifts zum Frühjahr 2024 eine neue Front und eine verbesserte Ausstattung. Der Grundpreis sinkt. Ab sofort kann bestellt werden.

Der aktuelle Renault Captur ist seit 2019 auf dem Markt. Zum Frühjahr 2024 erhält der französische Kompakt-SUV ein Facelift. Neben einer neuen Frontgestaltung erwartet die Kundschaft auch eine verbesserte Ausstattung.

Unsere Highlights

Komplett neue Front

Die markantesten Veränderungen ergeben sich an der Front. Der neue Captur ist nach dem Clio das nächste Fahrzeug, das die neue Designsprache von Renault-Designchef Gilles Vidal übernimmt. Der Captur orientiert sich dabei aber deutlich stärker am elektrischen Schwestermodell Scénic E-Tech, als am Clio. Die Nase steht steiler, wird kantiger. Der Rhombus wird kleiner und sitzt zentral im horizontal zweigeteilten Grill. Flacher und gestuft treten die neuen Scheinwerfer an, der C-förmige Zuschnitt ist Geschichte. Darüber erstreckt sich eine weniger konturierte Motorhaube. Die LED-Tagfahrleuchten wandern zusammen mit neuen Belüftungskiemen in die Flanken der neuen Schürze. Die Seitenpartien des Captur bleiben bei der Überarbeitung unverändert, am Heck schmiegt sich lediglich ein neu gezeichnetes Diffusorelement in die Schürze ein. Die alte Unterfahrschutz-Optik entfällt. Die Leuchten sind nun durchsichtig gehalten und geben ihr Innenleben preis. Neu gezeichnet wurde auch das Renault-Logo auf der Heckklappe.

Je nach Ausstattungsvariante stecken in den Radhäusern 17, 18 oder 19 Zoll große Leichtmetallräder. Hinzu kommen teilweise farblich abgesetzte Karosserieelemente. Die Farbpalette umfasst sechs Farbtöne sowie weiterhin die optionale Zweifarblackierung mit mittlerweile 14 Kombinationsmöglichkeiten.

Aufgewerteter Innenraum

Den Innenraum kennzeichnen neue Polsterbezüge sowie die neu gestaltete Armaturentafel, die die Wertigkeit erhöhen sollen. Leder wird durch alternative, genarbte Materialien ersetzt. Das je nach Version erhältliche Multimediasystem OpenR Link mit Google-Integration und 10,4 Zoll großem Touchscreen bringt das neue Betriebssystem Android Automotive 12 mit. Smartphones docken mit oder ohne Kabel über Android Auto und Apple Carplay an. Die Software kann OTA aktualisiert werden. Der Fahrer liest alle relevanten Infos von einem bis zu 10,25 Zoll großen digitalen Kombiinstrument ab. Für das digitale In-Car-Entertainment verfügt der neue Captur ab Werk vorne über zwei USB-C-Steckdosen und eine 12-V-Steckdose (eine weitere befindet sich im Kofferraum). Im Fond stehen je nach Ausstattung zwei weitere USB-C-Steckdosen hinter der Mittelarmlehne sowie ein Induktionsladegerät in der Mittelkonsole zur Verfügung.

Die Ausstattungsvarianten Evolution und Techno ergänzt die neue sportlich ausgerichtete Variante Esprit Alpine mit Sportpedalen und zahlreiche Alpine-Zitaten. Erhalten geblieben sind die längs verschiebbare Rückbank sowie die geteilt umlegbare Rücksitzlehne. Der Laderaum lässt sich so auf bis zu 616 Liter erweitern.

Fünf Motoren zur Wahl

Drei Benzinmotoren, einen Autogas-Antrieb und einen Vollhybrid umfasst die Motorenauswahl. Basis-Benziner ist der Einliter-Turbo-Dreizylinder TCe 90 mit 90 PS und 160 Nm Drehmoment. Auf 1,3 Liter Hubraum, vier Zylinder und Mild-Hybrid-Unterstützung setzt der 140 PS und 260 Nm starke mittlere Benziner. In Kombination mit einem EDC-Automatikgetriebe werden daraus 160 PS und 270 Nm. Für Autogas-Freunde steht der auf LPG umgerüstete Basisbenziner mit dann 100 PS und 160 Nm bereit. Top-Motor ist der 145 PS und 250 Nm starke E-Tech-Vollhybridmotor mit 1,6 Liter Hubraum und Multi-Mode-Getriebe.

Neu abgestimmte Dämpfer sowie eine neu kalibrierte Servolenkung optimieren das Fahrverhalten. Über das Multi Sense-System lassen sich vier Fahrmodi abrufen. Die Option Extended Grip (nur für E-Tech Hybrid) optimiert über gezielte ESP-Eingriffe die Traktion. Weiterhin lässt sich der Captur mit bis zu 28 Assistenzsystemen aufrüsten.

Marktstart und Preise

Der neue Renault Captur wird auch künftig im Werk Valladolid gebaut und wird in Deutschland ab Juni 2024 ausgeliefert. Bestellt werden kann der neue Captur bereits ab Mitte April. Der Grundpreis für den aufgefrischten Franzosen liegt bei 22.950 Euro und damit um 750 Euro unter dem bisherigen Basispreis. Grundmodell ist der Captur Evolution mit dem Benziner TCe 90. Ist der Autogasantrieb TCe 100 LPG an Bord, so kann der City-SUV in der Ausstattung Evolution ab 23.550 Euro geordert werden. Die Mild-Hybrid 160 EDC-Variante startet in der Basisausstattung ab 26.950 Euro. Die Mild-Hybrid 140-Motorisierung gibt es erst ab dem Ausstattungsniveau Techno und ab 26.950 Euro. Mindestens an Techno gebunden ist auch die Version E-Tech Full Hybrid 145, die dann ab 29.950 Euro zu haben ist. Die neue sportliche Alpine Esprit-Ausstattung gibt es nur in Verbindung mit den beiden Top-Motoren und zu Preisen ab 31.750 Euro.

Langversion wird folgen

Später im Jahr werden die Franzosen dann noch eine Langversion des Captur nachschieben, die die Lücke zum Austral schließen soll. Der Längenzuwachs um etwa 20 Zentimeter auf eine Gesamtlänge von rund 4,40 Meter soll dabei aber nicht für eine dritte Sitzreihe genutzt werden, sondern einfach als Garant für mehr Platz bürgen. Das gleiche Ziel verfolgt auch die angepasste Heckgestaltung, bei der die Klappe senkrechter stehen soll, was zusätzlichen Innenraum schafft. Kunden, die auf Siebensitzer stehen, sollen sich weiter beim Grand Kangoo oder dem Espace bedienen.

Beim Design dürfte sich der lange Captur am kleineren Modell bedienen, die CMF-B-Plattform für die Langversion, die unter dem Projektcode DJB entwickelt wird, stammt aber vom Arkana. Bei der Modellbezeichnung wurde lange spekuliert. Gehandelt wurden Grand Captur oder ein Comeback der Modellbezeichnung Modus. Im Februar 2024 kündigte Renault allerdings offiziell den Symbioz als neues Modell an – damit dürfte der Name feststehen.

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Fazit

Renault spendiert dem Kompakt-SUV Captur im Frühjahr 2024 ein Facelift. Das manifestiert sich vor allem in einer neuen Frontgestaltung. Technisch gibt es keine großen Änderungen. Dafür wurden die Ausstattungen und das Angebot an Assistenzsystemen aufgewertet. Der Grundpreis hingegen sinkt.

Wirklich neu hingegen ist die kommende Langversion, die nicht mehr Sitzplätze, sondern nur mehr Platz bieten soll. Die wird dann allerdings nicht unter dem Namen Captur antreten, sondern Symbioz heißen.