Renault Symbioz
Neuer SUV für die Familie

Renault bringt mit dem Symbioz einen neuen SUV an den Start. Die Quasi-Langversion des Captur bietet mehr Platz, bleibt aber ein Fünfsitzer.

Der französische Autobauer erweitert sein SUV-Portfolio um ein weiteres Modell. Der neue Renault Symbioz, der auf der verlängerten CMF-B-Plattform steht, sortiert sich mit einer Länge von 4,41 Meter und einem Radstand von 2.638 Millimeter im Modellprogramm der Franzosen zwischen dem Captur und dem Austral ein.

Fünfsitzer mit viel Platz

Die Franzosen versprechen mit dem längeren Radstand einen großzügig geschnittenen Innenraum mit viel Platz für die Passagiere und Gepäck. Der Versuchung, aus dem Symbioz einen Siebensitzer zu machen, haben die Franzosen widerstanden. Dafür ist der Austral im Programm. Es bleibt bei fünf Sitzen in zwei Reihen sowie einem zusätzlichen Platzangebot. Und das gibt sich auch noch variabel. Die Rücksitzbank lässt sich um 16 Zentimeter längs verschieben, so dass die Fondpassagiere von bis zu 221 Millimeter Kniefreiheit profitieren. Befindet sich die Rücksitzbank in vorderster Position, steigt das Kofferraumvolumen von 492 auf 624 Liter und bis zu 1.582 Liter, wenn die geteilt umlegbaren Rücksitzlehnen vollständig umgeklappt sind. Eine fehlende erhöhte Laderaumkante erleichtert den Zugang zum Kofferraum ebenso wie die elektrisch betätige große Heckklappe, die sich fernentriegeln oder auch per Fußbewegung steuern lässt. Für ein luftiges Interieur sorgt zudem ein elektrisch abdunkelbares Panorama-Glasdach.

Unsere Highlights

Klassischer SUV-Zuschnitt

Trotz der gestreckten Dimensionen bringt der neue Symbioz nur 1.500 Kilogramm auf die Waage. Das Design lehnt sich stark an den eben erst vorgestellten neuen Captur an. Die langgestrecke, geduckte Silhouette setzt auf eine steil abfallende Front und ein steil abfallendes Heck. Die Fensterlinie steigt nach hinten sanft an. Die vier Türen werden konventionell über Bügelgriffe geöffnet. Gegenüber dem Captur wurden die hinteren Türen sowie der gesamte Heckbereich verlängert. Die C-Säule fällt kräftiger aus, die Dachlinie endet höher. In den Radhäusern drehen sie 18 oder 19 Zoll große Leichtmetallfelgen.

Die Cockpitlandschaft mit dem digitalen, 10,3 Zoll großen Kombiinstrument und dem aufrecht stehenden 10,4 Zoll großen Touchscreen über der Mittelkonsole entspricht der des Captur. Für eine umfangreiche Vernetzung sorgt das Infotainmentsystem OpenR Link, das per Over-the-Air-Updates stets frisch gehalten wird. Audiophile Ansprüche befriedigt gegen Aufpreis ein Harman-Kardon-Soundsystem. Die richtige Lichtstimmung steuert die vielfach einstellbare LED-Ambientebeleuchtung bei. Bis zu 29 Fahrassistenzsysteme steigern Sicherheit und Komfort.

Nur mit Hybridantrieb

Auf der Antriebsseite setzt der Symbioz bislang ausschließlich auf eine Full-Hybrid-Motorisierung mit 145 PS. Diese Kombination aus einem 94 PS starken 1,6-Liter-Benziner und zwei E-Motoren (36 und 18 kW stark) kennt man bereits aus Clio und Captur. Über ein Multi-Mode-Automatikgetriebe werden die Vorderräder angetrieben. Weitere Antriebsoptionen hat Renault bislang nicht kommuniziert.

Angeboten wird der neu Symbioz in sieben Außenlackierungen sowie den drei Ausstattungsniveaus Techno, Iconic und Esprit Alpine. Preise und einen Marktstarttermin nennt Renault5 noch nicht.

Der Name ist Programm

Die Modellbezeichnung Symbioz, die wie "Symbiose" klingt, leitet Renault vom altgriechischen "Symbiosis" ab, was "Zusammenleben" bedeutet. Da der Begriff in vielen Sprachen ähnlich klingt – "Symbiose" im Deutschen, Französischen und Englischen, "Simbiose" im Spanischen und "Simbiosi" im Italienischen – soll er für ein breites Publikum leicht verständlich sein.

Mit der IAA-Studie Symbioz von 2017 hat der aktuelle SUV-Entwurf allerdings bis auf den Namen nichts gemein.

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Fazit

Renault schiebt in seinem Modellprogramm zwischen dem Captur und dem Austral noch einen weiteren Kompakt-SUV ein. Der Symbioz ist quasi eine Langversion des Captur und soll besonders viel Platz für Passagiere und Gepäck bieten. Zudem soll er sich über bessere Ausstattungen weiter abheben.