Rezvani Retro RR1
Porsche 911 im Extrem-Look

Rezvani Motors bringt einen neuen Unternehmensteil an den Start. Das Retro-Business soll Auto-Ikonen neu interpretieren. Erstlingswerk ist ein Porsche 911 im 935-Look.

Rezvani Retro RR1
Foto: Rezvani Motors

Rezvani Motors ist eigentlich bekannt für seine spektakulären SUV-Modelle im Endzeit-Look. Zur Geschäftstätigkeit gehören aber auch immer wieder eigene Sportwarenkreationen auf bekannten Technik-Plattformen. Erst vor wenigen Wochen hat Rezvani mit dem neuen Beast einen 1.000-PS-Sportler auf Basis der Corvette C8 präsentiert.

Neu im Programm: Retro-Umbauten

Künftig will sich Rezvani aber noch breiter aufstellen und launcht dazu die neue Submarke Rezvani Retro. Rezvani Retro widmet sich automobilen Ikonen. Durch die Kombination von klassischen Designs mit modernen Plattformen und Technologien sollen einzigartige Neuinterpretationen entstehen.

Unsere Highlights

Das erste Rezvani Retro-Modell ist der RR1. Als Basis für den RR1 wählten die Kalifornier den Porsche 992 ab Baujahr 2020. Das Endprodukt hängt davon ab, welche 911-Variante der Kunde anliefert. Möglich sind Umbauten von Carrera S, GT3 und GT3 RS sowie vom Turbo S. Der RR1 wird auf den Rundstreckeneinsatz zugeschnitten, auf Wunsch wird der RR1 aber auch so konfiguriert, dass er zumindest in den USA auch auf die Straße darf – dann allerdings mit etwas reduzierter Leistung.

Leistung bringt uns auch gleich zum Antrieb. In der Version RR1 550 auf Carrera S-Basis stehen 550 respektive 520 PS bereit. Geschaltet wird per Siebengang-Getriebe oder PDF. Angetrieben werden die Hinterräder. Die GT3-Basis ist im RR1 565 gut für 565 respektive 535 PS. Hier werden die Gänge wahlweise manuell unter sechs Fahrstufen oder per PDK gewählt. Auch hier fließt das komplette Antriebsmoment an die Hinterräder. Powermodell ist der RR1 750, der auf den Turbo S-Genen aufbaut und 750 respektive 715 PS bietet. Einzige Schaltoption ist PDK, dafür verteilt der Antrieb die Kraft auf alle vier Räder.

Neuauflage des Porsche 935

Verpackt wird die aufgeblasene Porsche-Technik unter einer Breitbau-Carbon-Karosserie – vorn mit Flachbau und integrierten LED-Scheinwerfern, hinten mit einem großen, aus dem Heck wachsenden Flügel, dazwischen weit ausgestellte Radläufe und große Be- und Entlüftungskiemen. Abgerundet wird der 935-Look mit einem großen Diffusor samt zentral positioniertem Doppelrohrauspuff. Die gesamte Linienführung erinnert an den Porsche 935, wie er in den 1970er-Jahren von Kremer im Rennsport eingesetzt wurde. Porsche selbst hatte bereits 2018 den 935 auf Basis des 991 als Rennwagen ohne Straßenzulassung aufgelegt.

In die dicken Radläufe steckt Rezvani Leichtmetallfelgen mit Zentralverschluss – vorn in der Dimension 20x10 Zoll, hinten in der Größe 21x13 Zoll. Darüber spannen sich Pneus mit den Dimensionen 275/35 und 335/30. Das Fahrwerk wird nach Kundenwunsch abgestimmt. Gegen Aufpreis steckt Rezvani auch höchstwertige Öhlins TTX-Pro-Federelemente in die Radaufhängungen. Ebenfalls gegen Aufpreis verfügbar sind ein Überrollkäfig, Rennsport-Gurte, noch weiter verschärfte Brembo-Bremsanlagen sowie Scheiben aus leichtem Polycarbonat. Wer möchte, kann sich seinen RR1 auch optisch mit einem entsprechendem Dekorsatz auf Martini-Look trimmen lassen.

Umgebaut werden sollen insgesamt nur maximal 50 Kundenautos. Für die ersten fünf Fahrzeuge setzt Rezvani einen Mindestpreis von 149.000 Dollar (umgerechnet rund 140.000 Euro) an – wobei sich der Preis nur auf den Umbau und die Basiskonfiguration bezieht. Das entsprechende Basismodell muss der Kunde stellen. Für die weiteren 45 Umbauten kündigt Rezvani bereits einen höheren Grundpreis an. Spezielle Kundenwünsche, die natürlich immer berücksichtigt werden, gehen extra. Interessenten können sich ihren Produktionsslot ab sofort gegen eine Anzahlung von 500 Dollar reservieren.

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Fazit

Rezvani will mit dem neuen Sub-Label Retro automobile Ikonen neu interpretieren. Das Erstlingswerk ist eine Neuauflage des legendären Porsche 935 auf Basis des Porsche 911 Typ 992.