Suzuki Swift Generation 7 (2024)
Neuer Kleinwagen bekommt Preisschild

Suzuki hat die siebte Generation des Kompaktmodells vorgestellt. Zu den deutschen Händlern rollt der neue Suzuki Swift im April. Ab sofort kann bestellt werden. Eine erste Sitzprobe können wir auch bereits bieten.

Seit 2017 gibt es den Suzuki Swift in der noch aktuellen Version (RZ/AZ) und 2020 bescherten die Japaner dem Modell ein Facelift. Von 2023 an ist dann die siebte Generation (intern YED) am Start – und die zeigt sich erwachsener als bisher. Einen konkreten Ausblick auf das Serienmodell für 2024 präsentierten die Japaner auf der Japan Mobility Show 2023 in Tokio. Das Swift Concept zeigte bereits weitestgehend den Serienstand des Kleinwagens. In Japan wurde das fertige Modell kurz nach dem Messe-Auftritt offiziell vorgestellt.

Unsere Highlights

Die Europa-Version belegt, was schon die Messe-Studie gezeigt hatte. Die Front wird rundlicher, die Motorhaubenlinie vorn fällt geschwungener aus. Ebenso die Motorhaube an sich, die nun nicht mehr zwischen den Kotflügeln liegt, sondern darauf aufliegt. Der nach vorne gereckte Grill wird mit einer Spange eingefasst und verliert seinen Mittelsteg. Zudem überarbeitet Suzuki die Scheinwerfereinheiten und die Frontschürze, deren Lufteinlässe deutlich verändert wurden. In der Seitenansicht präsentieren sich ausgestellte Radhäuser, eine deutlich sichtbare Sicke knapp unterhalb der Fensterlinie sowie klassische Türgriffe hinten, die nicht mehr in der C-Säule versteckt sind.

Kräftige hintere Schultern, knackiges Heck

Die Dachlinie bleibt gleich, doch verändert Suzuki die C-Säule, nachdem diesen nun keine Türgriffe mehr aufnehmen muss. Nach wie vor gibt es die kräftigen hinteren Schultern und das knackige Heck. Hier modifiziert Suzuki das Kennzeichenfeld sowie die Schürze, die nun die Rückstrahler integriert. Die Rückleuchten in neuer Form stehen deutlich hervor. Der Dachkantenspoiler mit der dritten Bremsleuchte erhält kleine seitliche Finnen. Die Heckklappe an sich wird etwas länger, die Ladekante sinkt um elf Millimeter. Die zusammen mit dem Dach und den Außenspiegeln komplett schwarz abgesetzten Säulen sorgen auch beim neuen Modell wieder für die bekannte Visier-Optik der Fahrerkabine. Abgerundet wird der neue Look durch neue Designs für die 15 oder 16 Zoll großen Leichtmetallfelgen.

Zylinder-Verlust, kein Swift Sport mehr

Zu uns kommt der neue Swift mit drei Antriebsvarianten rund um einen neuen Motor. Dieser 1,2-Liter-Saugbenziner setzt auf drei Zylinder und mit einem Integrierten Starter-Generator (ISG) auf eine Mildhybrid-Auslegung. Die Leistung liegt bei 83 PS, das maximale Drehmoment wird mit 115 Nm angegeben. In Kombination mit Vorderradantrieb sind ein manuelles Fünfgang- oder ein CVT-Getriebe zu haben. Der über eine Visko-Kupplung zuschaltende Hinterradantrieb, der den Swift zum Allradler macht, ist nur in Kombination mit dem manuellen Schaltgetriebe zu haben. Die Höchstgeschwindigkeit liegt zwischen 160 (Allradler) und 170 km/h (CVT). In Japan ist der Swift ebenso mit einem 1,0-Liter-Dreizylinder ohne Hybridisierung zu haben. Ein Nachfolger für den Suzuki Swift ist aktuell für Europa nicht geplant, ihm stehen die Zulassungsbestimmungen im Weg.

Dem Fahrwerk hilft Suzuki mit einer neu abgestimmten Servolenkung, einem stärkeren Stabilisator vorn und längeren Federwegen hinten auf die Sprünge.

Neue Cockpit-Landschaft

Der Innenraum des neuen Swift wird komplett überarbeitet. Der zentrale Touchscreen und die mittleren Lüftungsdüsen tauschen die Plätze. Der Neun-Zoll-Bildschirm sitzt jetzt oben auf der Armaturentafel, die nun eckigen Luftausströmer darunter. Die Drehknopfregler für Klima und Lüftung weichen einem neuen Tastenfeld. Dazu gibt es ein größeres Handschuhfach sowie neue Cupholder. Aktualisiert wurden zudem die Oberflächenmaterialien und die Bezugstoffe.

Sitzprobe im neuen Swift

1/2024, Suzuki Swift 2024
Suzuki

Smartphone-Inhalte lassen sich kabellos integrieren.

Das Platzangebot im Suzuki Swift liegt auf einem, für einen Kleinwagen, guten Niveau. Im Fond kommt man auch als großer Mensch unter und hat genügend Kopffreiheit. Vorne drücken sie steifen Sitzwangen etwas und lassen die Sitzfläche arg schmal erscheinen.

Die Mittelkonsole ist leicht zum Fahrer geneigt, was die Bedienung des neun Zoll großen Touchscreen-Displays erleichtert. Der Bilschirm reagiert fix auf Berührungen der Fingerkuppe, die Menüführung kann man schnell begreifen. Apple CarPlay und Android Auto sind kabellos nutzbar. Leider fehlt aber eine Ablage zum induktiven Laden eines Smartphone. Die Kunststoffe an Armaturenbrett und Türverkleidungen wirken solide, auch die Verarbeitung im Vorserienauto ist auf gutem Niveau. Premium-Softlack-Ambitionen hat aber auch der neue Swift nicht.

Ein Navigationsystem wird künftig in jeder der drei Ausstattungslinien (Club, Comfort, Comfort+) Teil der Serienausstattung sein. Dazu kommt eine erweiterte Assistenz-Ausstattung, auch um den aktuellen Zulassungsbestimmungen der EU zu entsprechen. Verkehrszeichenerkennung, adaptive Geschwindigkeitsregelanlage, Fahrerüberwachung mit Müdigkeitsensor und Totwinkelwarner sind mit an Bord. Für die LED-Scheinwerfer wird es einen Fernlichtassistenten geben.

Preise und Marktstart

Bestellbar ist der neue Suzuki Swift ab Mitte März 2024. Als Grundpreis rufen die Japaner 18.900 Euro auf – 760 Euro mehr als für den Vorgänger. In der Comfort-Ausstattung werden wenigstens 20.400 Euro gefordert. Die Top-Ausstattung Comfort+ ist ab 21.100 Euro zu haben. Bei den Händlern schlägt der neue Swift dann Ende April auf.

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Fazit

Suzuki bringt 2024 die siebte Generation des Swift an den Start und verpasst dem Kleinwagen eine optische Überarbeitung sowie ein technisches Update. Das Design fällt etwas softer aus und zeigt sich mit konventionell angebrachten hinteren Türgriffen, die Radhäuser sind ausgestellt, die C-Säule neu gestaltet. Unter der Haube gibt es einen neuen 1,2-Liter-Dreizylinder, der dank ISG mild hybridisiert vorfährt.

Die erste Sitzprobe zeigt: Der Swift wird moderner, ohne Kunden mit zu viel Digitalismus zu verprellen.