Toyota 4Runner 2025 Premiere
Neuer Toyota-Geländewagen mit 330 Hybrid-PS

Toyota hat in den USA die sechste Generation des 4Runner vorgestellt. Der große Offroader kommt im Herbst auf den Markt. Er basiert auf dem Pick-up Tacoma.

Nach 15 Jahren darf jetzt auch der alte 4Runner in Rente gehen. Toyota hat in den USA die sechste Generation des großen Familien-SUV vorgestellt, der auf der neuen Geländewagen-Plattform des Konzerns aufbaut. Beim 4Runner handelt es sich vereinfacht dargestellt um die Geländewagen-Variante des Pick-up Tacoma. Damit folgt der 4Runner dem 2024 vorgestellten Tacoma unmittelbar nach.

Die Front-Optik entspricht damit weitgehend dem Tacoma, während der 4Runner am Heck mit weit ausgestellten Radhäusern, kompakten LED-Rücklichtern und massiv wirkenden Styling-Elementen (Unterfahrschutz, mächtiger Mittelgriff) die neue Designsprache der Toyota-Offroader fortführt. Gleich zum Start stellt Toyota außerdem mit dem Trailhunter das in den USA obligatorische Offroad-Tuning-Modell der Baureihe vor, insgesamt neun Ausstattungs-Level sind künftig im Angebot.

Unsere Highlights

Die Plattform Toyota New Global Architecture (TNGA) in der Ausführung F (für Frame – Rahmen) dient nach diversen anderen neuen Modellen ab sofort auch dem 4Runner als Unterbau. Damit heißt es auch Abschied nehmen vom betagten Vierliter-V6 und dessen ebenfalls in die Jahre gekommener Fünfgang-Automatik. Den Antrieb übernimmt jetzt ein sparsamerer 2,4-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner mit 282 PS und 512 Newtonmeter Drehmoment. Als Hybrid-Version i-Force Max liegt die Systemleistung bei 330 PS und das maximale Drehmoment bei 630 Nm. Serienmäßig in allen Varianten ist das neue Achtgang-Automatikgetriebe.

Neue Offroad-Plattform

Der 4Runner wird mit drei verschiedenen Antriebssystemen angeboten. Die Basismodelle haben Heckantrieb, bekommen aber für Gelände-Ausflüge zumindest eine Differenzialsperre mit auf den Weg. 4x4-Versionen gibt es mit zuschaltbarem und mit permanentem Allradantrieb, in beiden Fällen ist noch ein Gelände-Untersetzungsgetriebe mit an Bord. Den zuletzt beim neuen Land Cruiser vorgestellten elektrisch betätigten Stabilisator bekommt der 4Runner ebenfalls: Damit lässt sich im Geländebetrieb der Vorderachs-Stabi ausklinken, was die Verschränkung verbessert.

Durch den Wechsel zur neuen Plattform kommen außerdem die aktuellen Assistenzsysteme für den Straßen- und Geländebetrieb zum Einsatz: Traktionskontrolle, die verschiedenen Fahrprogramme des Multi Terrain Select Systems und den Gelände-Tempomaten Crawl Control kennt man bereits von anderen in der jüngsten Zeit vorgestellten Toyota-Offroadern. Ebenso das Toyota Safety Sense 3.0 System mit verschiedenen Sicherheits-Assistenten wie dem radargesteuerten Abstands-Tempomat, dem Spurhalte-Assistent oder dem Notbremsassistenten mit Fußgänger-Erkennung. Das macht den neuen 4Runner theoretisch auch fit für den (freien) Import nach Europa.

Geländeversion mit Spezialzubehör

Für den 4Runner Trailhunter hat sich Toyota von den Zubehör-Anbietern OME (Fahrwerk mit 63 mm Höherlegung) und ARB (Dachträger) assistieren lassen, die 33-Zoll-Geländereifen erhöhen die Bodenfreiheit um weitere 50 Millimeter. Außerdem verfügt der Trailhunter über einen Luftansaugschnorchel, Stahl-Unterfahrschutz, LED-Zusatzscheinwerfer und einen eigenständigen Kühlergrill. Für die entgegengesetzte Richtung können sich Kunden mit der neuen Platinum-Ausführung entscheiden, die besonders luxuriös und straßenorientiert daherkommt.

Der 4Runner 2025 wird im Werk Tahara der Toyota Motor Corporation in Japan gebaut und kommt im Herbst 2024 in die USA. Zu Preisen gibt es noch keine Informationen, mit rund 45.000 Dollar Startpreis wird zu rechnen sein.

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Fazit

Nach Tundra, Tacoma, Sequoia und Land Cruiser stellt Toyota in den USA die letzte verbliebene Baureihe auf die neue Geländewagen-Plattform. Der 4Runner in der sechsten Generation kommt erstmals mit Hybridantrieb und gleich zu Beginn in einer besonders grimmigen Offorad-Variante. Mit der modernen Technik ist er auch für freie Importeure interessant, die den großen Siebensitzer nach Europa holen könnten.