VW ID. Golf
Golf 9 ab 2028 - wird aus dem ID.3 der ID.Golf?

Volkswagen befindet sich in einem Dilemma: Die Sub-Marke ID. hat sich für die elektrischen Modelle etabliert, parallelisiert aber Verbrennerbaureihen. Was geschieht also im Übergang zum E-Antrieb mit solch wertvollen Modellen wie dem Golf, der über Jahrzehnte hinweg das Segment der Kompaktklasse dominierte?

VW ID. Golf
Foto: Schulte

Nach Aussage von VW-Markenchef Thomas Schäfer wolle man den Namen "Golf" nicht aufgeben und ihn stattdessen zu einem Teil der ID-Reihe machen. Der Modellzyklus des aktuellen Golf 8 endet im Jahr 2027. Stand jetzt wird es einen Golf 9 mit Verbrennungsantrieben geben. Er basiert auf dem MQB evo (modifizierter Modularer Querbaukasten), der Plug-in-Hybrid-Antriebsstränge mit 100 Kilometer elektrischer Reichweite integriert. Außerdem kriegt er eine neue Software, die die Probleme von der in der Generation 8 vergessen machen soll, sowie das adaptive Fahrwerk DCC (Dynamic Chassis Control). Damit sieht VW den Golf gut gerüstet für seine letzten Jahre. Regulatorisch wäre für einen Verbrenner-Golf ja 2035 Schluss. Intern rechnet man wohl eher mit 2032 oder 2033.

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Wann kommt der VW ID.Golf?

Der VW-Boss erklärte bereits auf der L.A. Auto Show 2022, der Golf werde mittlerweile auch mit elektrischen VW-Modellen in Verbindung gebracht. "Wir haben ikonische Markennamen wie Golf oder GTI. Es wäre verrückt, sie sterben zu lassen. Wir bleiben bei der ID-Logik, ikonische Modelle werden aber einen Namen tragen." Er verweist auf den ID. Buzz, der im Gegensatz zu den anderen ID-Modellen des Konzerns keine Nummer trägt. In der Konsequenz könnte VW einen "ID. Golf" haben, so Schäfer.

Dabei machte der Markenchef deutlich, dass der ID. Golf keinen Ersatz für den ID.3 darstellt. Beide Modelle müsse man in Größe und Positionierung getrennt betrachten. "Der ID.3 war nie ein Golf-Nachfolger, er ist eher ein Golf Plus", sagte er. "Aber gerade beim Golf muss das zu den Genen passen. Einfach irgendein Fahrzeug so zu nennen, geht nicht. Den Fehler machen wir nicht", betonte der VW-Markenchef jüngst gegenüber der Automobilwoche.

Einen elektrischen Golf werde es erst geben, "wenn auch wirklich Golf-Gene drin stecken – wie etwa ein flacheres Dach gegenüber dem ID.3." Das werde frühestens mit der neuen Fahrzeug-Plattform SSP ab 2028 möglich sein. Der erste Einsatz der SSP ist aber für das Modell mit dem Arbeitstitel Trinity geplant. Stand jetzt wird das eher ein SUV in einem Segment über der Kompaktklasse, also nicht der ID.Golf. Dessen Start ist demnach erst Anfang der 30er-Jahre zu erwarten.

Was wird aus dem ID.3?

Medienberichten von Ende November 2023, die mutmaßen, der ID.3 werde vom Golf ersetzt, widerspricht VW: "Entgegen anderslautenden Medienberichte wird Volkswagen den ID.3 nicht einstellen. Er ist nach seiner Modellpflege im Frühjahr ein echtes Erfolgsmodell und hat sich in den ersten neun Monaten des Jahres über 90.000-mal verkauft. Volkswagen wird den Golf und andere Ikonen der Marke in eine elektrische Zukunft überführen. Das wird spätestens mit dem Auslauf der Verbrenner in Europa Anfang der 2030er-Jahre so weit sein. Das bedeutet aber nicht, dass ein elektrischer Golf den ID.3 zwingend ersetzt."

Man beachte die Formulierung "nicht zwingend". Faktisch ist eine Einstellung des ID.3 nicht geplant, dass die Modellbezeichnung irgendwann stirbt, schließt aber selbst VW nicht aus. Denn ID.3 und Golf besetzen das gleiche Segment, aber eben mit anderem Antrieb. Ein Zusammenwachsen der Modellreihen steht also spätestens an, wenn der Verbrenner-Golf ausläuft. Ein elektrischer Kompaktwagen könnte dann auch wieder Golf heißen, sogar ohne den Zusatz ID. Gleiches gilt für die anderen erfolgreichen VW-Baureihen – ob ID.Tiguan oder nur Tiguan ist Nebensache. Aber VW hat eben bei den elektrischen ID.-Modellen ziemlich konsequent Entsprechungen für die Verbrenner-Baureihen geschaffen.

Comeback des GTI

Ferner plant Schäfer ein Comeback des legendären "GTI"-Labels für ausgesuchte Modelle, diese müssen jedoch eine gewisse Historie mitbringen. Hier käme natürlich ein ID. Golf in Frage. Voraussetzung wäre, dass auch die Performance auf GTi-Niveau ist. Die "GTX"-Bezeichnung, 2020 im ID.4 eingeführt, wird indes nicht entfallen, der ID.3 erhält künftig ebenso den Zusatz, wie der ID.7. Übrigens: Auch die sportliche "R"-Linie wird auf die E-Autos übertragen, ein "X" tragen die Allrad-Modelle.

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Für den Golf 8. Der wird auch in 9. Generation zukunftsfähig sein - als Plug-in-Hybrid.Für den ID.3. Den kann man auch in 5 Jahren noch ohne großen Wertverlust verkaufen.

In unserer Fotoshow zeigen wir Ihnen die Faceliftversion des aktuellen Golf.

Fazit

VW bleibt dem Golf treu und implementiert den wertvollen Namen in sein ID-Lineup. Der ID. Golf als ikonisches Modell braucht dann keine Nummer wie der ebenfalls kompakte ID.3 und steht damit in der Tradition des ID. Buzz.

in den Sternen steht, wie das Unternehmen dann mit den Baureihen "Polo" und "Passat" beispielsweise umgeht. So könnte der Logik folgend der kleine ID.1 als ID. Polo durchgehen oder die Kombi-Version des ID.7 als ID. ssat.

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