VW ID. Buzz GTX
Der 340-PS-Bulli - immer heiß, auf Wunsch lang

2024 bietet Volkswagen mit dem ID.Buzz GTX auch eine sportliche Version des Elektro-Busses an. Allradantrieb und 340 PS gibt es immer, beim Radstand darf gewählt werden.

Der wohl bekannteste potente VW Bus ist der T3 B32 mit Porsche-Carrera-Motor. Der 3,2-Liter-Sechszylinder-Boxer brachte 231 PS in Bus-Heck. Stärkster VW Bus war T5, den es von 2003 bis 2009 mit dem ebenfalls 3,2 Liter großen VR6-Motor und bis zu 235 PS gab. Mit dem neuen ID.Buzz GTX verschiebt VW das Leistungslimit allerdings auf ein Niveau, wie es serienmäßig im Bus noch nie zu haben war.

Antrieb und Batterien

In der GTX-Version setzt der ID.Buzz auf je einen Elektromotor je Achse. Zusammen stellen die E-Maschinen 250 kW – oder nach alter Währung 340 PS – bereit. An der Hinterachse schiebt die 210 kW und 560 Nm starke APP550-Maschine, vorne zieht ein 80 kW und 134 Nm starker AKA150-Motor. Der schaltet sich allerdings nur bei Bedarf zu und macht aus dem Buzz einen Allradler. Das weiterhin 4-Motion getaufte System wird automatisch über einen sogenannten Allradregler gesteuert. Wird die volle Leistung abgerufen, so stehen bereits nach 6,5 Sekunden 100 km/h auf der Uhr. Die Höchstgeschwindigkeit wird abgeregelt bei 160 km/h erreicht.

Unsere Highlights

Energie zapfen die Motoren aus einer je nach Radstand 79 oder 86 kWh (jeweils netto) großen Batterie. Beide Batteriesysteme sind in den Unterboden integriert. Geladen wird die 79-kWh-Batterie an DC-Schnellladesäulen mit bis zu 185 kW. Mit der maximalen Ladeleistung ist sie in circa 25 Minuten wieder von 10 auf 80 Prozent geladen. Die 86-kWh-Batterie kann mit bis zu 200 kW an DC-Schnellladesäulen mit neuer Energie versorgt werden. Von 10 auf 80 Prozent geladen ist auch die größere Batterie mit 200 kW in weniger als einer halben Stunde geladen. Angaben zu möglichen Reichweiten macht VW noch nicht.

Viel Zugkraft, viel Platz

Der Allradantrieb beschert dem ID.Buzz GTX aber nicht nur sportliche Fahrdynamik, sondern auch ordentlich Zugkraft. Der ID. Buzz GTX mit Normalradstand erreicht eine Anhängelast von 1.800 Kilogramm, beim ID. Buzz GTX mit langem Radstand sind es 1.600 Kilogramm.

Im Passagierabteil gibt sich der Buzz auch als GTX ganz bussig. Mit Normalradstand ist er als Fünfsitzer mit einer 40:60 teilbaren Dreiersitzbank in der zweiten Sitzreihe (2/3) oder als Sechssitzer mit jeweils zwei Einzelsitzen in der zweiten und dritten Sitzreihe erhältlich (2/2/2). Der verlängerte ID.Buzz GTX kann ebenfalls als Fünfsitzer mit einer Dreiersitzbank (2/3) und als Sechssitzer (2/2/2) konfiguriert werden; darüber hinaus wird diese Version als Siebensitzer mit einer Dreiersitzbank in der zweiten Reihe und zwei Einzelsitzen in der dritten Reihe angeboten (2/3/2). Die Sitze der zweiten Reihen sind um 150 Millimeter (Normradstand) respektive 200 Millimeter (langer Radstand) längs verschiebbar. Abhängig von der Bestuhlung schluckt der ID.Buzz GTX mit kurzem Radstand zwischen 1.121 und 2.123 Liter Gepäck. Der lange Buzz kommt auf 1.340 bis 2.469 Liter.

Für den langen Buzz führt VW zudem ein großes Panoramadach ein, dessen 1,5 m³ große Glasfläche elektronisch abgedunkelt werden kann. Zudem steigt im Bereich unter dem Glasdach die Innenraumhöhe um drei Zentimeter.

Eigenständige GTX-Optik

Damit Außenstehende gleich das Potenzial des ID.Buzz GTX erkennen, erhielt die neue Variante eine eigenständige Optik. Der Frontstoßfänger trägt ein schwarzes Lüftungsgitter im Wabendesign sowie neue seitliche Luftleitelemente. Hinzu kommen links und rechts sind in den Stoßfänger integrierte neu designte Tagfahrlichtelemente, die jeweils zwei aufeinander stehende LED-Dreiecke zeigen. Weitere Erkennungsmerkmale sind hochglanzschwarz lackierte Karosserieanbauteile und Schriftzüge. In die Radläufe steckt VW 19 Zoll große Leichtmetallfelgen. Gegen Aufpreis sind auch 21 Zöller zu haben. Die IQ.Light– LED-Matrixscheinwerfer sind wie bei allen GTX-Modellen serienmäßig an Bord.

Bei der Außenlackierung haben GTX-Käufer die Wahl zwischen sechs Uni- und fünf Zweifarblackierungen, darunter die Exklusiv-Kombination aus Kirschrot und Monosilber Metallic.

Neue Info- und Entertainmentsysteme

Innen ist der Dachhimmel stets schwarz gehalten, die Sitze tragen ein spezifisches GTX-Design mit schwarzen Microvlies-Bezügen, Rauten-Musterung sowie roten Kontrastnähten und Biesen. Rote Kreuznähte und ein verchromter GTX-Schriftzug in einer roten Spange kennzeichnen das Multifunktionslenkrad. Mit dem GTX zieht in den Buzz auch eine neue Hard- und Software-Generation ein. Der zentrale Touchscreen wächst von 12 auf 12,9 Zoll, neu ist auch die beleuchtete Touchleiste für die Temperatur- und Lautstärkeregelung. Der aktualisierte Sprachassistent setzt auf ChatGPT-Integration. Das Infotainmentsystem soll mit einer neu aufgebauten grafischen Oberfläche und einer verbesserten Menüführung punkten. Ebenfalls neu: der Ausstiegswarner und der verbesserte Park-Assistent und der weiterentwickelte Travel Assistent. Erstmals optional im ID.Buzz zu haben ist ein Head-up-Display.

Marktstart und Preise

Die Markteinführung beider ID. Buzz GTX-Modelle erfolgt im zweiten Halbjahr 2024. Der Vorverkauf soll noch im Sommer starten. Preise nennt VW bis dahin allerdings nicht. Da der normale ID.Buzz mit kurzem Radstand und 150-kW-Maschine bereits rund 64.500 Euro kostet, dürfte ein ID.Buzz GTX irgendwo im mittleren 70.000 Euro-Segment starten.

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Fazit

Der ID. Buzz wird sportlich. Richten soll es ein bis zu 340 PS starker Allradantrieb mit zwei E-Motoren im GTX-Modell, das in zwei Radstandsvarianten angeboten wird. Der GTX bringt aber auch weiter die praktischen Seiten des Buzz mit. Günstig wird der Spaß im GTX aber nicht.