Shelby GT 350 Fastback von 1966
Ersthand-Mustang mit Kompressor-Power

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Mecum versteigert Mitte Mai einen Shelby-Mustang aus Erstbesitz, an dem ziemlich viel original ist – nur die Leistung nicht. Denn dem 4,7-Liter-V8 macht ein Kompressor Druck.

Shelby GT 350 Fastback (1966)
Foto: Mecum

Es soll Menschen gegeben haben, denen ein Ford Mustang mit 4,7-Liter-V8 eindeutig zu schwach motorisiert war. Der hatte in der Zweivergaser-Version 175 PS. Mit Vierfachvergaser waren es 190 PS und 411 Newtonmeter. Das war 1964 auch in den USA eine Menge.

Aber a bissle was geht eben immer. Carroll Shelby zwirbelte den Mustang – den er angeblich anfangs als "Sekretärinnen-Auto" angesehen hatte – auf rund 300 PS. Der hieß dann Shelby GT 350 und genau so einen kaufte 1966 jemand aus Syracuse im US-Bundesstaat New York. In Wimbledon White mit blauen Streifen, Vierganggetriebe und Magnum-500-Stahlrädern.

Unsere Highlights

Kompressor-V8 mit rund 500 PS

Shelby GT 350 Fastback (1966)
Mecum
Das weiß lackierte Kompressorgehäuse in Kürbisgröße drängt den Luftfilter nach vorn links ab.

Es soll Menschen geben, denen hätte so ein Mustang vollauf genügt. Nicht dem Erstbesitzer dieses GT 350. Der ließ 1968 einen Paxton-Kompressor installieren, was die Leistung auf etwa 500 PS hob – je nach verwendetem Sprit. Andere Quellen berichten von 440 PS. Für eine eindrucksvolle Beschleunigung dürfte es allemal langen. Zumal der Mustang weder Dreipunktgurte noch Kopfstützen hat und an der starren Hinterachse Trommeln bremsen.

Der Erstbesitzer jenes weißen GT 350, den Mecum am 20. Mai während der Indy-Auktionswoche versteigert, dürfte mit dem Auto zufrieden gewesen sein. Er hat ihn bis heute behalten. Jetzt steht er allerdings für viel Geld zum Verkauf: Auf 275.000 bis 350.000 US-Dollar, das sind umgerechnet 260.300 bis 331.290 Euro, schätzt Mecum den Wert des unschuldig weißen Kompressor-Shelby.

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Fazit

Ein Ersthand-Shelby ist an sich schon bemerkenswert. Der Kompressor-Umbau macht diesen Mustang zu einem ganz besonderen Musclecar.